
Löwen Frankfurt geben alle Punkte an die Straubing Tigers ab
Das war 40 Minuten lang deutlich zu wenig von den Löwen Frankfurt. Doch es lag mehr an den Gästen, die zum einen lange Zeit spielbestimmend waren und eine gute Abwehrarbeit vor Goalie Jakub Skarek verrichteten. So war es schwer für die Hessen, Zugriff auf das Spiel zu bekommen und so konnte nur einmal gejubelt werden. Straubing brachte eine kompakte Leistung auf das Eis und fuhr einen weiteren ungefährdeten Sieg ein.
Unspektakulärer Kampf
Die Highlights im ersten Drittel waren auf beiden Seiten gleich verteilt, aber auch zugleich Mangelware im Spiel. Es war mehr ein Kampf in verschiedenen Zonen. Frankfurt verspielte ein Powerplay komplett und tat sich bei einem im Abschluss zu schwer, um Skarek im Tigers Tor unter Beschuss zu nehmen. Straubing machte es in Überzahl besser. Die Hausherren konnten sich nicht behaupten und Varejcka sah den völlig freistehenden Jamieson Rees. Der Direktschuss landete genau im langen Eck zur Führung für die Niederbayern, die auch bis zur Pause standhielt.
Alles im Griff
Schon früh im zweiten Abschnitt zeigten die Gäste, dass es heute schwer wird, durch ihre Abwehr zu kommen. Zwar ging offensiv auch nicht so viel, aber hinten ließen die Tigers erst mal keine Schüsse zu. Frankfurt wurde erst in den letzten fünf Minuten ein paar mal gefährlich vor dem Tor gesichtet und da musste Jakub Skarek einmal seinen Reflex auspacken, sonst wäre der Ausgleich durch Ty Glover gefallen. Doch die Abschlussschwäche war ein großer Faktor bei den Hessen. Straubing traf wenigstens einmal trotz magerer Möglichkeiten. Skyler McKenzie sorgte für das 0:2 zum Pausentee. Vorher aber lieferte er sich noch ein kommunikatives Duell mit Fabio Klose, dass für beide auf der Strafbank endete.
Am Ende waren die Straubing Tigers oben auf – Foto: City-Press
Schnell war Ruhe
Wenn es in diesem Spiel einen wichtigen psychologischen Zeitpunkt gab, dann war es die 43. Spielminute. Frankfurt hatte sich viel vorgenommen für das letzte Drittel und Marcel Brandt entpuppte sich beim 0:3 als Spielverderber. Er stibitzte sich den Puck an der blauen Linie und zog ab ins lange Eck. Die Halle war erst mal leise, aber die Löwen bewiesen Moral. Das nächste Powerplay war zwar nicht besonders gut gespielt, dennoch traf Michael Joyaux konnte als erster Skarek überwinden. Das bedeutete für Coach Tom Pokel, drei Minuten vor dem Ende seinen Torhüter zu ziehen und Frankfurt drückte auf den Anschluß. Ein Puckverlust reichte jedoch aus, um sich das 1:4 durch Nick Halloran einzufangen.
Die Löwen Frankfurt bleiben mit dieser Niederlage auf Platz 12 und spielen am Sonntag erneut zu Hause gegen den Tabellennachbarn Iserlohn. Straubing darf in zwei Tagen beim Kids-Day um 14 Uhr gegen die Grizzlys Wolfsburg ran, die bereits am Donnerstag zwei Punkte gegen Krefeld holen konnten.
Löwen Frankfurt – Straubing Tigers: 1:4 (0:1 | 0:1 | 1:2)
0:1 |18.| Jamieson Rees (Varejcka, Loibl) – PP 1
0:2 |25.| Skyler McKenzie (Brandt, Zimmermann)
0:3 |43.| Marcel Brandt (Jentzsch)
1:3 |20.| Michael Joyaux (Biro) – PP 1
1:4 |58.| Nick Halloran (Rees) – Empty Net
Zuschauer: 6.148
Bericht von: Markus Altmann | Foto: City-Press
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