
Fischtown Pinguins Bremerhaven bezwingen die Iserlohn Roosters nach Penalty Schießen
In der Eisarena Bremerhaven empfingen die dort heimischen Fischtown Pinguins am 36. Spieltag die Iserlohn Roosters.
Die Fischtown Pinguins arbeiteten sich zuletzt stetig nach oben und wollten mit einem weiteren Heimsieg den Anschluss an die Top Sechs wahren. Mit drei Siegen aus den letzten fünf Partien tankten die Seestädter ordentlich Selbstbewusstsein für die bevorstehenden Aufgaben. Insbesondere der Erfolg in Ingolstadt war ein Ausrufezeichen.
Die Iserlohn Roosters zeigten sich auch stark verbessert und sammelten kontinuierlich wertvolle Punkte, um doch noch in die Pre-Playoff Ränge hineinzurutschen. Die bisherigen beiden Begegnungen in dieser Spielzeit verlor man zwar gegen die Pinguins, doch der Auftritt im hohen Norden gestaltete sich sehr solide. Zuletzt gab es in 12 Begegnungen 11 Sieg für die Hausherren. Führungsspieler Daniel Fischbuch sowie Eric Cornell konnten heute nicht mitwirken, was die Aufgabe zusätzlich erschwerte.
Christian Wejse on Fire, Iserlohn stellt spät auf Remis
Beide Teams starteten erfolgreich ins neue Jahr 2026 und wollten diese Serie fortsetzen. Beide Kontrahenten schielten in tabellarischer Hinsicht nach oben. Die Hausherren begannen traditionell furios und Andy Jenike musste schon früh sein ganzes Können unter Beweis stellen. Die ersten zehn Minuten gehörten ganz klar den Seestädtern. Die Iserlohn Roosters kamen nur selten zu einem geordnetem Spielaufbau, denn die meiste Zeit spielte sich das Geschehen in der Gästezone ab. Erst nach dem Powerbreak musste auch Heim Goalie Leon Hungerecker eingreifen.
Erstes Powerplay für die Pinguins und in der 14. Spielminute klingelte es schon hinter Andy Jenike: es war ein eingespieltes Set Play mit dem agilen Torschützen Christian Wejse am Ende eines genialen Kombinationsspiels mit einstudierten Laufwegen. Kurz vor Ende des ersten Drittels kamen die Gäste in den Genuss eines längeren Überzahlspiels, da Andy Miele vier Strafminuten aufgebrummt wurden. War dies eine Wende in diesem Match? Zumindest konnten die Sauerländer in der 20. Spielminute ausgleichen in Person von Henrik Törnqvist.
Törqvist: „Bremerhaven kam besser aus der Kabine. Unser Powerplay erwies sich als stark. Wir müssen smarter und genauer agieren, vor allem an der blauen Linie. Wir müssen auch aggressiver spielen und das Momentum mehr in deren Zone verlegen.“
Youngster Büsing zur Stelle
Zu Beginn des Mittelabschnitts durften die Iserlohn Roosters noch knapp eine Minute im Powerplay agieren, was letztlich nichts mehr einbrachte. Die Begegnung wurde nun etwas nickliger, als Taro Jentzsch unglücklich an die Bande krachte und vorsichtshalber in der Kabine verschwand. Diese Aktion wurde von den Schiedsrichtern zu Ungunsten der Pinguins ausgelegt, was den Unmut der Fans heraufbeschwor. Schließlich nutzten die Roosters auch diese Powerplay Konstellation eiskalt aus und drehten die Partie in der 29. Spielminute in Person von Robin Norell.
Die Fischtown Pinguins Bremerhaven taten sich recht schwer gegen hartnäckige Iserlohner, doch exakt in der 30. Spielminute netzte Justin Büsing im Slot zum verdienten Ausgleich ein. Es sollte heute ein hartes Stück Arbeit für die Seestädter werden, die weiterhin viel Zug zum gegnerischen Gehäuse entwickelten, doch immer wieder am aufmerksamen bärenstarken Andy Jenike scheiterten. Es ging munter rauf und runter und vor dem Gehäuse von Leon Hungerecker wurde es in den letzten Sekunden turbulent, als die Scheibe sich hinter ihn fast senkte.
Büsing: „Wir übten viel Druck aus, aber Ende des Drittels war es wild mit zu vielen Ups und Downs. Es ist noch nicht das von Alex Sulzer geforderte A-Game, da müssen wir noch was drauflegen.“
Iserlohn Roosters halten gut dagegen und ergattern einen Punkt
Die Iserlohn Roosters erwiesen sich bislang als gleichwertiger Gegner, obwohl zwischen den beiden Teams satte 23 Punkte lagen vor dem Anpfiff. Bremerhaven war auf dem Papier klarer Favorit, doch in der Liga ging es sehr eng und ausgeglichen zu; jeder konnte jeden schlagen. Im Schlussabschnitt neutralisierten sich beide Teams weitgehend und es mangelte an den hochkarätigen Torgelegenheiten. Unterbrechungen gab es auch wenige und die Zweikämpfe an der Bande wurden sehr intensiv geführt.
Vielleicht entschied schon der nächste Treffer diese umkämpfte Partie, denn nun gab es erneut Powerplay für die Pinguins, welches jedoch verpuffte trotz fast kompletter Eiszeit für den Karawanken-Express. Die Begegnung blieb weiterhin verbissen und keiner wollte den entscheidenden Fehler machen. Es sah gut aus für die Gäste vom Seilersee, hier was Zählbares mitzunehmen. Bremerhaven probierte alles, um doch noch den Lucky Punch zu setzen. Pech für Bruggisser, der Sekunden vor der Schlusssirene noch den Pfosten anvisierte.
Es ging in die Overtime im sehenswerten drei gegen drei Modus: wer hatte mehr Energie im Tank für den Extrapunkt? Die Gäste vergaben dann DIE Top Gelegenheit, als sie ganz allein vor dem heimischen Keeper auftauchten. Es sah nach Penalty Schießen aus, welches die Entscheidung bringen musste: Jeglic traf, Thomas verzog, Krämmer verwandelt eiskalt, Camara vergab und Bremerhaven sichert sich zwei Zähler.
Jenike: „Wir müssen uns nichts vorwerfen, wir haben alles gegeben. Wir machten einen Schritt in die richtige Richtung. Wir sind bei dem Spielverlauf mit dem Ergebnis zufrieden sein. Die Ausfälle tun natürlich weh, es darf aber keine Ausrede sein.“
Wejse: „Iserlohn spielte stark. Wir nehmen gerne den Extrapunkt mit.“
Fischtown Pinguins Bremerhaven – Iserlohn Roosters 3:2 n.P. (1:1|1:1|0:0|0:0|1:0)
Tore:
1:0 |14.| Christian Wejse (Urbas, Jeglic) PP1
1:1 |20.| Henrik Törqvist (Camara, Jentzsch) PP1
1:2 |29.| Robin Norell (Niehus, Thomas) PP1
2:2 |30.| Justin Büsing (Herrmann, Byström)
3:2 |65.| Ziga Jeglic PEN
Haupt-Schiedsrichter: Steingross / Schadewaldt
Zuschauer: 4.767 (ausverkauft)
Bericht von: Hermann Graßl | Foto: City-Press GmbH (Archiv)
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