Olympia 2026: USA gewinnt Gold und wenn Macklin Celebrini noch nicht der neue Sidney Crobsy ist

22.Februar 2026International

Das olympische Finale zwischen Kanada und den USA gab es zuletzt 2010. Damals gewannen die Kanadier dank des Overtime-Treffers von Sidney Crosby vor eigenem Publikum Olympia Gold. Der damals 22-jährige Kanadier fehlte im diesjährigen Finalspiel aufgrund seiner Verletzung, die er sich im Laufe dieses Turniers zugezogen hat. Die Frage darf gestellt sein, wer in seine Fußstapfen tritt: Wird Macklin Celebrini der nächste Sidney Crosby?

Die Kanadier erwischten den etwas besseren Start und kamen durch Nathan MacKinnon und Macklin Celebrini zu den ersten Chancen. In der sechsten Minute überspielte aber Matt Boldy die beiden besten kanadischen Verteidiger und traf mit dem ersten Schuss auf Jordan Binnington zum 1:0. Die Kanadier ließen sich davon nicht beeindrucken und drückten weiter auf den Ausgleich, die USA spielte aber clever und kam selbst zu einer gefährlichen Aktion von Matthew Tkachuk in der 14. Minute.

Nach dieser Aktion wurde die USA deutlich stärker und beschäftigte die Kanadier in der eigenen Zone. Noch haben die Kanadier das Rezept gegen die Amerikaner nicht gefunden. Eine Strafe gegen Shea Theodore aufgrund eines Hakens an Brock Nelson war hart gepfiffen, aber es sorgte für die erste Überzahl der US-Amerikaner. Die Kanadier konnten froh sein, konnten sie den knappen Rückstand in der Unterzahl verteidigen und über die erste Pause retten.

In der 22. Minute rutschte der Puck nach einem Schuss von Connor McDavid beinahe durch Connor Hellebuyck ins Tor. Drew Doughty scheiterte mit der nächsten Topchance, nachdem die Kanadier das Tempo verschärft haben. Dann führte ein Blackout von Devon Toews beinahe zum 2:0 durch Brock Nelson. Jordan Binnington war aber auf Position und verhinderte Schlimmeres. Tage Thompson gelang in der 28. Minute einen Pfostenschuss. Die Kanadier wirkten irgendwie nervös. Dies sah man auch in der Szene von Connor McDavid, der kurz vor Spielhälfte alleine auf Hellebuyck losziehen konnte, im Abschluss aber kläglich scheiterte.

Im selben Moment folgte die erste Strafe gegen die USA. Jack Guentzel saß draußen. Charlie McAvoy gesellte sich gleich darauf zu ihm und so gab es während 1:33 doppelte Überzahl für die Kanadier. Doch Hellebuyck und seine Vorderleute spielten ein ausgezeichnetes Boxplay und verhinderten einen kanadischen Torerfolg. Nichtsdestotrotz versuchten es die Kanadier immer wieder. Immer wieder scheiterte man am starken Schlussmann Hellebuyck. Bis zur 39. Spielminute, ehe Cale Makar mit einem platzierten Schuss den mehr als verdienten Ausgleich erzielte. Im Gegenzug traf Brock Faber mit seinem Schuss gleich zweimal die Torumrandung. Glück für Binnington. Das zweite Drittel gehörte trotzdem den Kanadiern, die mit 19:8 Torschüssen den Ton angaben. Im Schlussdrittel war noch alles offen.

In der 42. Minute vergab Devon Toews alleine vor Hellebuyck, der das 2:1 noch mit seinem Goaliestock verhinderte. Die Kanadier dominierten die Anfangsphase des Schlussabschnitts und führten bereits nach sieben Minuten mit 9:1-Schüssen. In der 50. Minute traf der beste Torschütze der NHL, Nathan MacKinnon, das offene Tor nicht. Die Führung wäre aufgrund der Spielanteile längstens verdient gewesen. Auf der anderen Seite rettete Jordan Binnington mit zwei riesigen Saves gegen die USA, die beinahe von der Ungenauigkeit im Abschluss der Kanadier profitieren konnte.

Im Großen und Ganzen spielte sich das Geschehen aber vor Hellebuyck ab, der das Glück der Hockeygötter auf seiner Seite hatte. In der 54. Minute musste mit Sam Bennett ein Kanadier wegen hohen Stocks an Jack Hughes für vier Minuten raus. Die Kanadier überstanden drei der vier Minuten in Unterzahl bravourös. Dann musste Jack Hughes selbst wegen hohen Stocks auf die Strafbank. 3:23 Minuten vor Schluss ging es während 49 Sekunden mit 4 gegen 4 und anschließend mit 5 gegen 4 weiter. Macklin Celebrini wurde beinahe der nächste Sidney Crosby, als er mit seinen Abschlüssen beinahe den Siegtreffer erzielte. Aber eben nur beinahe. Dieses Spektakel ging in die Overtime.

Jordan Binnington rettete nach nur 36 Sekunden mit einer Top-Parade gegen Quinn Hughes. Auf der anderen Seite versuchten es erneut die Kanadier, verloren aber den Puck in der Angriffszone und Nathan MacKinnon brachte diesen in der eigenen Zone nicht weg. Zach Werenski setzte sich durch, passte auf Jack Hughes, der den Siegtreffer und die USA zu Olympia-Gold schoss! Letztmals gelang dies der USA in einem Olympia-Final 1980 in Lake Placid gegen die damalige Sowjetunion. Gegen Kanada lag dieser Erfolg noch weitere 20 Jahre zurück. Damit können wir auch die Eingangs gestellte Frage beantworten. Macklin Celebrini ist noch nicht der neue Sidney Crosby.

Kanada – USA 1:2 n.V. (0:1|1:0|0:0|0:1)

Tore:
0:1|06.|Matt Boldy (Matthews, Q. Hughes)
1:1|39.|Cale Makar (Toews)
1:2|62.|Jack Hughes (Werenski)

Zuschauer:
11’289 Zuschauer
Milano Santagiulia IHO, Milano

Bericht von: Roman Badertscher | Foto: imago

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