Keine Panik: Nürnberg schlägt auch Schwenningen

3.Oktober 2026DEL

,,Spitzenreiter, Spitzenreiter – hey hey!” So hallt es aktuell durch die Hallen der Deutschen Eishockey Liga wenn die Nürnberg Ice Tigers beteiligt sind. Dass Stefan Ustorf nicht nur einen kleinen Anteil daran hat zeigt die Vertragsverlängerung bis 2030 für den Sportdirektor der Franken. Ob er auch mit Will Dufour die richtige Entscheidung getroffen hat, wird sich zeigen. Der 24-Jährige durfte im Heimspiel gegen die Schwäne zumindest mal sein Debüt für die Lebkuchenstädter feiern. Wie das gelaufen ist, klärt sich in den folgenden Absätzen.

Tigers schlagen Wild Wings – Will Dufour tirfft beim Debüt!

Wie gut ist dieser Will Dufour denn jetzt eigentlich?

Dufour fährt einen überragenden Forecheck, hat einen überragenden Schuss und fährt fast jeden Check zu Ende – aber wie gut ist er denn jetzt eigentlich? So viel kann gesagt werden: Nur 25 Sekunden brauchte Dufour für seinen ersten DEL-Scorerpunkt, seine Arbeit in der Ecke sorgte dafür das Evan Barratt ,komplett freistehend, den Puck mit einer Leichtigkeit unter der Latte versenken konnte (1.). Dass die Ice Tigers momentan nicht ganz überraschend vom Platz der Sonne grüßen, zeigte das Chancenfeuerwerk nach dieser frühen Führung, über Heigl, Dufour, Headrick, Braun, Ustorf, -hier Kaderliste der Nürnberg Ice Tigers einfügen- machten die Franken weiter mächtig Druck. Der starke Joacim Eriksson wunderte sich selbst, weshalb er erst einmal hinter sich greifen musste. Also musste er selbst nachhelfen: Nachdem der Schwedische Schlussmann der Schwäne die Scheibe nicht festmachen konnte, setzte Jackson Cates nach und legte auf für Jake Ustorf, der die Scheibe ohne Probleme ins leere Tor einschob (17.).

Irgendwo im Nirgendwo

Einem überragenden Unterzahl folgte ein sehr starker Niklas Treutle der zur Verzweiflung von Steve Walker wieder zu Höchstleistung auffuhr und nahezu jeden Abschluss der Wild Wings, unter anderem auch zwei Alleingänge, bravourös entschärfen konnte. Das zweite Drittel konnte Schwenningen mit einem Chancen-Übergewicht für sich entscheiden. Aber eben nur in dieser Statistik. Die neu kreierte Spitzenmannschaft aus Nürnberg spielte unaufgeregt, abgeklärt, souverän und brandgefährlich in der Offensive. Brandgefährlich wurde es wieder wegen Joacim Erikson, der sich den nächsten Fauxpas leistete. Irgendwo in seinem Torraum kugelte der skandinavische Torhüter herum, nachdem die Scheibe einen unglücklichen Richtungswechsel an der Bande vornahm. Also setzte Thomas Heigl nach und stocherte die Scheibe zum vorentscheidenden 3:0 über die Linie (38.).

,,Is that a Spitzenmannschaft?”

Ein Torhüter-Wechsel sollte den Gästen neuen Schwung verleihen. Spoiler: Hat es aber nicht. Einer hatte für die Franken an diesem Abend noch nicht getroffen – Austin Magera. Das holte der US-Amerikaner prompt nach und bugsierte das Spielgerät nach toller Vorarbeit von Greg Meireles und Tyler Spezia zu seinem fünften Treffer über die Linie (48.). Wie gut Will Dufour ist zeigte sich knapp sechs Minuten vor dem Ende nochmal. Nach einem überragenden Querpass von Youngster Noah Samanski versenkte er den Puck wuchtig im Gehäuse der Neckarstädter zum 5:0 Endstand (54.).

Bericht von: Luca Schindler | Foto: Birgit Eiblmaier

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