Nürnberg Ice Tigers schenken eine zwei Tore Führung her

26.November 2023DEL

In der Arena Nürnberger Versicherung empfingen die dort heimischen Ice Tigers die Löwen aus Frankfurt.  Während die Franken die acht Mal in Folge verloren, waren die Löwen Frankfurt in den letzten fünf Matches drei Mal siegreich. Insbesondere machten die Hessen mit ihrem deutlichen Auswärtserfolg in Bremerhaven auf sich aufmerksam.

Die Löwen Frankfurt nisteten sich mittlerweile in den Top zehn der Liga ein und wollten mit einem Erfolg unter die ersten sechs klettern. Die Nürnberg Ice Tigers waren erpicht, den Abstand zum Kellerkind Iserlohn zu wahren und auf Tuchfühlung zu den Pre-Playoff Rängen bleiben. Beim Team um Headcoach Tom Rowe kehrte Jake Ustorf für Evan Barratt ins Line-Up zurück und Leon Hungerecker hütete das Gehäuse. Laut Sportdirektor Stefan Ustorf spielt momentan die mentale Verfassung der Mannschaft eine entscheidende Rolle.

Fleischer legt vor

Das erste Drittel war geprägt von einer Strafzeitenflut auf beiden Seiten, sodass kein richtiger Spielfluss aufkommen konnte. Nachdem beide Teams jeweils vier Mal in der Kühlbox Platz nehmen mussten, traf Tim Fleischer in der 13. Spielminute zur Führung seiner Ice Tigers. Die Löwen Frankfurt waren stets brandgefährlich bei ihren Kontern und konnte sich auf die bewährten Fangkünste ihres Goalies Joe Cannata verlassen. In der letzten Spielminute mussten zwei Löwen Akteure auf die Strafbank. Die Nürnberg Ice Tigers konnten erst Mal kein Kapital aus dieser doppelten numerischen Überlegenheit schlagen und so ging es mit einem hauchdünnen aber hochverdienten Vorsprung in die Kabine. Die Gastgeber demonstrierten bislang eine tolle kämpferische und spielerische Leistung, was ihre Fans honorierten.

Kechter erhöht, Kunyk mit Doppelpack

Zu Beginn des Mittelabschnitts befanden sich die Nürnberg Ice Tigers noch für 63 Sekunden in doppelter Überzahl, welche jedoch wirkungslos verpuffte. Nachdem weiter munter Strafen gezogen wurden von beiden Seiten, erhöhte Roman Kechter mit einem trockenen Handgelenkschuss in der 25. Spielminute auf 2:0. Neuzugang Ian Scheid markierte einen Assist. Die Löwen Frankfurt reagierten und verkürzten nur knapp eine Minute später durch Cody Kunyk. Die Gastgeber schafften es, sich öfters gut in der gegnerischen Zone festzusetzen. Trotzdem sorgte Cody Kunyk mit seinem zweiten Treffer in der 37. Spielminute für den Ausgleich. Beide Tore des Frankfurters waren für Leon Hungerecker unhaltbar. Gemäß der Torschussstatistik sprach alles zugunsten der Hausherren mit 30:15, doch Frankfurt hat sich in die Partie zurückgebissen.

Rowney sichert den Zusatzpunkt

Die Ice Tigers übten weiterhin viel Druck auf den Gegner aus und erspielten sich weitere gute Gelegenheiten. Nürnberg war bestrebt, sich die drei Punkte gegen die Löwen zu sichern. Dementsprechend traten sie als kompakte Einheit auf. Frankfurt holte erneut einen Rückstand auf und hatte schon mal einen Zähler im Paket. Beide Teams begegneten sich im Schlussabschnitt auf Augenhöhe. Schließlich ging es in die Verlängerung, in der sich beide Mannschaften weitgehend neutralisierten. Wegen zu vieler Akteure auf dem Eis mussten die Franken dann in Unterzahl antreten; eine Bankstrafe, die zur Unzeit kam und unnötig erschien. Die komplette Restzeit konnte Frankfurt zu Ende spielen. Jetzt war Goalie Leon Hungerecker gefragt mit seinen Paraden, die er vor allem gegen Maksim Matushkin zeigen musste. Nichtsdestotrotz ergatterten sich die Gäste in Person von Carter Rowney in der 65. Spielminute den Zusatzpunkt.

Die Niederlagenserie der Franken geht weiter, nachdem man eine zwei Tore Führung herschenkte. Frankfurt belohnte sich für die Aufholjagd, auch dank eines drei Punkte Spiels von Cody Kunyk.

Stimmen zum Schluss:

Rowney: „Es war am Ende ein genialer Pass von Cameron. Die Special Teams waren heute entscheidend, die Jungs machten einen super Job. Wir nehmen viel mit aus diesem Wochenende, aber es gibt noch viele Dinge zu verbessern.

Fleischer: “Letztendlich ist es wieder eine Niederlage. Wir spielen sehr gut, schenken es dann aber leicht her. Es war eine dumme Strafe. Wir führen mit zwei Toren, es ist ärgerlich. Wir hatten zwar viele Schüsse, können wir uns aber davon nichts kaufen. Wir müssen effektiver agieren, vor allem zuhause. Wir wissen alle was wir können und wir sehen uns nicht im Keller. müssen es auf dem Eis zeigen und eine Siegesserie starten. ”

Nürnberg Ice Tigers – Löwen Frankfurt 2:3 n.V. (1:0|1:2|0:0|0:1)

Tore:

1:0 |13.| Tim Fleischer (Kislinger, Shaw)
2:0 |25.| Roman Kechter (Scheid)
2:1 |26.| Cody Kunyk (Brace)
2:2 |37.| Cody Kunyk (Matushkin, Cramarossa) PP1
2:3 |65.| Carter Rowney (Brace, Kunyk) PP1

Haupt-Schiedsrichter: Odins (LAT) / Schukies (GER)

Zuschauer: 4.445

Bericht von: Hermann Graßl | Foto: Citypress


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