Höfflin-Doppelpack dreht das Spiel – Wild Wings bezwingen München mit 3:1

28.Januar 2026DEL

Kein Offensiv-Feuerwerk zu Beginn, dafür ein reifer Auftritt mit klarer Linie: Die Schwenninger Wild Wings haben sich in der Helios Arena mit 3:1 (0:1, 2:0, 1:0) gegen Red Bull München durchgesetzt. Entscheidend waren ein Doppelschlag von Mirko Höfflin im zweiten Drittel sowie konsequentes Defensivverhalten und ein stark aufgelegter Joacim Eriksson im Tor.

Taktik vor Tempo – München schlägt im Powerplay zu

Die Anfangsminuten waren von Vorsicht geprägt. München suchte früh den Weg in den Slot (1.), Schwenningen antwortete mit ersten Akzenten über Ben Marshall (5.). Hochkarätige Chancen blieben zunächst Mangelware, obwohl beide Teams immer wieder gefährlich vor das Tor kamen: Brady Ferguson traf das Gestänge (11.), Alexander Karachun scheiterte aus zentraler Position nur hauchdünn (15.).

Kurz vor der Pause nutzten die Gäste dann ihr erstes Überzahlspiel eiskalt: Jeremy McKenna jagte die Scheibe per Handgelenkschuss unhaltbar über die Linie (19.). Der Videobeweis bestätigte die Führung – ein Wirkungstreffer der angesichts des Spielverlaufes aber in Ordnung ging.

Höfflin-Doppelschlag dreht die Partie

Mit Wiederbeginn kippten die Kräfteverhältnisse. Schwenningen übernahm das Kommando, setzte München früh unter Druck und belohnte sich prompt. Zunächst hatte Tylor Spink Pech beim Ausgleichsversuch (23.), dann schlug Mirko Höfflin zu: Am rechten Pfosten lauernd, fand er die Lücke zum 1:1 (24.).

Die Helios Arena war kaum wieder ruhig, da legte Höfflin nach. Nur 83 Sekunden später stand er erneut goldrichtig und verwertete aus kurzer Distanz zum 2:1 (25.). Die Wild Wings blieben dran, spielten mit Tempo und Struktur, während München zunehmend Mühe hatte, Entlastung zu schaffen. Bis zur zweiten Pause blieb es bei der verdienten Führung der Hausherren, denen man zu diesem Zeitpunkt durchaus mangelnde Chancenverwertung ankreiden konnte.

Spink macht den Deckel drauf, Eriksson hält dicht

Red Bull München versuchte im Schlussabschnitt, das Spiel wieder an sich zu reißen, biss sich aber an der gut organisierten Defensive der Wild Wings die Zähne aus. Schwenningen blieb gefährlich, verpasste in Unterzahl sogar den Shorthander (44.).

Die Entscheidung fiel schließlich im ersten Powerplay der Gastgeber: Nach feinem Zuspiel von Zwillingsbruder Tylor vollendete Tyson Spink zum 3:1 (50.). München warf noch einmal alles nach vorne, traf den Pfosten (53.), doch Joacim Eriksson zeigte sich in der Schlussphase mehrfach auf dem Posten – inklusive eines starken Saves kurz vor Spielende in Unterzahl (59.).

Stimme zum Spiel – Mirko Höfflin:

„Die 83 Sekunden im zweiten Drittel haben auf jeden Fall Spaß gemacht. Ich glaube, wir haben im zweiten Drittel einfach ein wenig Selbstvertrauen gefunden, viel Druck gemacht, die Scheiben zum Tor gebracht und uns dafür belohnt. Der Dreier heute war sehr wichtig und es ist gut, mit so einem Sieg in die Pause zu gehen.“

Bericht von: BM | Foto: Archivbild / citypress

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