
Doppelschläge entscheiden die Partie – Eisbären Berlin gewinnen 5:3 in Schwenningen
Die Schwenninger Wild Wings lieferten den Eisbären Berlin über weite Strecken einen intensiven Kampf, mussten sich am Donnerstagabend in der PENNY DEL jedoch mit 3:5 geschlagen geben. Zwei Berliner Doppelschläge sowie eine hohe Effizienz in den entscheidenden Momenten gaben letztlich den Ausschlag – trotz einer späten Aufholjagd der Hausherren.
Ausgeglichenes erstes Drittel – Berliner Effizienz schlägt Chancenplus
Der Auftakt in der Helios Arena verlief zunächst kontrolliert und ohne großes Risiko auf beiden Seiten. Erste Abschlüsse gehörten den Gästen, doch auch die Wild Wings fanden nach einem frühen Powerplay besser in die Partie. Spätestens ab Minute acht nahm das Spiel an Tempo auf, wobei Schwenningen vor allem in Überzahl zu guten Möglichkeiten kam.
Im Fünf-gegen-Fünf schlugen jedoch die Berliner eiskalt zu. Liam Kirk brachte die Eisbären in der 10. Minute in Führung und stellte damit einen neuen Clubrekord mit Treffern in zehn Spielen in Serie auf. Nur 34 Sekunden später erhöhte Korbinian Geibel per Direktabnahme auf 2:0. Schwenningen blieb dran, traf unter anderem die Latte und jubelte kurzzeitig über einen vermeintlichen Anschlusstreffer – der Videobeweis nahm den Treffer jedoch zurück.
Zweiter Doppelpack bringt klare Verhältnisse
Im Mittelabschnitt übernahmen die Eisbären zunehmend die Kontrolle. Aggressiver in den Zweikämpfen und konsequenter in der Offensive, setzten sie Schwenningen dauerhaft unter Druck. In Überzahl erhöhte Leo Pföderl in der 27. Minute auf 3:0, ehe nur 31 Sekunden später Eric Hördler den nächsten Berliner Doppelschlag schnürte.
Die Wild Wings steckten nicht auf und belohnten sich kurz vor der zweiten Pause: Fünf Sekunden vor der Sirene schob Alexander Karachun im Powerplay zum 1:4 ein – ein Treffer, der neue Hoffnung weckte.
Späte Schwenninger Aufholjagd bleibt unbelohnt
Diese Euphorie erhielt jedoch früh einen Dämpfer. Direkt nach Wiederbeginn stellte Marcel Noebels mit dem 5:1 den alten Abstand wieder her und feierte zugleich seinen 500. Scorerpunkt im Trikot der Eisbären.
Schwenningen bewies Moral und nutzte seine Überzahlsituationen nun konsequent. Tim Gettinger verkürzte in der 49. Minute, ehe Karachun mit seinem zweiten Powerplaytor zum 3:5 (52.) die Partie noch einmal spannend machte. Die Wild Wings warfen in der Schlussphase alles nach vorne, doch die Berliner verteidigten strukturiert und brachten den Auswärtssieg souverän über die Zeit.
Stimme zum Spiel:
Steve Walker, Headcoach Schwenningen: „Ich finde, wir haben heute nicht gut genug gespielt. Wir haben etwas zu fahrlässig in unserer Zone agiert. Im dritten Drittel haben wir dann nochmal viel Druck ausgeübt, aber insgesamt waren wir heute einfach nicht gut genug. Berlin ist ein offensivstarkes Team und wir haben es ihnen zu einfach gemacht, Tore zu erzielen. Wir schauen immer von Spiel zu Spiel, müssen uns für Sonntag jetzt aber neu sortieren und über das ganze Eis hinweg besser spielen.“
Bericht von: BM | Foto: Archivbild citypress
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