
Last-Minute-Sieg: O’Regan erlöst Schwenningen
Schwenningen und Wolfsburg lieferten sich am Abend ein Duell, das in Sachen Spannung kaum Wünsche offenließ. Die Wild Wings gingen zweimal in Führung, die Grizzlys fanden jedoch beide Male eine Antwort. Erst kurz vor der Schlusssirene fiel die Entscheidung – zugunsten der Neckarstädter, die sich für einen mutigen, arbeitsreichen Auftritt belohnten.
Platzer eröffnet, Wolfsburg gleicht aus
Die ersten Minuten gehörten beiden Offensivreihen gleichermaßen: Luis setzte früh ein Ausrufezeichen, im Gegenzug kamen die Wild Wings zu ihrer ersten großen Möglichkeit – doch beide Torhüter waren sofort präsent. In Minute sechs war Schwenningen dem 1:0 bereits nahe, als Hakon Hänelt technisch stark freigespielt wurde, aber am rechten Innenpfosten hängen blieb.
In der 13. Minute folgte schließlich der verdiente Durchbruch: Kyle Platzer traf per herrlichem Direktschuss aus dem Highslot nach feinem Zuspiel von Hakon Hänelt – die 1:0-Führung für die Hausherren. Doch Wolfsburg antwortete schnell: Plötzlich landete die Scheibe auf dem Schläger von Keaton Thompson, der Eriksson zum 1:1 überwand (16.).
Senyshyn legt wieder vor
Der Mittelabschnitt begann furios: Gettinger, O’Regan und Karachun sorgten für einen dominanten Auftakt der Wild Wings, die Wolfsburg früh in die Defensive drängten. Der Druck der Gastgeber wurde so groß, dass die Grizzlys eine Strafe nehmen mussten. Trotz der Überlegenheit hätte es aber beinahe auf der anderen Seite geklingelt, denn Machacek tauchte frei vor Eriksson auf – der Schwenninger Goalie rettete stark im 1-gegen-0 (26.).
Schwenningen blieb spielbestimmend, fand aber mehrmals in Weitzmann seinen Meister, der gegen Larkin und Uvira spektakulär parierte (30.). Die Grizzlys hielten in dieser Phase vor allem über Einzelaktionen dagegen, doch die Wild Wings belohnten sich endlich: Zach Senyshyn arbeitete sich in Minute 37 hartnäckig vor das Tor und drückte die Scheibe zum 2:1 über die Linie. Die erneute Führung war verdient – und Eriksson verhinderte kurz darauf mit einem weiteren Big Save gegen Machacek den direkten Ausgleich.
Später Befreiungsschlag durch O’Regan
Der Schlussabschnitt brachte sofort den Rückschlag: Bereits in der 41. Minute spielten Feser und Lambert einen Angriff traumhaft aus, sodass Wolfsburg erneut den Ausgleich erzielte – 2:2. Doch Schwenningen reagierte mit Tempo und Wille: Platzer scheiterte anschließend knapp im kurzen Eck, Marshall verpasste den Rebound nach Larkin-Schuss, und mehrfach war Weitzmann im Gehäuse der Grizzlys zur Stelle.
Das Spiel wogte nun hin und her. Eriksson sorgte für ein Highlight, als er die Scheibe hinter dem eigenen Rücken abwehrte (47.), während die Wild Wings wenige Sekunden später das vermeintliche sichere 3:2 liegen ließen – drei klare Einschusschancen, und das Tor blieb vernagelt. O’Regan traf in der 50. Minute nur den Außenpfosten, Hungerecker verzog knapp, und auf der anderen Seite mussten Schinko und Lynch anerkennen, dass Eriksson an diesem Abend kaum zu überwinden war.
Dann die 59. Minute: Ein Moment für die Emotionen einer ganzen Arena. Danny O’Regan schaltete vor dem Tor am schnellsten und versenkte die Scheibe zum umjubelten 3:2-Siegtreffer. Der späte Punch entschied ein packendes Spiel, in dem die Wild Wings den längeren Atem hatten.
Bericht von: BM | Foto: Archivbild / citypress
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