
Eispiraten Crimmitschau müssen sich im letzten Drittel in Landshut geschlagen geben
Zum Auswärtsspiel in Landshut musste Jussi Tuores das Team auf 2 Positionen verändern, denn Mario Scalzo und Louis Brune reisten nicht mit nach Niederbayern. Zum Nachwuchstag des EVL waren 4.210 Zuschauer im Stadion. Sie sahen ein sehr abwechslungsreiches Spiel, wo erst im letzten Drittel die Entscheidung fiel. Für Crimmitschau diese Niederlage gleichbedeutend mit dem ersten 0-Punkte Wochenende der Saison.
Bei engen Spielen darf man sich einfach keine Fehler erlauben
Ein Drittel ohne Tore
Beide Mannschaften hatten in den letzten Spielen Probleme mit einer stabilen Leistung über 60 Minuten. Beide Mannschaften versuchten offensive Akzente zu setzen, sodass Jonas Langmann und Christian Schneider ihr Können unter Beweis stellen durften. Beide Teams durften einmal in Überzahl agieren, konnten diese Situation aber nicht zu einem Tor nutzen. Bei Crimmitschau war deutlich zu sehen, dass durch den Ausfall von Mirko Sacher der Spielaufbau nur schleppend voran geht. Nach 20 Minuten stand es leistungsgerecht 0:0.
Ein Drittel der Doppelschläge
Crimmitschau hatte den besseren Start in den zweiten Abschnitt erwischt. In der 2. Spielminute gingen die Schiedsrichter zum Videobeweis, denn der Puck lag zwar hinter Jonas Langmann, doch das Tor war verschoben. Nach der Sichtung des Bildmaterial nahmen die Schiedsrichter ihre on Ice Entscheidung zurück und somit führten die Gäste. 56 Sekunden erzielte Maxim Trepanier sein erstes Tor für die Westsachsen und sorgte damit für die 0:2 Führung. In der Folgezeit mussten die Gäste zweimal in Unterzahl agieren und bei dem zweiten Powerplay schaffte Tor Immo den Treffer zum Anschluss (12.). 52 Sekunden später stand es dann auch schon 2:2, denn Trevor Gooch konnte Christian Schneider in einem sehenswerten Alleingang überwinden. Der Torjubel der Fans war noch nicht so richtig verklungen, als Tim McGauly und Wade Bergman ihr Differenzen in einem Faustkampf austrugen. Dafür durften sie 2 Minuten auf die Strafbank zum Abkühlen. 4:01 Minuten stand noch auf der Uhr, als Jonas Langmann unsanft mit seinem Tor zusammen knallte und in die Kabine musste. Die Minuten bis zum Drittelende konnte Philipp Dietl die wenigen Angriffe der Westsachsen abfangen und so stand es nach 40 Minuten 2:2 und spiegelte die gezeigte Leistung auf dem Eis auch gut wieder.
Ein Drittel mit Action für ein ganzes Spiel
21 Sekunden waren gespielt, als Christian Schneider den Puck aus seinem Tor holen musste. Nur 10 Sekunden später mussten die Eispiraten auf einen weiteren Spieler verzichten, denn Robin Veber schickte Wade Bergman mit dem Ellenbogen in die Bande und durfte danach duschen gehen. Der Faustkampf zwischen Roman Veber und Trevor Gooch brachte beiden auch noch eine 2 Minutenstrafe ein. Doch Crimmitschau musste 5 Minuten in Unterzahl agieren, ließen die Hausherren aber nicht richtig in die Aufstellung kommen und Corey Mackin nutzte einen Konter zum Ausgleich. Adam McCormick musste seine Strafe nur 48 Sekunden absitzen, denn so schnell fanden die Landshuter ein Weg den Goalie von Crimmitschau zu überwinden. Nach einem Bandencheck war für Johannes Schmid das Spiel zu Ende, denn mit Brummschädel blieb ihm nichts weiter übrig, als die letzten Minuten von der Bank aus zuzuschauen. Für die Hausherren gab es dann noch zwei Empty-Net-Goals, die die Niederlage endgültig besiegelte.
Bei den Eispiraten fehlt ein kontrollierter Spielaufbau aus der Abwehr heraus. Meist sind es Einzelaktionen, die für Gefahr sorgen. Die Passwege stimmen zu selten und hinzu kommen unnötige Strafzeiten. Will man nicht weiter Richtung Play-Downs abrutschen, so müssen in den nächsten Spiele wieder Punkte geholt werden, doch am Freitag reist man zum Spitzenreiter nach Krefeld.
Bericht von: EK Crimmitschau | Foto: Ellen Köhler
DEL2 – Meister der letzten 10 Jahre
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