
Ein Strassenbahnderby auf Augenhöhe
Die ersten beiden Strassenbahnderby in der laufenden Hauptrunde gingen klar an die Pinguine. Mit Spannung wurde von den 8029 Zuschauern erwartet, ob die DEG diesmal besser dagegenhielt. Vorweg, sie hielt besser dagegen und lieferte dem Favoriten aus der Seidenstadt einen ebenbürtigen Kampf.
Jon Matsumoto mit Doppelpack (Alter schützt eben nicht vor dem “Puck”!) Der am 13. Oktober in Ottawa geborene Matsumoto wir dieses Jahr 40 Jahre alt. Wie viel Spass der Deutsch/Canadier noch am Eishockey hat zeigte er am heutigen ABend wieder. Auf seiten der Gäste aus Düsseldorf glänzte Erik Brown mit zwei Toren. Von den Hausherren kam die gute Nachricht: Topscorer Maxwell Newton hat sein Arbeitspapier bis 2028 verlängert.
Ausgeglichener Verlauf der ersten 20 Minuten.
Ein etwas holperiger Spiel-Start der Pinguine. Dafür waren die Gäste von der anderen Rheinseite sofort hellwach. Rot/Gelb wollte sich scheinbar nicht mal so vorführen lassen, wie in den beiden Duellen zuvor. Es dauerte trotzdem fast 10 Minuten ehe die beiden Teams zum ersten Male vor den jeweiligen Toren auftauchten. Bei Düsseldorf vergab Ex- Pinguine Leon Niederberger die beste Chance. Auf Seiten der Gastgeber machten es Adam Payerl und Matthew Santos nicht besser. Sehr gut machte es indessen Erik Brown (15.). Sein Treffer bedeutete die etwas überraschende Führung der Gäste. Bestand hatte diese jedoch nur 4 Minuten. Jon Matsumoto (19.) in der erfahrenen Haudegen Manier glich das Ganze noch vor Sirene Eins aus.
Die Pinguine schraubten am Tempo.
Mit Beginn der zweiten 20 Minuten zog der KEV auch das Tempo an. Mit dem Resultat, das in Minute 25 Matthew Santos einen Konter erfolgreich abschloss. Kurz zuvor hatte die DEG ein Riesending von Ture Linden vergeben. Bestraft wurde dies auf bittere Art. Krefeld traf kurz darauf noch zweimal Latte und Pfosten. Verdient, war diese Führung zu diesem Zeitpunkt. Zumal wieder Jon Matsumoto (38.) eben diese Führung noch ausbaute. In diesem zweiten Drittel wurde die 1. Strafzeit im Spielverlauf in der 31. Minute verhängt. Bis dahin war es sehr gut geleitetes, volltuend faires Spiel.
DEG trifft gleich nach Wiederbeginn.
Düsseldorf nahm sofort nach dem Pausentee Fahrt auf. Wieder war es Erik Brown (41.) der den Anschluss herstellte. Scheinbar waren die Pinguine noch in der Kabine. Aber sich die Butter vom Brot nehmen lassen wollten die Mannen von Thomas Popiesch auch nicht. Phillip Gogulla, Tim Schütz und Maxwell Newton hatten die Chancen zu erhöhen. Vergaben diese Möglichkeiten jedoch. Auf der anderen Seite hatten Kevin Orendorz, Lucas Lessio und Eric Bradford nicht das richtige Zielwasser getrunken. So ging es, die Minuten verinnend dem Ende zu. Düsseldorf nahm als letztes Mittel Keeper Ryan Bednard vom Eis. Aber, auch mit dem sechsten Feldspieler gelang dem Team von Harry Lange nicht mehr der Ausgleich. Mit Zähne und Klauen verteidigten die Pinguine ihren Dreier.
Ein Duell auf Augenhöhe ging letztlich etwas glücklich an den Spitzenreiter aus Krefeld. Düsseldorf belohnte sich nicht für eine couragierte Leistung über 60 Minuten. Ein Unterschied auf Grund der Tabellensituation (Krefeld 1./Düsseldorf 10.) war nicht zu erkennen.
Krefeld Pinguine – Düsseldorfer EG 3:2
Tore:
0:1|15..|Erik Brown (Kevin Maginot, Eric Bradford)
1:1|19..|Jon Matsumoto (Erik Buschmann)
2:1|25..|Matthew Santos (Phillip Gogulla, Davis Vandane)
3:1|38..|Jon Matsumoto (ohne Assist)
3:2|41..|Erik Brown (Eric Bradford, Lucas Lessio)
Zuschauer:8029 (Avk.)
Bericht von: Ralf Schmitt | Foto: Ralf Schmitt
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