EHC Red Bull München verlängert die Serie dank des ersten Erfolges gegen die Adler Mannheim, der deutlich ausfällt

15.April 2026DEL

Der EHC Red Bull München empfing die Adler Mannheim zum richtungsweisenden Playoff Halbfinalspiel Nummer 4 im SAP-Garden.

Der EHC Red Bull München stand unter mächtigem Zugzwang, denn es musste unbedingt der erste Sieg her in der Serie, um nicht frühzeitig die Sommerferien einzuläuten. Es war ein klassisches ‚Do or Die Match‘ im SAP-Garden für die Landeshauptstädter.

Die Adler Mannheim hatten die große Chance, die Serie mit einem vierten Sieg in Folge zu beenden und ins Finale der PENNY DEL frühzeitig einzuziehen, doch bekanntlich wurde ein vierter Erfolg immer als der schwierigste eingestuft. Die Kurpfälzer wollten ihr Momentum mitnehmen und keine Zweifel mehr aufkommen lassen, wer ins Finale einziehen würde.

Brooks eröffnet die Partie, Adler reagieren

Wie würde der EHC Red Bull München an die heutige Mammutaufgabe herangehen? Bereits nach wenigen Sekunden gab es den ersten Abschluss für die Hausherren, während auch die Gäste durch Alex Ehl beinahe einnetzen hätte können. Munterer Start beider Teams, so durfte es ruhig weitergehen. Beide Mannschaften wählten den offensiven Vorwärtsgang und erspielten sich früh etliche gute Möglichkeiten zur jeweiligen Führung.

Die Adler Mannheim demonstrierten in den ersten Minuten die reifere Spielstruktur. Nichtsdestotrotz verbuchten die Gastgeber in der 8. Spielminute in Person eines ihrer Führungsspieler Adam Brooks den ersten Treffer des Abends. Das Tor kam etwas überraschend, weil die Adler bislang die bessere Mannschaft waren.

Der EHC Red Bull München überstand das erste stets gefährliche Powerplay der Adler Mannheim und direkt danach schien der zweite Treffer für die Hausherren gefallen zu sein, doch die Scheibe landete seitlich hinter dem Pfosten unter dem PENNY DEL Schriftzug des Netzes. Justin Schütz erwies sich wieder als Aktivposten und der quirlige Stürmer bereitete den hochverdienten Ausgleich durch Kristian Reichel in der 13. Spielminute vor.

München hatte das zweite Tor auf dem Schläger und musste doch wieder den ersten Gästetreffer hinnehmen. Bei einem drei auf eins Konter schaffte es München nicht einmal, den Schuss abzugeben. Dann wurde ein vermeintlicher Treffer der Kurpfälzer die Anerkennung verweigert, was auf dem ersten Blick nicht ersichtlich war. Es wurde letztlich auf Torwartbehinderung entschieden. Ein höchst unterhaltsam geführtes erstes Drittel neigte sich dem Ende, für die Zuschauer war alles dabei und die Stimmung prächtig.

Reichel: „Wir müssen weiter an unserem Game Plan festhalten. Wir können besser spielen, aber wir gaben zu viele Konter abgaben. Das müssen wir abstellen.“

Ehliz lässt Red Bull München jubeln

Der Mittelabschnitt begann gleich mal wieder mit einem weiteren Icing der Hausherren, durchaus interessant für die Statistik Analysten. Bei den Torschüssen geizten die Münchener bisher ebenfalls. In dieser Disziplin erhöhten die Red Bulls in den ersten Minuten des zweiten Drittels den Druck merklich und beschäftigten Maxi Franzreb im Gehäuse der Adler. Der EHC Red Bull München drängte vehement auf den Führungstreffer und hatte mehr vom Spiel. Chancen waren definitiv vorhanden.

Beide Teams versuchten leichtfertige Fehler zu vermeiden und neutralisierten sich weitgehend in der neutralen Zone, so dass die Partie etwas dahinplätscherte. Die Adler Mannheim meldeten sich offensiv nicht mehr so stark wie im ersten Drittel, legten den Fokus auf die Defensive und lauerten auf Konter. Erst sieben Minuten vor der Sirene konnten sich die Gäste mal länger in der heimischen Zone festsetzen und Mathias Plachta stand plötzlich allein vor Antoine Bibeau.

Nun kam auch München in den Genuss des ersten Powerplays und das stach in der 38. Spielminute in Person von Yasin Ehliz. Die Gastgeber waren die aktivere Mannschaft und haben sich den Vorsprung verdient.

Rieder: „Wir übten mehr Druck aus und spielten viel besser. Wir dürfen uns nicht zurückfallen lassen sondern müssen weiterhin offensives Eishockey spielen.“

Doppelschlag für den EHC Red Bull München

Die Adler mussten wieder mehr investieren und demonstrierten dies gleich in den Anfangssekunden mit einer längeren brandgefährlichen Sequenz vor Bibeau. Die Gäste sollten tunlichst an ihr tolles erstes Drittel anknüpfen. Die Hausherren agierten nun zum zweiten Mal in einfacher numerischer Überlegenheit, ein gutes Omen aufgrund ihres Führungstreffers in dieser Konstellation. Wieder komplett markierte Patrick Hager in der 45. Spielminute den dritten Münchener Treffer. Und es kam noch besser für die Landeshauptstädter, denn nur 14 Sekunden danach setzte Markus Eisenschmid nach einer feinen Einzelaktion den nächsten Treffer drauf.

Mit diesem Doppelschlag schien die Entscheidung gefallen zu sein; so eine klare Führung hatte München bislang noch nicht verzeichnen können in der Serie. Vielleicht half nun eine Strafe gegen die Hausherren, den Rückstand zu verkürzen: dieser Schachzug ging nach hinten los, denn Conny Abeltshauser markierte den Empty Netter in der 56. Spielminute.

Michaelis: „Das Spiel war ähnlich, aber München war effizienter im letzten Drittel. Es waren bisher viele Momentum Swings in dieser Serie. Kleinigkeiten entscheiden solche Spiele.“

Ehliz: „Heute haben wir die Tore geschossen, das war der Unterschied. Wir kreierten unsere Chancen und setzt nun viel Energie frei. Alle Spiele waren bislang sehr eng. Hoffentlich geht es so weiter, Step by Step.“

EHC Red Bull München – Adler Mannheim 5:1 (1:1|1:0|3:0)

Tore:

1:0 |08.| Adam Brooks (Hirose)
1:1 |13.| Kristian Reichel (Schütz)
2:1 |38.| Yasin Ehliz (Smits, Brooks) PP1
3:1 |45.| Patrick Hager (Ehliz, Pokka)
4:1 |46.| Markus Eisenschmid (Kastner)
5:1 |56.| Konrad Abeltshauser (Bibeau) SH1

Haupt-Schiedsrichter: Kozari / Rohatsch

Zuschauer: 10.583

Bericht von: Hermann Graßl | Foto: Citypress

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