
Das Derby zwischen Straubing Tigers und Red Bull München findet einen verdienten Sieger
In dem brisanten Derby konnten sich am Abend die Straubing Tigers durchsetzen. München zeigte über weite Strecken eine gute Partie, kam aber im letzten Drittel nicht mehr durch die Abwehrreihen der Niederbayern. Straubing hielt immer gut dagegen, baute phasenweise hohen Druck auf und war vor allem im letzten Abschnitt in der entscheidenden Phase immer einen Schritt schneller. Mit dem Sieg über München tauschen beide die Plätze in der Tabelle.
Unentschieden in die Pause
Die Schüsse auf das Tor waren deutlich auf Seiten der Straubinger. München leistete sich im ersten Abschnitt drei Strafzeiten und zweimal davon, als die Gäste wieder komplett waren, wurde es gefährlich. Beim zweiten Powerplay traf Stefan Loibl exakt in den Winkel und beim dritten Powerplay marschierte Halloran durch die Reihen. Nur Torwart Antoine Bibeau verhinderte im letzten Moment den Treffer. München zeigte auch ein schnelles Spiel nach vorne und konnte dabei den Ausgleich durch Tobias Rieder erzielen. Ansonsten hatten die Tigers hinten alles im Griff und die wenigen Schüsse waren für Jakub Skarek kein Problem.
Duell der Goalies
Es fielen zwar keine weiteren Tore im zweiten Abschnitt, aber die Attraktivität des Spiels nahm dadurch keineswegs ab. Straubing hatte zu Beginn eine heiße Phase bei sich Red Bull kaum befreien konnte. Die einzige Strafe bekam Straubing, wegen zu vielen Spielern auf dem Eis. Mit dem ersten Powerplay übernahmen die Oberbayern das Momentum und kamen zu teils gefährlichen Möglichkeiten. Während Rieder allein vor Skarek nur die Latte traf, hätte McKenna sein zweites Tor eigentlich machen müssen. Auf der anderen Seite versuchten Madden und Elynuik Goalie Bibeau zu überwinden. Beide Torhüter zeigten schnelle Reflexe und hielten ihr Team im Spiel.
Knappe Entscheidung auf dem Eis
Münchens Ferguson hätte sein Team in Führung bringen können und wer weiß wie das Derby ab dann verlaufen wäre. Quasi im Gegenzug fiel ein Tor durch Linus Brandl, was etwas umstritten war. Zwar war Straubings Bleicher im Torraum, doch wurde er dort auch hinein befördert. Die Entscheidung blieb bestehen und Straubing lag mit 2:1 vorne. Die Gäste konnten sich nicht mehr durchsetzen und die Tigers erhöhten durch einen Strahl von Marcel Brandt auf 3:1. Sieben Minuten vor dem Ende gab es die Möglichkeit für München in Überzahl, das Spiel nochmal spannend zu machen. Aber Red Bull dezimierte sich mit zwei völlig unnötigen Fouls selbst und Nick Halloran traf im Powerplay. Der Deckel war drauf, auch wenn München alles riskierte und das 4:2 durch Lukas Thaler erzielen konnte.
Münchens Torhüter Bibeau war gegen Straubings Halloran auf seinen Posten – Foto: City-Press
Stimmen zum Spiel:
Oliver David (Red Bull): “Es war nicht genug heute Abend. Die Special Teams haben eine entscheidende Rolle auf beiden Seiten gespielt. Der Beginn hat mir von beiden Teams gefallen. Nach dem Rückstand konnte man besser ins Spiel kommen. Das zweite Drittel war enger, aber das ganze Spiel über konnte man im Powerplay nicht treffen. Im letzten Drittel haben wir nach dem 4:1 alles versucht, aber am Ende muss man sagen, dass Straubing heute verdient gewonnen hat.”
Craig Woodcroft (Tigers): “Es war ein hart umkämpftes Spiel. Nach der Führung haben wir uns gut gefühlt, aber den Ausgleich wieder zu schnell hinnehmen müssen. Beide Teams haben hart weitergespielt und im zweiten Drittel mussten wir uns gegen einen starken Gegner zur Wehr setzen. Im letzten Drittel haben wir wieder zu unserem Spiel gefunden und gute Tore gemacht. Trotzdem ist das zweite Gegentor ärgerlich und aus dieser Phase müssen wir lernen. Der Fokus liegt gleich auf Bremerhaven am Sonntag.”
Straubing Tigers – EHC Red Bull München: 4:2 (1:1 | 0:0 | 3:1)
1:0 |08.| Stefan Loibl (N. Beaudin, Brandt)
1:1 |11.| Tobias Rieder (McKenna)
2:1 |44.| Linus Brandl (Green, McKenzie)
3:1 |49.| Marcel Brandt (McKenzie)
4:1 |55.| Nick Halloran (Duszak, JC Beaudin) – PP 1
4:2 |58.| Lukas Thaler (Ehliz, Rieder) – EN
Zuschauer: 5.635 (Ausverkauft)
Bericht von: Markus Altmann | Foto: City-Press
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