
Späte Tore entscheiden ein Spiel auf Augenhöhe
Krefeld steht als Aufsteiger mit 13 Punkten auf Rang acht. Über allem thront der Rekordmeister aus der Bundeshauptstadt. Eben diese Eisbären waren heute auf Beutezug in der Krefelder Yayla Arena. Wobei der Gast nicht unbedingt zu den Clubs gehört, gegen den die Pinguine etwas holen müssten. Die notwendigen Zähler muss der KEV gegen andere Clubs holen. Was sie augenscheinlich auch tun werden. Ärgern kann man so einen Verein aus der “Big Five” schon mal.
Jonas Neffin die unüberwindbare Mauer im Eisbärenkäfig. Markus Vikingstad als Doppelpacker.
Verteiltes Spiel. Berlin mit etwas Glück in Führung
Beide Teams ohne lange Zeit der Eingewöhnung. Marcel Müller mit ersten heimischen Chance, frei vor Jonas Neffin, der parierte. Bis zur ersten Berliner Chance musste die ausverkaufte Halle bis zur 6. Minute warten. So etwas nennt man dann effektiv, denn eben mit dieser Chance geht der Gast auch in Führung. Markus Vikingstad (06.) fälscht einen harmlosen Weitschuss unhaltbar für Juha Jatkola ins Pinguine Tor ab. Krefelds Antwort waren wütende Gegenangriffe, die ein wenig zu ungestüm wirkten. Jedenfalls kamen zwei Möglichkeiten durch C.J. Suess und Adam Payerl zu Stande. Bei beiden Aktionen blieb Jonas Neffin im Tor der Gäste immer Herr der Lage. Auch eine Überzahl ließen die Pinguine ungnutzt verstreichen. Ein verteiltes Spiel auf Augenhöhe ging zur ersten Pause.
Keine der beiden Teams gab sich eine Blösse
In den zweiten zwanzig Minuten, tat sich die ersten Minuten nicht sehr viel. Mit Tim Schütz und Maxwell Newton scheiterten die Pinguine wieder (mal) an Jonas Neffin. Auch die Eisbären versuchten auf der anderen Seite ihr Glück bei Juha Jatkola. Ohne Erfolg für beide Seiten Seiten ging die Niveaukurve etwas nach unten. Beide Mannschaften ließen dann noch jeweils eine Überzahl unbestraft verstreichen. Den Schlusspunkt im Mitteldrittel setzte dann der agile C.J. Suess am Tor vorbei.
Krefelds bittere 12 Minuten am Schluss
Auf Pinguine Seite war zu Beginn des letzten Abschnitts zu merken, dass man unbedingt den Ausgleich wollte. Sie bgannen mit viel Druck und hatten durch Matthew Santos (Er schien nicht im Vollbesitz seiner Kräfte?) die erste Chance. Wieder war der Eisbären Goalie nicht zu bezwingen. Krefelds Anrennen wurde nicht belohnt. Weder Luca Hauf, Stuart Percy oder Phillip Gogulla fanden ein Durchkommen bei Jonas Neffin, dem besten Mann am heutigen Nachmittag. So kam es, wie eshäufig kommt. Krefeld vergibt seine Chancen. Berlin bekommt eine und nutzt sie. Tobias Krestan (49.) tanzt die Pinguine einschliesslich Goalie Juha Jatkola aus und macht die Vorentscheidung zum 0:2. Von der Körpersprache her gesehen, sackte das Alles beim KEV kollektiv auf Null. Das Team von Thomas Popiesch hatte sehr investiert, seine Chancen gehabt. Selbst zu diesem Zeitpunkt waren noch Möglichkeiten da, um zu mindest den Anschluss zu schaffen. Adam Payerl und Maxwell Newton fanden beide wieder ihren Meister im Gäste Torhüter. Krefelds Mut und Kraft schien am Ende. So waren die beiden Berliner Tore zum 0:3 bzw. 0:4 “Formsache”! Zu einen schnürrte Markus Vinkingstad seinen Doppelpack (58.). Zu anderen erzielte Andreas Eder (59.) das Tor zum hohen Endstand.
Krefeld war 45 Minuten auf Augenhöhe. Erst als die Pinguine Power nachlies, machten es die Eisbären deutlich. Wie gesagt und geschrieben: Krefeld muss seine Punkte zum Klassenerhalt gegen andere Verein holen. Über die Eisbären Berlin wird auch diese Saison wieder der Weg zur deutschen Meisterschaft führen.
Stimmen:
Pinguine Cheftrainer Thomas Popiesch: “Erstmal Gratulation an Berlin. Die Vorzeichen waren, denke ich, klar. Berlin ist eine absolute Topmannschaft. Da muss immer vieles stimmen, du musst deine Chancen konsequent nutzen und gut verteidigen. Heute haben wir ein paar Aufmerksamkeitsfehler gemacht, das hatte nichts mit Talent oder Skill zu tun. Vor dem ersten Tor ist die Zuordnung nicht gut genug. Wir müssen die Kleinigkeiten und Details perfektionieren, weil Berlin, München und die anderen Teams einfach mit einer hohen Qualität herkommen. Da musst du viele Sachen wirklich gut machen. Wir haben viele Sachen heute nicht schlecht gemacht, aber nicht zu 100% richtig gemacht. Deshalb steht dann die Niederlage da. Klar ist es ärgerlich, wenn so ein Tor zum 0:1 fällt, aber wir hatten viele Möglichkeiten. Wir haben einfach die Stick-Battles verloren und so das Momentum nicht auf unsere Seite bekommen. Deshalb hatte Berlin immer wieder gute Phasen und wir haben uns schwergetan. Am Ende ist es ein verdienter Sieg für Berlin.”
Krefeld Pinguine – Eisbären Berlin 0:4 (0:1;0:0;0:3)
Tore:
0:1 |06.| Markus Vikingstad (Tobias Krestan, Brandon Davidson)
0:2 |49.| Tobias Krestan (Markus Vikingstad, Jonas Neffin)
0:3 |58.| Markus Vikingstad (Manuel Wiederer, Yannick Veilleux)
0:4 |59.| Andreas Eder (Yannick Veilleux, Eric Mik)
Zuschauer:8029 (ausverk)
Bericht von: Ralf Schmitt | Foto: Ralf Schmitt
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