
Wild Wings behaupten sich mit 4:2 gegen Straubing
Die Schwenninger Wild Wings haben ihr Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt mit 4:2 für sich entschieden und damit drei wichtige Punkte eingefahren. In einer intensiven und lange offenen Partie erwiesen sich die Hausherren als das effizientere Team – nicht zuletzt dank eines erneut stark aufgelegten Torhüters Joacim Eriksson. Früh mussten sich die Gastgeber von einem Schock verkraften, als Sebastian Uvira mit dem Verdacht auf Gehirnerschütterung vom Eis geführt werden musste. Eine konzentrierte Defensivleistung brauche aber am Ende den verdienten Erfolg.
Schwenningen legt vor
Die Partie begann mit hohem Tempo und ersten Offensivaktionen auf beiden Seiten. Nach dem ersten Abschluss der Gäste durch Marcel Brandt in der 4. Minute kamen die Schwenninger Wild Wings zunehmend besser ins Spiel und erspielten sich mehrere Powerplay-Möglichkeiten. Nachdem Alexander Karachun und Boaz Bassen zunächst noch scheiterten, belohnten sich die Hausherren in der 8. Minute: Karachun fälschte einen Schuss aus zentraler Position unhaltbar zum 1:0 ab.
Die Führung hatte jedoch nur kurz Bestand. Straubing zeigte sich effizient und glich durch Nicholas Halloran nur eine Minute später aus. In einer offenen Phase hielt Joacim Eriksson seine Mannschaft mit starken Paraden im Spiel, ehe die Wild Wings kurz vor der Pause erneut zuschlugen. Nach einem ersten Abschluss von Felix Scheel verwertete Arkadiusz Dziambor den Rebound eiskalt unter die Latte zum 2:1-Pausenstand, wobei die Hausherren in der Schlussminute noch Glück hatten, als ein Straubinger Abschluss nur knapp am Pfosten vorbeistrich.
Straubing nimmt Fahrt auf
Straubing erwischte den deutlich besseren Start in den Mittelabschnitt und setzte sich bereits nach wenigen Sekunden tief im Drittel der Hausherren fest. Schwenningen überstand diese Phase jedoch unbeschadet und setzte in Unterzahl ein Ausrufezeichen: Tim Gettinger kam in der 25. Minute zu einer Großchance, verpasste aber knapp. Auf der Gegenseite blieb Joacim Eriksson auch in einer weiteren Powerplaysequenz der Gäste (27.) der sichere Rückhalt.
In der 30. Minute schlugen die Wild Wings dann erneut eiskalt zu. Nachdem die Scheibe im Rücken von Florian Bugl frei lag, reagierte Danny O’Regan am schnellsten und schob zum 3:1 ein. Doch erneut zeigte Straubing Moral: In Überzahl verkürzte Tyler Madden in der 33. Minute auf 3:2 und hielt die Partie offen. Kurz vor der zweiten Pause verhinderte Bugl mit einem starken Save einen weiteren Treffer der Hausherren und sorgte dafür, dass der knappe Spielstand Bestand hatte.
Karachun macht den Deckel drauf
Im Schlussdrittel blieb die Partie lange offen. Die Gäste suchten früh den Ausgleich und kamen in Minute 46 durch Kyle Platzer zu einem gefährlichen Abschluss. Kurz darauf versuchte Nicholas Halloran sein Glück mit einem Bauerntrick, scheiterte jedoch erneut an Joacim Eriksson. In der 49. Minute musste der Schwenninger Schlussmann dann ein weiteres Mal seine Klasse zeigen, als Stefan Loibl ihn aus kurzer Distanz zu einer schnellen Reaktion zwang.
Die endgültige Entscheidung fiel kurz vor dem Ende: In der 59. Minute nutzte Alexander Karachun das verwaiste Tor der Gäste, erzielte per Empty-Net-Treffer seinen zweiten Treffer des Abends und stellte den 4:2-Endstand her.
Stimme zum Spiel – Steve Walker:
„Im Moment stimmen die Ergebnisse. Wir spielen aktuell sehr gut gegen gute Mannschaften. Wir haben es auch heute geschafft, wieder Tore zu schießen und unser Selbstvertrauen zu finden. Im dritten Drittel haben wir gut verteidigt und konnten dem hohen Druck von Straubing entgegenwirken. Man versucht immer, positiv zu bleiben und dem Prozess zu vertrauen. Es gibt viele 50:50 Spiele und es ist hart, in dieser Liga zu gewinnen. Wir sind immer positiv geblieben, auch wenn die Atmosphäre um uns herum negativ war und am Ende hat uns das stärker gemacht.“
Bericht von: BM | Foto: Archivbild/citypress
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