EHC Red Bull München entscheidet bayerisches Derby gegen Augsburg für sich

4.Oktober 2026DEL

Der EHC Red Bull München empfing am sechsten Spieltag im SAP-Garden die Augsburger Panther zum 72. bayerischen Derby.

Der EHC Red Bull München sicherte sich zwei Tage zuvor drei wichtige Zähler in Köln und wollte die letzte Heimniederlage gegen Frankfurt vergessen machen. Perfekt zum Wiesn Abschlusswochenende fand dieser bayerischer Traditionsklassiker in München statt.

Die Augsburger Panther wollten ihren positiven Lauf zuletzt auch in der Landeshauptstadt nahtlos fortsetzen und wertvolle Punkte ergattern auf dem Weg ins obere Tabellendrittel. Für Trevor Parkes war es eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte exakt mit der gleichen Rückennummer, die er damals trug.

High Speed game

Im gut gefüllten SAP-Garden legte der Hausherr sofort den Tubo ein mit seinem gewohnten aggressiven Forechecking. Die Augsburger Panther zeigten von Beginn an ein starkes Auswärtsspiel, waren schnell unterwegs und kreierten so bereits gute Chancen. Trever Parkes wollte es zu genau machen, wurde jedoch noch gestoppt. Tim Wohlgemuth vergab dann ganz knapp die Führung für Augsburg.

Wie würden sich die Panther bei ihrem ersten Powerplay schlagen? München verteidigte wie immer sehr hoch und intensiv, was den Spielaufbau der numerisch überlegenen Mannschaft erschwerte. Letztlich blieb diese Konstellation wirkungslos, wobei es sogar keinen einzigen Torschuss zu verzeichnen gab. Donald Busdeker erwies sich als Aktivposten bei den Gästen.

Es war bisher ein sehr lauffreudiges Match zweier Teams auf Augenhöhe, welche beide auch den nötigen Fokus auf die Defensive legten.

Parkes: „Es ist ein großes Derby, sehr intensives Match. Wir müssen unsere Chancen besser verwerten. Wir haben eine gute Mannschaft mit guten Skatern.“

München legt vor, AEV hält dagegen, Eisenschmids Geniestreich

Der Mittelabschnitt hielt früh das erste Powerplay für die Hausherren parat, welches ebenfalls torlos verpuffte mit wenigen Gelegenheiten. Lediglich Lucas Thaler visierte mit seinem Hammer die Latte an. Das zweite Überzahlspiel schloss sich sogleich an und dieses Mal klappte es in der 27. Spielminute prompt mit der Führung in Person von Ryan Murphy. Goalie Tobias Ancicka war gegen seinen mächtigen Schlagschuss machtlos.

Die Augsburger Panther blieben weiterhin eng am Gegner dran und verbuchten ihre Möglichkeiten. Tatsächlich markierte Alexander Blank in der 34. Spielminute den hochverdienten Ausgleich, der sich bereits andeutete. Dann schaffte der EHC Red Bull München den Shorthander durch Markus Eisenschmid in der 36. Spielminute. Bislang machten die Special Teams den Unterschied in diesem Klassiker. Ryan Murphy probierte es aus ähnlicher Position erneut.

Eisenschmid: „Wir spielten ein super Unterzahl und ich entschied mich wegen der Schussbahn. Wir spielten besser als im ersten Drittel, überbrücken nun besser die neutrale Zone.“

Special Teams des EHC Red Bull München höchst effizient

Die Augsburger Panther forcierten das Spiel mit langen Pässen in das gegnerische Angriffsdrittel und zielten auf den Ausgleich. Vielleicht klickte das nächste Münchener Powerplay erneut, das sich sogar auf eine numerische Überlegenheit von zwei Mann mehr auf dem Eis ausdehnte: die Panther verteidigten leidenschaftlich in ihrer Box und mussten „nur“ noch knapp eine Minute in Unterzahl überstehen. Doch Trevor Carrick erhöhte in der 47. Spielminute auf drei zu eins. Nun wurde es ein dickes Brett für die Fuggerstädter.

Luke Toporowski verkürzte im Powerplay in der 56. Spielminute und noch blieb genügend Zeit für mehr. Es sollte eine dramatische Schlussphase werden. Zur Unzeit musste erneut ein Panther auf die Sünderbank, das war nun die Gelegenheit für die Hausherren, den Deckel drauf zu setzen. Und tatsächlich markierte Tobias Rieder in der 58. Spielminute den vierten Münchener Treffer an diesem Abend.

Henriquez-Morales: „Wir sind gut rausgekommen, hätten da schon eines schießen müssen. Am Ende hat uns das Unterzahl das Genick gebrochen, die special teams waren heute der Unterschied. Wir müssen das Positive aus diesem Wochenende mitnehmen.“

Carrick: „Es hat ein wenig länger gedauert mit meinem ersten Tor, aber es fühlt sich richtig gut an. Ich möchte immer meinen Beitrag leisten und gottseidank hat es heute geklappt. Es war insgesamt ein tolles Match. Ich fühle mich hier sehr wohl.“

EHC Red Bull München – Augsburger Panther 4:2 (0:0|2:1|2:1)

Tore:

1:0 |27.| Ryan Murphy (Hirose, Rieder) PP1
1:1 |34.| Alexander Blank (Busdeker, Mayhew)
2:1 |36.| Markus Eisenschmid (Hager) SH1
3:1 |47.| Trevor Carrick (Kahun, Ehliz) PP1
3:2 |56.| Luke Toporowski (Lambert, Wohlgemuth) PP1
4:2 |58.| Tobias Rieder (Murphy) PP1

Haupt-Schiedsrichter: Schrader (GER) / Klijberg (NED)

Zuschauer: 9.294

Bericht von: Hermann Graßl | Foto: City-Press GmbH

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