
Knappe Kiste – Straubing Tigers besiegen Fischtown Pinguins im Endspurt
Das war der 300. Sieg in der DEL für die Niederbayern. Zugleich bestritt Stefan Loibl sein 500. DEL Spiel und konnte mit zwei Vorlagen entscheidend zum Sieg der Tigers beisteuern. Der war allerdings lange nicht klar, weil sich Bremerhaven als ein ebenbürtiger Gegner gab. Auch für die Gäste hätte das Momentum umschwingen können, aber Straubing hatte im letzten Drittel eine Spencer Kersten und einen Florian Bugl, die entscheidend zum Sieg beitrugen.
Tore durch Konter
Ein vogelwildes erstes Drittel lag hinter den beiden Teams. Stand es noch bis zum ersten Powerbreak 0:0, obwohl die Tigers führen müssen, brachte sich der Gast aus Bremerhaven auf die Anzeigetafel. Einen lupenreinen Konter schloss Nino Kinder erfolgreich ab. Die Gästeführung wurde eine gute Minute später von Marcel Brandt wieder beglichen. Die Straubinger nutzten jetzt ihre Spielanteile besser und Adrian Klein ließ bei seinem Konter Gudlevskis im Tor der Pinguine keine Chance. Die Führung brachten die Gastgeber aber dennoch nicht in die Kabine. Ex-Tiger Tuomie Parker ging ebenfalls allein auf Florian Bugl zu, der heute sein Saisondebüt gab und traf halbhoch ins rechte Eck.
Abwechslungsreiches zweites Drittel
Die optische Überlegenheit aus dem ersten Drittel nahm bei den Tigers ab und bei den Pinguinen zu. Bedingt durch zwei Überzahlspiele kam Bremerhaven zu einigen gefährlichen Szenen, die allesamt von Bugl entschärft wurden. Die Niederbayern kamen zwar auch auf ihr Soll, aber die große Gefahr für die Gäste, erneut in Rückstand zu geraten, war nicht allzu groß. Vor dem Tor boten sich zunehmend kleinere Nicklichkeiten, die einmal für Stephan Daschner und Rayan Bettahar zu einer fünfminütigen Strafe führten. Tore gab es in Abschnitt zwei keine.
Bugl hält den Sieg fest
Die Hausherren bekamen gleich zu Beginn des letzten Drittels eine Überzahlmöglichkeit, die zwar nicht genutzt wurde, aber dennoch sehenswert gespielt wurde. Nach seiner überstandenen Strafzeit ging Tuomie erneut allein auf Bugl zu, zielte dieses mal aber zu ungenau. Es gab ein weiteres Powerplay für die Tigers und jetzt war es auch Erfolgreich. Der Puck wurde förmlich ins Eck hineingezimmert von Spencer Kersten, der völlig frei vor dem Tor stand, nachdem sich die Straubinger den Gegner zurechtgelegt hatten. Die Freude währte nicht lange. Ein Abspielfehler zu viel in der Abwehr und Parker Tuomie konnte erneut ausgleichen. Es ging weiter Schlag auf Schlag, denn in der gleichen Spielminute war es wieder Spencer Kersten, der mit dem Rücken zum Tor den schönsten Treffer des Abends erzielen konnte.
Es gab viele Zweikämpfe auf offenem Eis zwischen Straubing und Bremerhaven – Foto: City-Press
Stimmen zum Spiel:
Alexander Sulzer (Pinguine): “Wir hatten heute keinen guten Start, waren immer einen Schritt zu spät gegen eine läuferisch starke Straubinger Mannschaft. Mit dem 2:2 nach dem ersten Drittel konnten wir uns noch etwas glücklich schätzen. Ab dem zweiten Drittel waren wir besser im Spiel. Am Ende des Spiels haben wir nochmal gut reagiert, mussten dann aber durch eine Unaufmerksamkeit den entscheidenden Treffer hinnehmen und Straubing hat damit auch verdient gewonnen.”
Craig Woodcroft (Tigers): “Es hat mir gut gefallen, wie mein Team heute aus der Kabine gekommen ist. Wir hatten eine gute Geschwindigkeit und uns Chancen erarbeitet. Dennoch hätten wir aus dem Drittel mehr als nur ein 2:2 herausholen können. Bremerhaven hat unsere eigenen Fehler heute ausgenutzt und uns das Leben sehr schwer gemacht. Wir mussten im letzten Drittel das Tempo hochhalten, um einen dezimierten Gegner zu bezwingen. Für Flo Bugl war es heute ein guter Einstand. Er hat uns einige male sehr gut helfen können.”
Straubing Tigers – Pinguine Bremerhaven: 4:3 (2:2 | 0:0 | 2:1)
0:1 |11.| Nino Kinder (Wejse)
1:1 |12.| Marcel Brandt (McKenzie, Loibl)
2:1 |18.| Adrian Klein (Zimmermann, Loibl)
2:2 |19.| Parker Tuomie (Jensen)
3:2 |52.| Spencer Kersten (J.C. Beaudin) – PP 1
3:3 |56.| Parker Tuomie (Friesen, Bettahar)
4:3 |56.| Spencer Kersten (Brunnhuber)
Zuschauer: 4.543
Bericht von: Markus Altmann | Foto: City-Press
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