Meisterbanner, neue Spielregeln und ein erfolgreicher Start für die Eisbären Berlin

18.September 2026DEL

Vor 13.422 Zuschauern eröffneten die Eisbären Berlin gegen die Straubing Tigers die neue Eishockey-Saison der PennyDEL. Die Banner-Zeremonie zur Feier des 12. Meistertitel von 2025/2026 versetzte Fans und Spieler der Berliner in Motivation.

Beide Mannschaften benötigten einige Minuten, um zurück zu ihrer Stärke auf dem Eis zu finden. Das anfängliche langsame Spiel versuchten die Berliner schnell zu drehen und setzten in der dritten Spielminute einen Torversuch. Goalie Jakub Skarek wehrte den Puck der Eisbären jedoch erfolgreich ab. Als Antwort versuchten die Straubing Tigers, nach vorn zu drücken, erzielten allerdings keinen Abschluss.

Berlin zog den Goalie und setzte dafür einen sechsten Spieler auf die Eisfläche. Anstelle eines Tores fielen jedoch die ersten Strafen der Saison, rund 7 Minuten nach Spielbeginn. Für die Spielernummer 86, Skyler McKenzie der Straubinger Tigers durfte wegen Stockschlags die Strafbank für zwei Minuten hüten. Eine zweiminütige Bankstrafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis erhielt die Spielernummer 93, Leo Pföderl, Eisbären Berlin.

Straubing drückt erneut zum Tor, erhielt eine wahnsinnige Torchance, doch Jack LaFontaine hielt die Scheibe. Nach dem ersten Powerbreak behielt Straubing die Kontrolle über den Puck. Berlins Goalie LaFontaine kann den weiteren Versuch von Straubing, den Puck in das Netz zu donnern, jedoch abwehren. Anfänglich aus Protest zu Donnerstagsspielen ausgesetzte Fangesänge untermalten nun das Eishockeyspiel.

Berlin versuchte sein Glück am Tor, Straubing ebenfalls, beide jedoch vorbei. Die Stimmung heizte sich sichtlich nicht nur neben dem Eis, sondern auch auf dem Eis an. Das Spiel nahm schon nahezu einen Wechsel, beide Mannschaften legten deutlich mehr Tempo auf das Eis.

Ein längeres Hin und Her des Pucks führte vorerst zu keinem veränderten Spielstand. 3:33 Minuten zeigte die Uhr, als Manuel Wiederer die Anzeige des Videowürfels mit 78 km/h auf 1 zu 0 für die Eisbären Berlin donnerte. Mit einem queren Pass von Brandon Davidson setzte er die Vorlage in das Tor der Straubinger Mannschaft. Die Tigers versuchten sich an einem Konter, kassierten statt eines Tores aber erst einmal eine erneute Strafe. Dieses Mal erwischte es Adrian Klein, wegen unnötiger Härte.

Berlin nutzte die Gunst der Stunde und baute sich in Überzahl vor dem Tor auf, konnte jedoch kein weiteres Tor vor der ersten Drittelpause erzielen Mit einem starken Start kam die Berliner Mannschaft zurück auf das Eis.

Nach nur knapp 2 Minuten schoss Tormagnet Liam Kirk das 2‑zu‑0 für die Eisbären. Ty Ronning setzte hierfür die perfekte Vorlage. Max Bleicher wollte dies nicht so stehen lassen und versuchte einen weiteren gescheiterten Schuss auf das Tor. Aber jetzt hielt die Torumrandung den Puck ab. Adam Smith durfte sich nach 6 Minuten im zweiten Drittel zum Abkühlen auf die Strafbank begeben. Sein Eishockeyschläger zwischen den Beinen von Tyler Madden führte zum Beinstellen. Straubing ließ nicht locker und drückte den Puck wieder zu Goalie LaFontaine, erneut vergeblich. Andreas Eder zog sich mit einem Stockschlag gegen Marcel Brandt die nächste Strafe zu und wechselte für zwei Minuten in die Kühlbox zu seinem Kollegen Smith.

In Überzahl schoss Spencer Kersten die schwarze Scheibe in Richtung Kasten, doch Berlins Goalie wehrte mit dem Schläger ab. Joseph Duszak feuerte aus dem rechten Bullykreis ab und brachte die Maske vom Goalie zum Fliegen, was eine kurze Unterbrechung nach sich zog. Nahezu im fliegenden Wechsel mit Andreas Eder machte nun Jonas Müller zwei Minuten Pause auf der Strafbank. Mit 14 zu 6 Torschüssen versuchte Berlin emsig weiter, das Torergebnis zu erhöhen.

Zum zweiten Mal durfte Adrian Klein auf die Strafbank. Zur Abwechslung war es nun wegen Stockschlags. Nach dem Erobern der Scheibe in eigener Zone zog Liam Kirk einen traumhaften Querpass vor das Tor. Torjäger Ty Ronning nahm die Scheibe und setzte sie wie ein Zuckerschlecken in das Tor. 3 zu 0 für die Eisbären Berlin. Ganz knapp schoss Adam Smith das 4 zu 0 am Tor vorbei.

Die Straubing Tigers gingen mit wenig Oberhand auf dem Spielgeschehen in die zweite Drittelpause. Berlin hingegen hielt die Motivation vom Ende der vergangenen Saison in den Händen. Ziemlich ereignislos starteten beide Mannschaften in das letzte Drittel dieser Partie. Spencer Kersten und auch Alex Green erlangten auf das Berliner Tor keinen Erfolg.

Die schwarze Scheibe wechselte zwischen den einzelnen Spielern stark hin und her, der Videowürfel blieb jedoch weiterhin auf 3 zu 0, zugunsten der Eisbären. 10 Minuten vor Spielende schoss Ty Ronning zu Liam Kirk, der Puck kam jedoch nicht an Goalie Skarek vorbei. Beide Goalies wehrten erfolgreich weitere potenzielle Tore ab. Neun Minuten vor Ende des Saisoneröffnungsspiels eroberten die Straubing Tigers den Puck. Adrian Klein schlängelte den Puck unter dem Schoner von LaFontaine hindurch und lochte ein. Neuer Spielstand: 3 zu 1. Danjo Leonhardt holte sich wegen Stockschlag zwei Strafminuten. Nur eine Minute später durfte Gabriel Fontaine auf die Strafbank, wegen Stockcheck gegen Marcel Brandt.

Der neue Berliner Goalie LaFontaine hält seine Fanghand perfekt und verhindert somit das nächste Tor für die Niederbayern. Weiterhin mit der Oberhand über dem Spielgeschehen donnert Kersten erneut aufs Tor, wieder ohne Erfolg. Nur drei Minuten vor Spielende gelingt es Stefan Loibl mit einem Anschlusstreffer, den Spielstand zu erhöhen, und er setzte das verdiente 3 zu 2. Kurz darauf zieht Straubings Trainer Craig Woodcroft den Goalie und legt alle Hoffnung in einen sechsten Spieler auf dem Eis. Was anfänglich nach einem Erfolg aussah, wendete sich zügig. Liam Kirk nahm die Scheibe an sich und rauschte zum leeren Gegentor. Mit satten 106 km/h bretterte er den Puck in das Geistertor und setzte den Gewinner-Spielstand auf 4 zu 2.

Bericht von: Patricia Gradl | Foto: Citypress

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