
Kölner Haie gewinnen enges Viertelfinal-Duell in Schwenningen
Auftakt in die Viertelfinalserie der PENNY DEL – und der hatte es direkt in sich. Weil die Arena in Köln belegt war, mussten die favorisierten Kölner Haie zunächst auswärts bei den Schwenninger Wild Wings ran. Auf dem Papier eine klare Sache: Hauptrundensieger gegen Underdog aus den Pre-Playoffs. Auf dem Eis entwickelte sich jedoch ein intensives, taktisch geprägtes Duell – mit einem knappen, aber nicht 1:0-Erfolg für die Gäste.
Haie effizient – Schwenningen im falschen Moment kalt erwischt
Die Gäste aus Köln fanden zunächst besser in die Partie. Mit strukturiertem Aufbau und viel Scheibenbesitz setzten sie die ersten Nadelstiche, während Schwenningen noch nach Zugriff suchte.
Doch genau in die erste starke Phase der Wild Wings hinein fiel der Führungstreffer: Verteidiger Oliwer Kaski nutzte in der 13. Minute den Platz an der blauen Linie und überwand Joacim Eriksson mit einem platzierten Schuss zum 0:1.
Bitter aus Sicht der Hausherren, denn sie hatten sich gerade in eine Drangphase gearbeitet und mit aggressivem Forechecking erste Akzente gesetzt. Köln blieb jedoch eiskalt – ein Merkmal eines Topteams.
Offenes Spiel, starke Goalies im Fokus
Im Mittelabschnitt entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Schwenningen erhöhte den Druck, zwang die Haie immer wieder zu Fehlern im Aufbau und kam zu guten Umschaltmomenten.
Auf der anderen Seite blieb Köln brandgefährlich, insbesondere über schnelle Außenangriffe und im Powerplay. Doch sowohl Joacim Eriksson als auch Haie-Goalie Janne Juvonen hielten ihre Teams im Spiel.
Mehrere hochkarätige Chancen auf beiden Seiten – darunter auch Gestängetreffer – verhinderten weitere Tore. So blieb es zur zweiten Pause beim knappen 0:1, ein Spiel, das jederzeit kippen konnte.
Kampf, Emotionen – und ein bitteres Ende für Schwenningen
Im Schlussabschnitt warf Schwenningen alles nach vorne. Die Wild Wings liefen aggressiv an, spielten mutig und brachten die Haie zunehmend ins Wanken. Köln hatte große Probleme, sein Spiel sauber aufzuziehen, während die Gastgeber mit hohem Pressing Druck erzeugten.
Die Partie wurde hitziger, Zweikämpfe intensiver, Emotionen kochten hoch. Doch trotz Überzahlgelegenheiten und Chancen – unter anderem durch schnelle Gegenstöße – fehlte den Wild Wings die letzte Konsequenz im Abschluss.
In der Schlussphase zog Schwenningen den Torhüter und setzte alles auf eine Karte. Genau hier wurde es nochmal brisant: Die Haie agierten clever, spielten auf Zeit – eine fällige Strafe blieb jedoch aus.
Fazit:
Die Kölner Haie starten mit einem Arbeitssieg in die Serie und unterstreichen ihre Rolle als Favorit – allerdings knapper als erwartet.
Bericht von: BM | Foto: Archivbild citypress
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