
Starke Kölner Haie holen sich bei den Straubing Tigers weiteren Sieg
Das war nicht der Abend der Straubing Tigers gegen starke Kölner Haie. Die Gäste wussten über weite Strecken, wie man erfolgreich das Spiel der Tigers zerstören kann. Zugleich konnten die Rheinländer eine komfortable 0:3 Führung mit ins letzte Drittel nehmen. Straubing gab sich zu keiner Zeit geschlagen und bekam kurz vor Ende des Spiels sogar die Chance auf den Ausgleich. Den Unterschied an diesem Abend machten auf Gäste Seite Goalie Hirvonen sowie Aubry und Fischbuch, die an drei der fünf Toren beteiligt waren. Mit dem Sieg rücken die Haie immer mehr an die Top sechs heran, wo sich die Tigers ebenfalls befinden.
Bully Bully Tor Tor Tor
Einige Fans am Pulverturm, die diesen alten Schlachtruf noch kennen, fühlten sich beim 0:2 durch Luis-Marc Aubry in alte Zeiten zurückversetzt. Vom Bullypunkt aus traf Aubry überraschend ins obere Eck. Nur acht Sekunden vorher ging Köln durch einen perfekt herausgespielten Konter mit 0:1 in Führung. Daniel Fischbuch konnte den Queerpass von Kammerer optimal verwerten. Fischbuch hatte sogar noch einen weiteren Treffer auf dem Schläger, als Brandt den Puck vor seinem Goalie Skarek unnötig verlor. Insgesamt war es nicht das Drittel der Tigers, die sich mit der taktischen Gangart der Gäste äußerst schwer taten. Den einzigen Lichtblick für die Hausherren konnte Spencer Kersten setzen. Sein Nachschuss wurde nur Zentimeter vor der Linie gekratzt.
Alles im Griff
Die Haie hatten auch im zweiten Abschnitt weitestgehend alles im Griff. Vor allem hatten sie Zugriff auf ihr Spiel und ihre schnellen Spielzüge. Das war aber nur ein Problem für die Straubinger, die auch mit dem aggressiven Forechecking der Gäste immer wieder vor Probleme gestellt wurden. Mit dem ersten Überzahlspiel für die Domstädter klappte es auch mit dem 0:3 durch Frederik Storm. Die Niederbayern investieren nun mehr in die Zweikämpfe und dafür sprangen einige Möglichkeiten heraus. Das Tor durch Spencer Kersten wurde zurecht wegen Torraumabseits aberkannt und Nick Halloran war knapp davor ‘Goalie Hirvonen’ zu überwinden. Aber der Goalie der Haie zeigte eine tadellose Leistung.
Am Ende reicht es nicht
Den Tigers merkte man an, dass sie im letzten Abschnitt noch einmal alles versuchen wollten. Madden, Loibl und Varejcka vergaben gleich in den ersten Minuten beste Chancen. Kurze Zeit später traf dann Stefan Loibl zum 1:3. Duszak bereitete das Tor von der Seite aus mit großer Übersicht vor. Doch Köln ließ sich nicht beeindrucken. Ein Billiard Tor durch mehrere Beine und an mehreren Schläger vorbei nutzte Luis-Marc Aubry zu seinem zweiten Treffer und stellte die Partie auf 1:4. Es schien alles geregelt zu sein, aber Straubing machte noch nicht Schluss. JC Beaudin konnte einen Querpass von Halloran über Madden zum 2:4 nutzen und die Stimmung kehrte zurück. Beim letzten Powerplay für die Gastgeber ging Coach Woodcroft All In und mit zwei Mann mehr auf dem Eis drückte Alex Green den Puck zum 3:4 über die Linie. Straubing versuchte alles, aber ein kleiner Abspielfehler konnten die Haie durch Juhani Tyrväinen bei leerem Tor zum 3:5 Endstand nutzen.
Frederik Storm erzielt im Powerplay das 0:3 – Foto: City-Press
Stimmen zum Spiel:
Thomas Berglund (Haie): “Es war ein gutes Spiel mit einer tollen Atmosphäre. Wir haben zwei schnelle Tore gemacht, was unserem Spiel entgegengekommen ist. Straubing ist dann im zweiten Drittel zu mehr Möglichkeiten gekommen, aber wir konnten ein gutes Überzahlspiel nutzen. Ich bin glücklich über den Sieg, aber im letzten Abschnitt haben wir den Tigers zu viel Zeit für ihr Spiel gegeben und wurden selbst immer passiver.”
Craig Woodcroft (Tigers): “Wir sind gar nicht gut ins Spiel gekommen und waren vielleicht auch nicht Bereit dafür. Die ersten beiden Gegentore sind aus Situationen am Bully entstanden. Man kann nicht erwarten Köln zu schlagen, wenn man am Bully nicht bereit ist. Man muss so ein Spiel anders angehen und zu viele Spieler waren heute nicht auf ihrem Level. Positiv ist, dass wir uns im letzten Drittel wieder zurückgekämpft haben, aber drei Tore aufzuholen ist nicht leicht.”
Straubing Tigers – Kölner Haie: 3:5 (0:2 | 0:1 | 3:2)
0:1 |06.| Daniel Fischbuch (Kammerer, Ljungh)
0:2 |06.| Luis-Marc Aubry
0:3 |25.| Frederik Storm (Fischbuch, Kemiläinen) – PP 1
1:3 |45.| Stefan Loibl (Duszak, Rees) – PP 1
1:4 |48.| Luis-Marc Aubry (Fischbuch)
2:4 |54.| JC Beaudin (Halloran, Madden)
3:4 |59.| Alex Green (Loibl, Duszak) – PP 1 – EN
3:5 |60.| Juhani Tyrväinen (Russel, Austin) – EN
Zuschauer: 5.129
Bericht von: Markus Altmann | Foto: City-Press
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