Spitzenspiel mit vorzeitigem Weihnachtsgeschenk für die Nürnberg Ice Tigers

7.Oktober 2026DEL

Das Spitzenspiel am Sonntag rieb die Nerven so mancher Eishockey Fans auf. Ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk, Strafzeiten und ein Hit mit Verletzungsfolge untermalten das Spiel in der Hauptstadt.

Ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk für Nürnberg
Das Spitzenspiel der Eisbären Berlin gegen die Ice Tigers Nürnberg startete sehr intensiv. Greg Meireles versuchte nach dem ersten Bully die schwarze Scheibe an Heimgoalie Jonas Neffin vorbeizubringen. Zuletzt glänzte dieser mit zwei Shutouts. Die Franken behielten die Oberhand im ersten Drittel der Sonntagspartie. Korbinian Geibel wollte dies nicht auf sich sitzen lassen und versuchte seinen ersten Torschuss aus dem Bullykreis direkt auf das Tor.

An Gästegoalie Niklas Treutle war jedoch kein Vorbeikommen. Die Berliner Mannschaft biss sich vor dem Tor der Gäste fest. Yannick Veilleux passte den Puck in einem 2-auf-1 quer zu Jean-Luc Foudy. Dieser zog ab, brachte die Scheibe aber nicht in den Kasten. Weitere Torversuche änderten vorerst nichts an der Anzeigetafel, trotz dem aggressiven Spiel der Hauptstädter. Eine angezeigte und gleichzeitig gepfiffene Strafe gegen Berlin ließ Jonas Neffin den Puck von Evan Barratt durchrutschen.

Deutlich hörbar führte das bei den Berliner Fans zu Unmut. Per Videobeweis wurde diese Situation überprüft: die Ice Tigers Nürnberg gingen mit 1 zu 0 in Führung. Die zuvor angezeigte Strafe gegen die Eisbären Berlin war damit aufgehoben. Weitere Torversuche beider Mannschaften blieben im ersten Drittel erfolglos.

Jonas Neffin mit riskantem Ausflug
Ein riskanter Ausflug von Jonas Neffin aus dem Tor führte zu einer riesigen Torchance für Samuel Dove-McFalls. Zur Freude der Eisbären verfehlte der Puck das Tor. Wie in den ersten zwanzig Minuten ging es auch im mittleren Drittel spannend weiter. Der Wechsel der dominanten Oberhand brachte das Spielgeschehen so richtig in Fahrt. Austin Magera mit der Spielernummer 19 lieferte sich mit Manuel Wiederer, Nummer 21, eine kurze Schubserei, was beide für zwei Minuten auf die Strafbank beförderte.

Die Nürnberg Ice Tigers gaben alles, um ihren ersten Tabellenplatz nicht räumen zu müssen. In der 31ten Spielminute wurde dieses Ziel der Franken nochmals vorangetrieben.

Liam Kirk nahm die schwarze Scheibe an sich, passte über die Bande zu Andreas Eder. Er schickte den Puck mit einem Onetimer in das rechte Eck, vorbei an Niklas Treutle, was den ersehnten Ausgleich für die Eisbären Berlin ergab und den Spielstand auf 1 zu 1 anhob. Ein weiteres potenzielles Tor von Manuel Wiederer endete am Außennetz. Der Drang, die Anzeigetafel für sich zu erhöhen, spornte die Eisbären weiter an.

Austin Magera erhielt eine zweite Strafe wegen Stockschlags und wanderte für zwei Minuten in die Kühlbox. Nikolaus Heigl saß wegen Spielverzögerung zwei Minuten lang auf der Strafbank ein. Im Powerplay gelang es Berlin den entscheidenden Treffer zu erzielen. Ein Hin und Her der Scheibe zwischen den Berliner Spielern brachte den Puck zu Ty Ronning.

Dieser erhöhte seine Top Scorer Punkte und donnerte das 2 zu 1 für die Eisbären Berlin in den Kasten. Ryan Jones und Frederik Tiffels gerieten im Anschluss an das Tor aneinander und durften wegen unnötiger Härte das Eis für 2 Minuten verlassen. Niklas Treutle beendete das mittlere Drittel mit zwei starken Saves.

Ein Hattrik kommt selten allein
Das letzte Drittel startete sogleich mit der Sirene für weitere Strafen. William Dufour und Jonas Müller erhielten je 2 + 2 Minuten Strafzeit. Zwei Minuten gespielt fiel auch schon die nächste große Strafe: 2+ Disziplinarstrafe. Julius Karrer erlaubte sich einen Kniecheck gegen Manuel Wiederer mit Verletzungsfolge. Danach fanden die Hauptstädter nur schwer in die Powerplayformation, sie ließen sich zunächst die Scheibe immer wieder abluchsen.

Frederik Tiffels probierte sich am Tor vom Nürnberger Goalie, dieser hielt ordentlich dagegen und verhinderte das Erhöhen des Spielstands.

Samuel Dove-McFalls wagte sich nach einem Befreiungsschlag in Unterzahl ergebnislos an Jonas Neffin. Das Spitzenspiel zwischen den Tabellen Erst- und Zweitplatzierten wurde noch einmal richtig intensiv. Umso mehr Druck aufgebaut wurde, schlichen sich weitere Fehler ein. Yannick Veilleux geriet mit Greg Meireles mit den Schlägern aneinander, sie durften für zwei Minuten die Strafbank hüten.

Eine weitere kleine Strafe fing sich Andreas Eder wegen Beinstellen ein. Leonhard Pföderl traf nur die Latte, Sekunden später krallte sich Liam Kirk den Puck und setzte seinen dritten Assist. Nur vier Minuten vor Ende des Sonntagsspiels erhöhte Ty Ronning erneut seine Punkte mit dem abgelegten Puck von Kirk und hübschte den Videowürfel zu einem 3 zu 1 auf.

Wenige Sekunden vor Schluss lochte Ty Ronning die kleine schwarze Scheibe zum dritten Mal, diesmal in das leere Netz der Ice Tigers, ein. Mit dem Empty-Netter schoss er das Endergebnis auf ein 4 zu 1.

Stimmen:
Eˆric Dubois: “Wir haben gegen eine wirklich starke Mannschaft gespielt. Die ersten zehn Minuten des Mitteldrittels haben mir nicht gefallen. Wir haben Nürnberg zu viele Freiheiten gelassen, dadurch kamen die Ice Tigers zu wirklich guten Situationen. Im dritten Drittel hatten wir eine etwas kurze Bank, das haben wir aber gut gemanagt. Jonas Neffin möchte ich noch einmal besonders hervorheben.

Nachdem er ein Weihnachtsgeschenk an Nürnberg verschenkte, blieb er unglaublich fokussiert und fand zurück in das Spiel. Er machte viele wichtige Safes.”

 

Eisbären Berlin – Ice Tigers Nürnberg 4:1

Tore:
0:1|12.|Evan Barratt (Jake Ustorf, Ryan Jones)
1:1|31.|Andreas Eder (Liam Kirk, Yannik Veilleux)
2:1|39.|Ty Ronning (Liam Kirk)
3:1|55.|Ty Ronning (Liam Kirk)
4;1|60.|Ty Ronning
Zuschauer:14.075

Bericht von: Patricia Gradl | Foto: Patricia Gradl

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