
IIHF U18-WM 2026: Deutschland mit Höhen und Tiefen
Die ersten drei Spieltage der diesjährigen U 18 Weltmeisterschaft wurden in diesem Bericht zusammengefasst.
Die deutsche Nationalmannschaft bekam es zum Auftakt gleich mit einem Hochkaräter und Top Favoriten zu tun: gegen die Tre Kronor aus Skandinavien sah das DEB-Team kein Land und musste mit einer deutlichen 2:7 Niederlage die Segel streichen. Lediglich im ersten Drittel konnte die deutsche Mannschaft gegen die hochgehandelten Schweden mithalten und geriet nur mit einem Treffer in Rückstand. Einem zweiten schwedischen Tor wurde die Anerkennung per Videobeweis versagt. Im Mittelabschnitt machte der Favorit dann ernst und legte mit vier weiteren Treffern den Grundstein für einen letztlich klaren Erfolg. Auch ein Torwartwechsel bei Deutschland führte zu keiner Veränderung. Zumindest ging man mit einem guten Gefühl aus dieser Partie, denn das Schlussdrittel konnte man ausgeglichen gestalten und erzielte selbst zwei Treffer, von denen ein Tor das letzte Erfolgserlebnis in diesem doch einseitigen Match darstellte.
Im skandinavischen Bruderduell zwischen Norwegen und Finnland schlugen die Suomie den Nachbarn deutlich mit 6 zu 1 und wurden ihrer Favoritenrolle bei diesem Turnier gerecht.
Die beiden Ostblockteams aus der Slowakei und Tschechien sorgten durchaus für Furore: während die Slowakei überraschend den amtierenden Titelverteidiger, die Ahornblätter aus Kanada, mit 2 zu 1 in die Schranken verwiesen, gelang den Tschechen gegen die USA, WM-Sieger aus dem Jahr 2023, ein knapper Sieg nach Verlängerung.
Am zweiten Spieltag der U18-WM war in Bratislava ein Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Aufsteiger Dänemark Pflicht, wollte man die Relegation und den drohenden Abstieg vermeiden. Der eigene Anspruch lag beim Einzug ins Viertelfinale. doch ging dieses Unterfangen nach hinten los, trotz einer Führung und deiner deutlichen Sprache bei den Torschüssen. Der Start ins Match verlief vielversprechend und lange hielt man die Partie ausgeglichen, doch zwei Empty Netter führten letztlich zum klaren Sieg der Dänen, der zwar überraschend kam aber keinesfalls unverdient war. Vater Leichtsinn schlich sich ins eigene Spiel ein und die Nachlässigkeiten nahmen zu, was auch in zu vielen Strafen mündete.
Der Titelverteidiger Kanade musste gegen Lettland antreten und stand schon unter Druck. Die Ahornblätter meisterten jedoch diese Pflichtaufgabe mehr als souverän und deklassierten die Letten mit einem halben Dutzend Toren.
Schweden duellierte sich mit den starken Tschechen und die Slowakei forderte Norwegen heraus: während die Tre Kronor gegen die bärenstarken Tschechen knapp das Nachsehen hatten, besiegten die Slowaken die Norweger klar mit 6 zu 1.
An Spieltag Nummer drei trat u.a. die USA gegen Dänemark an und die Finnen trafen auf die Letten: die US-Boys hatten trotz klarer Überlegenheit mit einem herausragenden Schussverhältnis von 53 zu 9 Mühe mit den tapferen Dänen und konnten schließlich einen knappen 2 zu 0 Sieg am Ende einfahren.
Die Finnen besiegten mit dem gleichen Ergebnis das Team aus Lettland. Team Kanada schlug erwartungsgemäß Norwegen mit acht zu Null.
Die DEB-Auswahl landete einen überraschenden 3:2 Sieg gegen die bislang überzeugenden Tschechen; dieser so wichtige Sieg wurde mit dem Penalty Tor von Tobias Krestan in der Verlängerung unter Dach und Fach gebracht. Dieser Erfolg lässt weiter auf den direkten Klassenerhalt hoffen, sofern man am letzten Spieltag gegen die USA zwei Punkte ergattern sollte.
Bericht von: Hermann Graßl | Foto: Eishockey-online (Archiv)
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