IIHF WM 2024 – schwedische NHL Auswahl dominiert Deutschland

13.Mai 2024International, Nationalmannschaft

Nach der deftigen aber zu hohen Niederlage Deutschland gegen die USA, stand mit Team Schweden nach einem Tag Pause der nächste Brocken gegenüber. Harold Kreis würfelte seine Reihen auf einigen Positionen durcheinander, auch auf Grund dessen, dass Lukas Reichel ins Team rückte. Auch Grubauer rückte wieder ins Tor. Schwer dürfte der erneute Ausfall von Bullyspezialist Nico Sturm gewogen haben, der gerade in Unterzahl und defensiven Zone immer wieder seine Stärken ausspielt.

Das schwedische Team besiegte bisher das Team USA und Polen deutlich und gilt als einer der Top Favoriten. Insbesondere die Verteidigung gilt als Prunktstück mit Größen wie Victor Hedman und Erik Karlsson. Dazu gesellen sich im Sturm unter anderem Luca Raymond, Joel Eriksson Ek oder Adrian Kempe.

Schweden legt früh den Grundstein

Es begann leider schlecht für das deutsche Team. Superstar Erik Karlsson schloss eine drei auf zwei erfolgreich zur Führung ab. Von Beginn an setzte sich das schwedische Team in der deutschen Zone fest und zeigte wieso sie zu den Favoriten zählen. Philipp Grubauer durfte sich über mangelnde Arbeit nicht beschweren, konnte einige Schüsse entschärfen und ließ vor allem keine Rebounds zu. Mitte des ersten Drittels fand das DEB Team endlich etwas besser ins Spiel. Insbesondere das Forechecking schien besser zu greifen.

Leider fehlte die letzte Genauigkeit bei den Abschlüssen und pässen. Wie es geht zeigte Marcus Pettersson. Nach einem Puckverlust in der kam Pettersson über links an den Puck und schloss mit einem Schlagschuss unhaltbar zur 2:0 Führung ab. Bitter der nächste Treffer. 0,3 Sekunden vor der Pause traf Vikor Olofsson im Powerplay und sorgte schon für eine gewisse Vorentscheidung im Spiel.

Schweden’s totale Überlegenheit

Denkbar schlecht ging das zweite Drittel los. Zunächst überstand das deutsche Team eine Unterzahl, um nur wenig später doch den vierten Treffer kassieren zu müssen. Mit einem starken Forechecking eroberte Schweden den Puck, pass auf Rasmus Dahlin, der zog ab und Carl Grunstrom fälschte unhaltbar ab. Kurz danach hatte JJ Peterka Pech bei seinem Alleingang, ehe im direkten Gegenzug ein weiterer Treffer der Nordmänner wegen Torhüterbehinderung aberkannt wurde.

Danach stand weiterhin Grubauer im Fokus und verhinderte weitere Gegentore mit spektakulären Paraden. Allerdings war er beim fünften Treffer nicht ganz unbeteiligt. Nach einem Kommunikationsproblem mit seinem Verteidiger verlor er hinter dem Tor den Puck und war nicht rechtzeitig zurück im Tor, um den Schuss von Burakovsky abzuwehren. Es drohte eine wirklich herbe Niederlage, da zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 30 Minuten gespielt waren. Deutschland wurde teilweise minutenlang im eigenen Drittel festgespielt.

Schweden belässt es dabei

Zu Beginn des Schlussabschnittes nahm Grubauer auf der Bank Platz. Andreas Niederberger wurde gleich von den Tre Konor richtig warm geschossen. Dennoch nahmen die Skandinavier merklich die Intensität und Tempo heraus. Es schlichen sich einige Ungenauigkeiten in deren Spiel und auch das Kreis Team kam zu der einen oder anderen Chance. So gelang auch der erste Treffer. Leo Pföderl staubte vor dem Tor zum ersten deutschen Treffer ab.

Der Gegentreffer stachelt das schwedische Team noch einmal an. Karlsson mit einem sehenwerten Flip-Pass direkt auf den Stock von Lundestrom, der Niederberger per Direktschuss überwand. Die restlien Spielminuten plätscherten so vor sich hin und am Ende blieb es auch beim deutlichen Sieg, der auch in der Höhe verdient war. Als beste Spieler wurden Leo Pföderl und Viktor Olofsson ausgezeichnet.

Stimmen zum Spiel:

Marc Michaelis: ” Gegen solche Gegner können wir nicht spielerisch spielen. Wir müssen über die Härte und Arbeit kommen und das hat heute gefehlt. Wenn man so raus geht wie heute ist das auch nicht positiv für einen selbst.”

Deutschland – Schweden 1:6 (0:3;0:2;1:1)

Tore:
0:1 |03.| Erik Karlsson (Froden)
0:2 |15.| Marcus Pettersson (Heed, Burakovsky)
0:3 |20.| Viktor Olofsson (Dahlin, Burakovsky) PP
0:4 |25.| Carl Grundstrom (Dahlin, Johansson)
0:5 |30.| Andre Burakovsky (Holmberg, Johansson)
1:5 |48.| Leo Pföderl (Michaelis, Ehliz)
1:6 |52.| Isac Lundestrom (Karlsson, Bengtsson)

Zuschauer:
8.309

Bericht von: M_H | Foto: Guntis Läzdans


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