
DEB: Deutschland behält gegen die Slowakei ein zweites Mal die Oberhand
Im Curt-Frenzel-Stadion zu Augsburg fand das zweite Vorbereitungsspiel zwischen der Slowakei und Deutschland statt.
Deutschland wollte nach dem ersten Testspielerfolg gegen die Slowakei im Back zu Back Match die aufsteigende Form bestätigen und die Slowaken auch ein zweites Mal in die Schranken verweisen. Mit Alexander Blank freute sich ein Akteur des AEV vor heimischem Publikum auflaufen zu dürfen. Leon Hungerecker von den Fischtown Pinguins hütete das Gehäuse. Insgesamt nahm Headcoach Harry Kreis wenige Veränderung im Vergleich zum ersten Spiel vor.
Die Slowakei bot nahezu die identische Aufstellung für dieses zweite Testspiel gegen Deutschland auf. Die bisherigen Begegnungen mit der deutschen Nationalmannschaft waren stets hart umkämpfte Spiele.
Munteres erstes Drittel beider Teams
Die Tschechen begannen konzentriert und ließen der deutschen Mannschaft wenig Raum zur Entfaltung. Dann kam die DEB-Auswahl in den Genuss eines ersten Powerplays, welches sehr gut aufgezogen wurde. Leider konnte man sich nicht für den hohen Aufwand belohnen, doch das nächste Überzahlspiel folgte unmittelbar danach, auch wenn man nach nur 15 Sekunden selbst eine Strafe einbrockte. Der deutsche Keeper Leon Hungerecker konnte gleich drei Mal hintereinander auszeichnen. Die Slowakei betrieb ein effektives Forechecking und Tim Fleischer vergab eine Top Chance.
Beide Teams zeigten ein gutes und zielstrebiges Offensiv Hockey, was den Fans viel Spaß bereitete. Beim Backcheck erwiesen sich die Gäste als vorbildlich und gaben den Hausherren einige Probleme beim Spielaufbau. Die deutsche Auswahl konnte sich auf ihren Keeper verlassen, der einige Mal in höchster Not parierte. Zu viele Turnovers musste das deutsche Team tunlichst vermeiden, denn beim Konterspiel erwies sich die Slowakei als brandgefährlich.
Hüttl: „Wir hatten guten Start, wir spielen einfaches Eishockey. Wir wissen was wir zu tun haben.“
Blitzstart für die DEB-Auswahl, die in Führung bleibt
Auch zu Beginn des Mittelabschnitts startete die Slowakei besser mit dem ersten Abschluss, doch in der 23. Spielminute erzielte Alex Karachun nach einem feinen Spielzug den Führungstreffer. Mit diesem frühen Treffer belohnte sich die deutsche Nationalmannschaft für ein bislang solides Match. Spielerisch hatten die Slowaken im zweiten Drittel bisher mehr Schwierigkeiten, tauchten aber immer wieder gefährlich vor dem deutschen Goalie auf, der seinen Kasten jedoch weiter sauber hielt.
Auch das dritte Powerplay konnte Deutschland nicht in Zählbares ummünzen, ganz im Gegenteil, die Slowakei hätte beinahe bei zwei Kontern selbst ein Tor erzielen können. Die DEB-Auswahl erhöhte dann den Druck gegen die Gäste und nur das Gestänge rettete für den slowakischen Keeper. In der 37. Spielminute netzte der bei den Augsburger Panther unter Vertrag stehende Fabrizio Pilu dank einer sehenswerten Kombination unhaltbar zum 2 zu 0 ein. Dies war für die heimischen Fans ein echter Leckerbissen. In der 40. Spielminute konnte die Slowakei in Person von David Romanak verkürzen, wobei die Zuordnung in der deutschen Hintermannschaft für einen Moment nicht stimmte.
Dieses Gegentor fiel zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.
Pilu: „Es freut mich, dass ich gerade hier getroffen habe. Es ist ein hart umkämpftes Spiel. Unsere Breakouts waren sehr gut. Wir müssen weg von der Strafbank bleiben und genauso weitermachen.“
DEB-Auswahl fährt den Sieg ein
Wie würde die Slowakei reagieren bzw. würde das Team den Schwung vom späten Anschlusstreffer samt Momentum mitnehmen? Die deutsche Auswahl hielt weiterhin den Vorwärtsgang aufrecht und demonstrierte erneut im Powerplay sehr gute Ansätze, blieb indes am Ende glücklos. Die Slowakei musste bald mehr riskieren und nahm das Heft des Handelns ab der zweiten Hälfte des Schlussabschnitts immer mehr in die Hand.
Dann gab es einen Videobeweis nach einem harten Check von Alexander Karachun an der Bande: er bekam eine Spieldauerstrafe aufgebrummt und nun hatte die Slowakei die dicke Gelegenheit, das Spiel zu drehen oder zumindest auszugleichen. Diese Strafzeit wegen Kniechecks war gerechtfertigt und kam zur Unzeit. Doch die Gäste schadeten sich dann selbst wegen Unsportlichkeit. Insbesondere einem Führungsspieler und Kapitän wie Fasko-Rudas durfte so ein Lapsus nicht passieren, denn mit dieser Aktion beraubten sich die Slowaken selbst einer großen Möglichkeit für Wende.
Die Slowakei ging All in und zog den Keeper und die Sekunden verrannen. Es war an Dramatik kaum noch zu überbieten, doch Leon Hungerecker blieb der Turm in der Abwehrschlacht. Knappe drei Sekunden vor der Schlusssirene setzte Tim Brunnhuber im Fallen mit dem Empty Netter den Decker auf diese Partie drauf.
Kreis: „Leon Hungerecker hat uns im Spiel gehalten und hat sehr gut gespielt. Wir erlebten ein schweres Spiel, die Slowakei hat gut gekämpft und wir agierten im zweiten Drittel zu langsam. Der Zusammenhalt ist im Team sehr gut. Schweren Herzens werden wir uns von ein paar Spielern verabschieden.“
WM-Vorbereitung, 25.04.2026
Deutschland – Slowakei 3:1 (0:0|2:1|1:0)
Tore:
1:0 |23.| Alexander Karachun (Chrobot)
2:0 |37.| Fabrizio Pilu (Chrobot)
2:1 |40.| David Romanak (Valach)
3:1 |60.| Tim Brunnhuber EN
Best Player of the game:
Team Deutschland: Leon Hungerecker
Team Slowakei: Adam Ziak
Bericht von: Hermann Graßl | Foto: DEB / City-Press GmbH
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