
Straubing Tigers müssen Heimniederlage gegen Red Bull München einstecken
Die dezimierte Tigers-Truppe von Coach Craig Woodcroft verlangte dem EHC Red Bull München lange Zeit alles ab. Münchens Stärke an diesem Abend war, dass man auf alles, was von den Straubingern kam, eine schnelle Antwort parat hatte. Im letzten Drittel ging der Gameplan von München auf und das Trio Fontaine, Murphy und Hager brachten ihr Team auf die Siegerstraße. Damit befinden sich beide Teams punktgleich hinter den Adler Mannheim und Kölner Haie, die ihre Spiele heute auch gewinnen konnten.
Harakiri in seiner schönsten Form
Für den Zuschauer mögen es gefühlt ca. 50 Abspielfehler gewesen sein im ersten Abschnitt. Gleich verteilt auf beiden Seiten. Das Ergebnis war ebenfalls gerecht verteilt. Elis Hede wuchtete den Puck ins obere Rechteck nach feiner Übersicht von Nicolas Beaudin. 47 Sekunden später bewies Verteidiger Wagner ebenfalls ein gutes Auge und bediente den völlig freistehenden Taro Hirose, der Haukeland überwinden konnte. Es hätten gut und gerne noch ein paar Tore mehr fallen können, denn die Abspielfehler auf beiden Seiten waren schon gravierenden Ausmaßes.
Die Powerplays kommen
Das Spiel wurde nicht großartig unfair, aber es kam eine gewisse Härte von beiden Teams hinzu. München konnte zwei Überzahlspiele nicht nutzen. Das machten die Tigers besser. Mit viel Übersicht bediente Brandt auf der rechten Seite Stefan Loibl. Der musste aus spitzen Winkel ganz genau zielen und Straubing führte erneut. Doch prompt kam die Antwort aus Oberbayern. Bei einem Konter verschätzte sich Haukeland um Zentimeter. Ryan Murphy erkannte die Situation und bugsierte mit seinem langen Schläger den Puck ins halbleere Gehäuse. Im letzten Abschnitt ging es dann erstmal mit vier gegen vier weiter.
München Antwortet
Nachdem beide Teams wieder komplett waren, blieben die Tigers im eigenen Gehege risikofreudiger als München und wurden mit dem dritten Tor durch Tyler Madden. Pokka wusste nicht wohin mit dem Puck, da bereitete Madden eben seinen Treffer im Zusammenspiel mit Halloran selbst vor. Ein weiteres Powerplay blieb ungenutzt. Die Gäste hatten sogar durch Eisenschmid den Ausgleich schon auf dem Schläger. Aber Straubing blieb hinten zu nachlässig. So zog Murphy seine Kreise und fand in Adam Brooks einen dankbaren Abnehmer zum 3:3 Ausgleich. Es begann die entscheidende Phase und hier erzwangen die Münchner ihr Glück. Zuerst sprang der Puck etwas glücklich vor die Füße von Patrick Hager und Minuten später war Gabriel Fontaine entschlossen genug vor dem Tor. Straubing versuchte sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen, aber die Kraft ließ nach und Veit Oswald traf zum 3:6 Endstand ins leere Tor.
Vor dem Tor gab es viel Gesprächsstoff
Stimmen zum Spiel
Oliver David (München): “Straubing ist eines der stärksten Teams der Liga. Sie spielen sehr schnell und talentiert. Du darfst dir kaum Fehler erlauben. Die Tigers gingen in jedem Drittel in Führung und wir konnten schnell wieder antworten, das war sehr wichtig hier in diesem Stadion. Die Energie meines Teams war heute da und wir haben uns an den Gameplan gehalten. Das Penaltykilling ist uns sehr gut gelungen.”
Craig Woodcroft (Tigers): “Wir haben unsere Führungen heute nicht gut gehändelt. Die Fehler in der eigenen Zone haben uns heute sehr weh getan. Ob die Fehler mental waren, weil uns durch acht fehlende Spieler die Durchschlagskraft gefehlt hat, werden wir noch analysieren.”
Straubing Tigers – EHC Red Bull München: 3:6 (1:1 | 1:1 | 1:4)
1:0 |06.| Elis Hede (Beaudin, McKenzie)
1:1 |07.| Taro Hirose (Oswald, Wagner)
2:1 |24.| Stefan Loibl (Brandt, Hede) – PP 1
2:2 |27.| Ryan Murphy (Brooks, Oswald)
3:2 |44.| Tyler Madden (Halloran)
3:3 |48.| Adam Brooks (Oswald, Murphy)
3:4 |52.| Patrick Hager (Fontaine, Murphy)
3:5 |54.| Gabriel Fontaine (McKenna, Hager)
3:6 |60.| Veit Oswald (Ferguson) – EN
Zuschauer: 5.636 (Ausverkauft)
Bericht von: Markus Altmann | Foto: Citypress
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