Augsburger Panther halten die Iserlohn Roosters in Schach

3.Dezember 2023DEL

Am 24. Spieltag der PENNY DEL standen sich im Curt-Frenzel-Stadion die Augsburger Panther und die Iserlohn Roosters gegenüber. Es war für beide Teams ein richtungsweisendes Match angesichts der Tabellenkonstellation. Das erste Aufeinandertreffen entschieden die Fuggerstädter klar für sich, und auch die All time Bilanz sprach klar für Augsburg.

Die Augsburger Panther lieferten sich in Wolfsburg ein dramatisches Match und mussten trotz einer zwei Tore Führung am Ende mit leeren Händen die Heimreise antreten. Im heutigen Duell am 3.12.23 mit dem Kellerkind aus Iserlohn ging es für die Fuggerstädter darum, den Anschluss an die Pre-Playoff Ränge zu halten und die Sauerländer auf Abstand zu halten. Beim AEV fügten sich die finnischen Neuzugänge immer besser ein und trugen zu den letzten Erfolgserlebnissen mit bei. Ihr Oldie und Ikone T.J. Trevelyan erlebte seinen zweiten Frühling und sorgte für viele Scoring Punkte. Markus Keller erhielt beim AEV den Vorzug vor dem verletzten Dennis Endras im Tor. Simon Sezemsky, auch mal bei den Gästen unter Vertrag, absolvierte sein 300. DEL-Spiel. Mit Andrew Leblanc agierte ein ehemaliger Panther auf Seiten der Iserlohner. Drew LeBlanc erhielt vor dem Match seine verdiente Ehrung durch seine seinen ehemaligen Arbeitgeber und wurde von den Fans gebührend gefeiert. Brady Lamb, der extra anreiste, übernahm die Wertschätzung persönlich. Chapeau!

Special Team des AEV früh treffsicher

Es war heute das Brüderduell zwischen Florian und Moritz Elias. Die Fans sorgten gleich mal für eine richtig gute Atmosphäre und der AEV bekam seine erste Powerplay Gelegenheit. In dieser Disziplin war für das Team um Headcoach Christof Kreutzer noch viel Luft nach oben. Gesagt, getan markierte Defender Jordon Southorn in der 3. Spielminute die frühe Führung. Dies war bereits der 103. Gegentreffer der laufenden Saison für die Sauerländer, die langsam besser in die Partie reinkamen. Augsburg scheiterte in Unterzahl am Gäste Keeper Andreas Jenike und die Hausherren hatten zudem eine dreifach-Chance, die sie leichtfertig vergaben. Die Gemüter erhitzten sich dann auf beiden Seiten, es ging auch um sehr viel. Insgesamt sahen die Zuschauer eine Begegnung auf überschaubarem Niveau. Augsburg begann stark, doch es fehlten die weiteren Highlights.

Mäßiger Mittelabschnitt

Trotz höherer Puck Kontrolle, besserer Passquote sowie stärkere Zweikampfquote lagen die Gäste knapp zurück. Statistisch betrachtet war der Mittelabschnitt der beste bei den Hausherren. Das Spiel plätscherte weitgehend ereignisarm dahin, beide Mannschaften waren sichtlich bemüht, Zählbares zu generieren. Die Hausherren nahmen zu viele Strafen und ermöglichten somit die Sauerländer immer wieder dazu, Gelegenheiten zu kreieren. Beide Teams taten sich schwer, die Initiative zu ergreifen und entscheidende Akzente zu setzen. Beide Goalies zeigten sich hellwach und verhinderten Schlimmeres. Augsburg erhöhte den Druck und erarbeitete sich die klareren Möglichkeiten. Keeper Andreas Jenike bei den Roosters hielt seine Farben weiter im Spiel. Gallionsfigur Trevelyan agierte emsig und zielte auf den zweiten Treffer.

Später Ausgleich, der AEV erzielt den Extrapunkt

Iserlohn war nun gezwungen, mehr zu investieren und die Gäste kamen in den Genuss eines erneuten Powerplays. Irgendwann sollten die Akteure von Headcoach Doug Shedden diese numerische Überzahl zu ihren Gunsten ummünzen. Sie taten sich weiterhin schwer, doch zogen weitere Strafen. Augsburg musste aufpassen, den hauchdünnen Vorsprung nicht doch noch zu verspielen mit der fehlenden Disziplin. Mit den eigenen Fans im Rücken verteidigten die Hausherren mit Mann und Maus sowie einem gut aufgelegten Markus Keller die Führung. Die Powerplayquote der Sauerländer auf fremden Eis bleib weiterhin das zentrale Problem. Was hatten die Roosters noch im Köcher, um hier auszugleichen? Keeper Jenike zeigte dann auch mal eine ungewohnte Unsicherheit. Nun begann die Schlussoffensive von Iserlohn: tatsächlich gelang den Gästen 42 Sekunden vor der regulären Spielzeit der Ausgleich durch Colin Ugbekile. Das Remis nach 60 Minuten war leistungsgerecht, aber schon wieder kassierten die Panther ein spätes Tor wie schon in Wolfsburg.

Nun ging es in die Overtime: Iserlohn hatte nun das Momentum auf seiner Seite nach dem späten Erfolgserlebnis. Den lucky punch markierten hingegen die Augsburger Panther durch den Siegtreffer von T.J. Trevelyan in der 62. Spielminute.

Fazit: Augsburg musste zwar erneut einen späten Treffer hinnehmen, zeigte aber gute mentale Stärke und ergatterte den Extrapunkt. Iserlohn scheiterte wieder an der Chancenverwertung und konnte den Abstand zu Platz 13 nicht verkürzen.

Stimmen zum Schluss:

Kreutzer (HC): „Insgesamt gesehen hat Iserlohn hart gearbeitet, es war das erwartbare schwere Match. Die Gäste kamen gut aus der Kabine, wir müssen uns bei Markus Keller bedanken. Wir haben unsere Chancen nicht genutzt, die Gäste machten einen guten Job. Wir hätten mehr Rebounds nutzen müssen. Die Kampfbereitschaft der Jungs ist bemerkenswert, Hut ab. Wir müssen realistisch bleiben und uns den Rücken freihalten.”

Ugbekile: “Es ist sehr bitter, manchmal ist das halt so. Es fehlten halt die Tore. Wir haben viele Chancen, kriegen aber keinen rein. Hoffentlich geht es bald wieder bergauf. ”

Augsburger Panther – Iserlohn Roosters 2:1 n.V. (1:0|0:0|0:1|1:0)

Tore:

1:0 |03.| Jordon Southorn (Karjalainen, Hakulinen) PP1
1:1 |60.| Colin Ugbekile
2:1 |62.| T.J. Trevelyan (Collins, Mitchell)

Haupt-Schiedsrichter: Iwert / Hinterdobler K.

Zuschauer: 5.512

Bericht von: Hermann Graßl | Foto: Dunja Dietrich


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