
Olympia 2026: Traumstart für Deutschland mit Sieg gegen Dänemark
In der Milano Rho Ice Hockey Arena traf Deutschland in seinem Auftaktmatch der diesjährigen Olympiade auf Team Dänemark.
Deutschland reiste dank der zahlreichen NHL-Stars mit dem wohl besten Team unter Headcoach Harold Kreis zur Olympiade nach Mailand. Fahnenträger Leon Draisaitl wurde als Kapitän erkoren und sollte als Führungsfigur die DEB-Auswahl mit der wertvollen Unterstützung eines Moritz Seider, Tim Stützle, JJ Peterka, Lukas Reichel, Josh Samanski, Wojciech Stachowiak und Nico Sturm mindestens ins Viertelfinale bringen. Der NHL-erprobte Goalie Philipp Grubauer sollte den nötigen Rückhalt geben.
Dänemark erwies sich bislang stets als unangenehmer Gegner, was sich vor einem Jahr bei der letzten Weltmeisterschaft deutlich zeigte, als die Skandinavier das deutsche Team nach Penalty Schießen bezwangen und selbst unter die besten Acht einzogen. Auf Seiten der Dänen standen mit Bruggisser, Jensen, Lassen, Russell, Storm und Wejse etliche Akteure aus der DEL im Line-Up.
Deutscher Blitzstart, dänische Resilienz
Traumstart für die Jungs um Headcoach Harry Kreis: Es dauerte nur 23 Sekunden, bis die deutsche Mannschaft in Person ihres Leaders Leon Draisaitl früh in Führung ging, der die Scheibe perfekt verwertete. Die ersten Minuten gehörten ganz klar dem DEB-Team, welches scheiben- und kombinationssicher auftrat. Dann stand beim Schlenzer von Moritz Seider der Pfosten dem zweiten Treffer im Weg. Die Dänen fanden langsam in die Partie und beschäftigten nun auch Grubauer mit ersten sehenswerten Abschlüssen.
Mitte des ersten Drittels verbuchten die Dänen mehr Torschüsse und visierten ebenfalls das Torgestänge an. Die erste deutsche Formation wirbelte gehörig auf dem Eis auch dank des pfeilschnellen Freddy Tiffels. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe und Dänemark belohnte sich für sein Engagement mit dem verdienten Ausgleich in der 14. Spielminute durch Fisker Molgaard. Auf den dänischen Topstar Ehlers musste Deutschland verstärkt achten.
Nun stand das erste Powerplay für die DEB-Auswahl an, welches letztlich wirkungslos verpuffte, weil die Dänen stabil in der Box verteidigten und ihrerseits danach eine weitere Top Chance erspielten. Beide Teams verabschiedeten sich mit einem leistungsgerechten Remis in die Kabine.
Doppelpack von Tim Stützle
Im zweiten Drittel musste das deutsche Team wieder an den Elan der ersten zehn Minuten anknüpfen, um die dänische Offensivpower zu unterbinden. Dänemark startete furios in den Mittelabschnitt, doch die DEB-Auswahl holte sich die Führung in der 25. Spielminute wieder zurück: Tim Stützle netzte nach perfekter Vorarbeit von JJ Peterka ein. Die dänische Mannschaft blieb unbeeindruckt vom erneuten Rückstand und hielt sehr gut dagegen.
Der quirlige Ehlers setzte immer Akzente, zog aus allen Richtungen ab und hielt die deutsche Arbeit in Atem. Hier galt es für das DEB-Team mehr Zugriff auf den dänischen Star zu zeigen. Beim zweiten Powerplay klappte es endlich, denn Tim Stützle markierte in der 31. Spielminute seinen zweiten Treffer, wobei ein Däne die Scheibe ins eigene Tor abfälschte. Die Effektivität von Deutschland war sehenswert und die Tore fielen zum richtigen Zeitpunkt.
Die Skandinavier durften keinesfalls unterschätzt werden, das offenbarten die bisherigen hart umkämpften Begegnungen zwischen diesen beiden Nationen. Dank dem hellwachen Keeper Grubauer hielt der zwei Tore Vorsprung weiterhin. In den letzten Spielminuten übten die Dänen viel Druck aus, ohne Zählbares zu erreichen.
Umkämpftes Schlussdrittel mit Happy End für Deutschland
Welche Reaktion würde Team Dänemark nun aufs glatte Parkett legen? Dänemark kam rasant aus der Kabine und wollte den schnellen Anschluss herstellen. Harry Kreis verzichtete in diesem Match auf Justin Schütz und Parker Tuomie und schonte diese beiden Akteure für die bevorstehenden schweren Aufgaben. Dank Draisaitls herausragender Schlägerführung brachte er seine Mitspieler immer wieder in aussichtsreiche Positionen. Es war noch keine Mission impossible für Dänemark, den Rückstand wettzumachen.
Es brachen die letzten zehn Minuten an; wann würde die dänische Schlussoffensive beginnen? Deutschland musste auf der Hut sein, denn die Skandinavier legten nun einen Zahn zu, was mehr Räume für die DEB-Auswahl führte: Leon Draisaitl scheiterte im Solo am aufmerksamen dänischen Keeper. Beim zwei auf eins Konter verzog Josh Samanski.
Es blieb weiterhin sehr spannend, denn Dänemark warf alles in die Waagschale und zog seinen Goalie bereits knapp vier Spielminuten vor der Schlusssirene. Die Unterkante der Latte rettete für Grubauer, der zum Turm in der Schlacht avancierte.
Olympia 2026, Vorrunde, 12.02.2026
Deutschland – Dänemark 3:1 (1:1|2:0|0:0)
Tore:
1:0 |01.| Leon Draisaitl (Tiffels, Wagner)
1:1 |14.| Fisker Molgaard (Ehlers, Jensen Abo)
2:1 |25.| Tim Stützle (Peterka, Stachowiak)
3:1 |31.| Tim Stützle (Draisaitl, Seider) PP1
Schiedsrichter: Holm (SWE) / Ansons (LAT)
Zuschauer: 3.986
Bericht von: Hermann Graßl | Foto: City-Press GmbH
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