Eispiraten Crimmitschau müssen sich nach einem Doppelschlag innerhalb von 14 Sekunden gegen die Lausitzer Füchse in der Overtime geschlagen geben

12.März 2026DEL2

Die Eispiraten Crimmitschau mussten zum ersten Pre-Play-Off Game nach Weißwasser reisen und durften sich auf mindestens 2 weitere Derbys nach der Hauptrunde freuen. Auch diesmal mussten einige Profis der Westsachsen zu Hause bleiben, da mit den Rückkehrern und den Neuverpflichtungen zu viele Spieler im Team waren. Die 2.695 Zuschauer sahen ein spannendes Spiel, was erst in der Overtime entschieden wurde. Ein Doppelschlag am Ende des erten Drittels und die schlechte Chancenverwertung verhinderte, dass die Westsachsen an diesem Abend als Sieger vom Eis gingen.

Ein Eishockeyspiel geht 60 Minuten oder eben auch mal etwas länger – Entscheidung fällt erst in der 69. Spielminute

14 Sekunden zwischen Freudentanz und Ernüchterung

Die Gäste konnten sich die größeren Spielanteile erspielen, aber ein Tor wollte ihnen nicht si recht gelingen. Kevin Reich hatte weniger Arbeit, als sein Gegenüber und es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann in diesem Spiel ein Tor fallen würde. Die Schiedsrichter ließen das Spiel gut laufen und die Teams brachten eine faire Härte in das Derby. In der 8. Spielminute konnten die Eispiraten vor ihrer Fankurve das 0:1 durch Benjamin Corbeil bejubeln. Auch in der Folgezeit, zeigten die Rot/Weißen mehr offensive Akzente, doch sie konnten diesen Vorteil nicht nutzen. Zu Ende des Drittels gab es dann eine Achterfahrt der Gefühle. 173 Sekunden vor der Pause konnte Philipp Kuhnekath auf 0:2 erhöhen. Dieser Treffer hielt dem Videobeweis stand. Was danach geschah, konnten sich die Eispiraten wohl nicht so einfach erklären, denn nur 42 Sekunden nach dem Treffer, erzielte Adam Brady den Anschluss. Noch im Torjubel der Fans konnte Clake Breitkreuz den Ausgleich erzielen. Da waren nur 14 Sekunden vergangen und die Stimmung auf dem Eis und den Rängen kippte zu Gunsten der Hausherren. Für die Crimmitschauer hieß es Pause nutzen, wieder zurück in das Spiel finden und alles für den Sieg geben.

Die Teams schenken sich nichts und die Schiedsrichter greifen nur selten ein

Die Füchse waren nun besser im Spiel und setzten Kevin Reich und seine Abwehr mächtig unter Druck, doch ein Treffer konnte Crimmitschau verhindern. In der 24. Spielminute die erste Strafe des Abends und somit konnten die Westsachsen in Powerplay agieren, doch Weißwasser ließ wenig zu und so vergingen die 2 Minuten ohne einen Treffer. Die Füchse bemühten sich nun sichtlich um die Führung, doch in der Schlussphase zeigten auch die Gäste wieder mehr Mut in der Offensive, sodass Anthony Marrone noch einige Male den Puck festhakten musste. Ein Treffer sollte nicht gelingen, sodass die Spannung blieb. Nun hieß es noch einmal 20 Minuten volle Power geben, in der Offensive effizienter arbeiten und wieder zu der Leistung der ersten 18 Minuten des Spieles zurückfinden.

60 Minuten reichen nicht, um einen Sieger zu finden

Crimmitschau übte in diesem Abschnitt wieder mehr Druck auf das Team von Weißwasser und erspielte sich einige gute Chancen, doch Anthony Marrone blieb immer der Sieger. Das Spiel blieb weiterhin sehr fair, sodass die Teams sich nicht im Powerplay zeigen konnten. In den letzten Spielminuten des Abschnitt nahm das Spiel auf beiden Seiten noch einmal richtig Fahrt auf und auch Kevin Reich musste nun wieder hellwach sein. Die Abwehr von Crimmitschau schaffte es, das Unentschieden über die Zeit zu retten und so folgte gleich im ersten Entscheidungsspiel in den Showdown. Auch in der Verlängerung hatten hatten eigentlich die Gäste mehr vom Spiel und konnten die Chancen nicht in ein Tor ummünzen. Nach einem Pfostentreffer in der 68. Spielminute gab es dann ein Bully vor Kevin Reich und der Schuss von Kyle Havlena schlug hinter dem Torwart der Eispiraten ein. Die Füchse liefen auf ihren Goalie zu und jubelten einige Minuten vor der Heimfankurve.

Die Eispiraten zeigten ein mutigen Kampf und ein erstes Drittel, wo sie mit 2 Toren in Führung gingen, diese aber innerhalb von 14 Sekunden verspielten. Im zweiten Abschnitt musste man erst einmal wieder in das Spiel zurückfinden und im letzten Drittel verpassten die Gäste einfach das Spiel zu ihren Gunsten fest zu machen. Man wieder war es die schlechte Chancenverwertung, die den Westsachsen den Sieg kosteten. Am Freitag heißt es im 2. Spiel der Pre-Play-Off Serie Do or Die für die Eispiraten. Um 19:30 Uhr wird der Puck zum 6. Sachsenderby in der Saison 25/26 fallen.

Bericht von: EK Crimmitschau | Foto: Ellen Köhler


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