
Eispiraten Crimmitschau holen 2 Punkte gegen Kaufbeuren und machen den Klassenerhalt perfekt
Zum letzten Heimspiel in der Hauptrunde empfingen die Westsachsen die Joker aus Kaufbeuren. Unter der Woche hatte man nochmals Verstärkung geholt, konnte auf Förderlizenzspieler Justin Büsing zurückgreifen und konnte mit Tim Lutz einen Rückkehrer begrüßen. Aber das hieß unter anderem für Leon Neiger, dass er nach seinem Debüt letztes Wochenende, an diesem Spieltag auf der Tribüne Platz nehmen musste. Die Fans im Sahn erlebten ein Wechselbad der Gefühle, denn nach guten 21 Minuten der Westsachsen, drehte sich das Blatt und Kaufbeuren konnte 4 Tore am Stück bejubeln. Doch der späte Ausgleich und eine konzentrierte Leistung in der Overtime, brachte am Ende den Sieg und damit den sichern Einzug in die Pre-Play-Offs für die Eispiraten.
Wenn die Trainer der Eispiraten zum Tanzen aufgefordert werden, dann ist der Klassenerhalt perfekt
Blitzstart für die Hausherren
Crimmitschau erwischte einen Sahnestart in dieses Spiel, denn in der 3. Spielminute konnte Justin Büsing das erste Mal den Puck im Tor von Kaufbeuren versenken. Und weil sie jetzt so richtig on fire waren, gab es in der 5. Spielminute gleich wieder Grund zum Jubeln. Goldhelm Corey Mackin erhöhte auf 2:0. Danach verflachte das Spiel etwas. Die Schiedsrichter bekamen nun auch etwas Arbeit, denn innerhalb von 53 Sekunden mussten sie auf beiden Seiten eine Strafe aussprechen. Doch den Platz auf dem Eis konnte keine Mannschaft für ein Tor nutzen. Crimmitschau musste nach der Powerbreak noch ein Unterzahlspiel überstehen, konnte sich dabei aber auf die eigene Abwehr und Kevin Reich verlassen. 217 Sekunden vor der Pause gab es dann eine weitere Strafe gegen die Gäste, doch am Spielstand änderte das bis zur Sirene nichts mehr.
Eispiraten geben das Spiel aus der Hand
Wie im ersten Abschnitt hatten die Hausherren den besseren Start auf ihrer Seite, denn nur 46 Sekunden nach dem Bully konnte Benjamin Corbeil bei deinem Debüt auch gleich sein erstes Tor für seinen neuen Club erzielen. Nach dem 3 zu 0 schöpften die Allgäuer Mut, denn die Eispiraten ließen die Gäste nun das Spielgeschehen bestimmen und so war es nur einen Frage der Zeit, bis Kevin Reich das erste Mal hinter sich greifen musste. Doch es kam noch schlimmer, denn innerhalb von 57 Sekunden gab es 2 Tore für die Jokers zu bejubeln. Crimmitschau kam nicht mehr ins Spiel zurück und so fiel der Ausgleich noch vor der Powerbreak. Doch das Tor musste erst noch dem Videobeweis stand halten. Der Videobeweis bestätigte die Einschätzung vom Eis und somit war der Ausgleich geschafft. Zu dem Tor gab es aber auch noch einen Strafe für die Joker, denn der Torschütze hatte seinen Nerven nicht im Griff und gab beim Jubeln einem Gegenspieler eine mit. Somit hatten die Eispiraten eigentlich die Chance, direkt wieder in Führung zu gehen. Doch statt eigener Torchancen, musste man sogar aufpassen kein weiteres Gegentor zu bekommen. Die Folgezeit des Drittels blieb Torlos und so musste im letzten Abschnitt die Entscheidung fallen.
Jokers konnten das Spiel drehen, schafften die knappe Führung aber nicht über die Zeit zu bringen
Den Hausherren war anzusehen, dass sie den Sieg wollten, aber keinen Weg mehr durch die Defensive der Gäste fanden. Im Gegensatz dazu, zeigten sich die Joker nun selbstbewusst und setzten die Mannschaft von Jussi Tuores unter Druck. In der 47. Spielminute konnte Max Oswald seinen 2. Treffer an dem Abend bejubeln. Sie versäumten es allerdings, den Sack zuzumachen und mussten in der 55. Spielminute den Ausgleich durch Sebastian Streu hinnehmen. In der Folgezeit gelang es keinen Team mehr, den Siegtreffer zu erzielen und so hieß es Überstunden. In der Overtime war es dann Dylan Wruck, der bei angeziegter Strafe dem Gefühlschaos ein Ende setzte und den Sahn beben ließ.
Noch mal gut gegangen, so konnte man es wohl am Ende sagen. Die Eispiraten können einmal Durchatmen und haben ihr Minimalziel mit dem 10. Platz erreicht. Am Sonntag geht es für die Westsachsen in den Breisgau. An dem 52. Spieltag wird noch entschieden, wer der Gegner in den Pre-Play-offs wird. Neben dem EV Landshut, sind auch die Lausitzer Füchse, Eisbären Regensburg und die Düsseldorfer EG im Rennen um Platz 7.
Bericht von: EK Crimmitschau | Foto: Ellen Köhler
DEL2 – Meister der letzten 10 Jahre
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