Ein dreifacher Maxwell Newton und ein überraschendes Debüt

21.Januar 2026DEL2

Ex- Nationalgoalie und Silbermedaillen Gewinner Danny aus den Birken gab am Abend sein Debüt im Trikot der Krefeld Pinguine. Eben diese personelle Massnahme stand im Mittelpunkt des Abends. Von dem abgesehen, taten sich pomadige KEV’ler 40 Minuten sehr schwer gegen wackere Joker. Eben ein Spiel Tabellenerster gegen Tabellenletzter!

Maxwell Newton mit drei Treffern am Abend war der gefeierte Mann. “Debütant” Danny aus den Birken war seine fehlende Spielpraxis durchaus anzumerken. Bei den zwei Gegentreffern wirkte er nicht sonderlich glücklich. Sonst war sein Einstand durchaus gelungen.

Kaufbeuren hellwach. Die Pinguine verschlafen

Der Gast aus dem Allgäu war sich seiner Tabellensituation bewusst, nahm auch gleich das Spielheft in die Hand. Jere Laaksonen (11.) brachte sein Team in Führung. Wohlgemerkt bei eigener Unterzahl. Krefeld tat sich in den folgenden Minuten schwer, mit dem Rückstand umzugehen. Den Ausgleich von Jan Nijenhuis, konnte man getrost als Kuriosum bezeichnen. Gästetorhüter und Verteidiger waren sich sich nach Motto “Nimm du ihn, ich habe ihn sicher”, nicht einig. So rutschte das Spielgerät ins Tor. Jan Nijenhuis war als letzter Pinguin an der Scheibe, folglich wurde ihm der Ausgleich gut geschrieben. Äusserst schmeichelhaft zu diesem Zeitpunkt.

Wieder gehen die Joker in Führung. Krefelder Doppelschlag dreht das Ganze

Im zweiten Drittel das gleiche Bild. Kaufbeuren versuchte im Rahmen seiner Mittel alles um dem KEV die Stirn zu bieten. Alec Zawatzky (27.) sorgte für die zweite Gästeführung an diesem Abend. Allzu sorglose Pinguine waren in der Defensive schlecht sortiert. Nun besonnen sich die Gastgeber scheinbar eines Besseren. Innerhalb von 35 Sekunden drehten sie das Match in die richtige Richtung. Jon Matsumoto (38.) im Power-Play und Maxwell Newton (38.) brachten das KEV Schiff auf Kurs.

Über die bedauernswerten Gäste brach es nun knüppeldick herein

Scheinbar hatte Krefelds Coach Thomas Popiesch in der Pause die richtigen Worte gefunden. Unmittelbar nach dem Eröffnungsbully traf Maxwell Newton erneut (41.). In der 49. Minute erneut ein Doppelschlag der Hausherren. Erst Maxwell Newton mit seinem 3. Tor an diesem Abend, dann Marcel Müller mit dem 6:2 für den KEV. Wobei das 5:2 durch Newton wieder im Power- Play fiel. Für die tapferen Gäste waren jetzt alle Messen gelesen. Mark Zengerle machte noch kurz vor Ende (59.) das siebte Pinguine Tor.

Lange Anlaufzeit. Ein deutlicher Sieg den man nicht überbewerten sollte. Ein Gästeteam, das aller Wahrscheinlichkeit den schweren Weg der Play- Down Serie gehen muss. Zu wünschen wäre diesem sympathischen Club, das er die Klasse halten kann. Am Schluss die Zuschauerzahl, mit 3896 die Saison Minuskulisse. Was an einem Dienstag eigentlich auch zu erwarten war.

Stimmen:
KEV Coach Thomas Popiesch: „Ich glaube, es ist immer gefährlich, weil Kaufbeuren dieses Jahr auch gebeutelt ist, sie haben viele verletzte Spieler, aber man hat auch heute wieder gesehen, dass sie eine sehr talentierte Mannschaft haben, auch viele junge Spieler, die sehr gut Eishockey spielen können. Ich hab das Spiel gegen Regensburg schon gesehen, wo sie schon gut gespielt haben. Aber es ist einfach so, du bist am Anfang nicht zu hundert Prozent dabei, und das hat man gesehen. Wir waren ein bisschen schläfrig im ersten Drittel, trotzdem haben wir dann so ein bisschen das Glück des Tüchtigen gehabt, dass wir da mit dem 1:1 rausgehen. Trotzdem haben wir dann über das Spiel hinweg versucht, nicht die Geduld zu verlieren, wir wollten nicht wie beim ersten Tor in Überzahl in die Konter laufen, weil da Kaufbeuren einfach gefährlich ist, auch in Unterzahl, wo sie immer versuchen, noch zu scoren. Das haben wir dann gut gemacht, das haben wir besser gemacht und dann letztendlich hinten raus durch den Druck, den wir erzeugt haben und durch die Spielanteile verdient gewonnen. Aber es ist immer eine schwierige Aufgabe. Kaufbeuren kommt hier her, jeder Spieler will sich nochmal empfehlen, ein neuer Coach ist da und alles drumherum. Trotzdem, und deshalb bin ich umso mehr froh, dass wir hintenraus auch alle Spieler so ein bisschen dabei hatten, die dann dazu beigetragen haben. Natürlich muss ich dann auch ein Extralob für unseren Torhüter Danny aussprechen, weil es auch nicht einfach ist nach einer sehr langen Zeit heute sein Comeback zu geben, aber das hat er glaube ich souverän gemacht und uns auch gerade im letzten Drittel die ein oder andere Situation bereinigt, wo wir gesehen haben, dass er eben auch ein sehr guter Torhüter für uns ist DEL2

Bericht von: Ralf Schmitt | Foto: Ralf Schmitt


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