
Krefeld Pinguine rupfen die Schwenninger Wild Wings mit deutlichem Shutout Sieg für Keeper Jatkola
Die Krefeld Pinguine empfingen in der heimischen Yayla-Arena die Schwenninger Wild Wings zu einem vorgezogenen Spiel des 41. Spieltages.
Die Krefeld Pinguine standen mächtig unter Zugzwang, verlor man doch zuletzt fünf Partien in Folge. Mut machte der Erfolg zuhause gegen die Wild Wings im ersten direkten Vergleich dieser Spielzeit. Daran wollten die Frackträger anknüpfen, um den Anschluss an die Top Ten nicht abreißen zu lassen. Die große Abhängigkeit von der Top Reihe mit Santos, Newton und Gogulla sprach bisher Bände, doch es mussten auch andere künftig für Offensivpower sorgen.
Die Schwenninger Wild Wings erwiesen sich zuletzt bei drei aufeinanderfolgenden Partien auf fremdem Terrain als bärenstark und wollten diesen Schwung auch mit nach Krefeld nehmen und dort ebenfalls siegreich vom Eis gehen. Nach anfänglichem holprigem Start in die neue Saison schafften die Jungs um Headcoach Steve Walker inzwischen den Turnaround und kletterten stetig nach oben in der Tabelle.
Match auf Augenhöhe mit Last Minute Führung für Krefeld
In der für Spiel unter der Woche gut gefüllten Yayla-Arena wollten die Fans nach fünf Pleiten endlich über ein Erfolgserlebnis jubeln, zumal derzeit die 90 Jahr Feier des Traditionsclubs andauert und dafür seitens der Liga drei Heimspiele nacheinander als Geschenk auf der Agenda standen. Krefelds Gogulla prüfte den jungen Simon Wolf im Gehäuse der Gäste, die ebenfalls erste gute Gelegenheiten verbuchten und ihr erstes Powerplay bekamen, das aber genauso wirkungslos verpuffte wie das der Frackträger.
Die Partie verlief bisher sehr ausgeglichen und lief lange Zeit ohne Unterbrechungen durch. Kyle Platzer hatte die Führung auf seinem Schläger, als sich beide Top Reihen gegenüberstanden. Das Momentum lag nun bei den Hausherren, was sich auch an der Schussstatistik niederschlug. Die Wild Wings lagen indes bei den gewonnenen Zweikämpfen vorne, eine Thematik, die von Headcoach Thomas Popiesch als wesentlicher Erfolgsfaktor angesprochen wurde. Beiden Teams fehlte noch die Präzision im Abschluss.
Dann hatte Keeper Simon Wolf Glück, als die Scheibe kurz unter ihm lag. Es ging munter hin und her und knapp 40 Sekunden vor der Sirene zappelte der Puck nach einem Distanzschuss von Max Gildon doch noch im Netz. Es war erst das vierte Tor zuhause für die Frackträger im ersten Drittel.
Dziambor: „Krefeld macht es sehr gut. Wir müssen vor unserem Goalie besser ausräumen und vorne mehr Druck ausüben.“
Doppelschlag der Krefeld Pinguine, die nachlegen
Bislang lebte die Partie von der Spannung und Intensität. Statistisch war der Mittelabschnitt nicht grad das Lieblingsdrittel der Gäste, bei denen mit Alex Trivellato ein Ex-Krefelder im Line-Up stand. Nun übten die Schwäne ihre erste längere Druckphase aus, welche fast wie ein Powerplay wirkte und die Füße der Gastgeber schwer werden ließ. Davis Vandane blieb dabei über bemerkenswerte drei Minuten auf dem Eis. Chapeau! Würden letztlich die Kraftreserven über Sieg oder Niederlage entscheiden?
Die Pinguine suchten nach Entlastungsaktionen. Vielleicht trug auch der begeistert empfangene Besuch der Krefelder Legende Christian Ehrhoff mit bei. Die Hausherren befreiten sich aus der Umklammerung und Marcel Müller verwertete in der 34. Spielminute den Abpraller. Nur knapp zwei Zeigerumdrehungen später markierte Max Santos den dritten Krefelder Treffer, der mit einer feinen Einzelleistung erzielt wurde. Es fühlte sich für Schwenningen etwas befremdlich an, nun plötzlich einem drei Tore Rückstand hinterherzulaufen.
Die Effizienz der Hausherren war bislang bemerkenswert. Und es kam sogar noch besser für die heimischen Fans, denn in der 19. Spielminute erhöhte Max Newton dank auf vier zu null. Die Pinguine agierten eiskalt im Mitteldrittel.
Vandane: „Wir bauten nahtlos auf dem ersten Drittel auf und nutzten unsere Chancen hervorragend. Unsere Top Reihe macht sehr viel Spaß und es ist toll mit ihnen zu spielen.“
Marcel Müller mit Doppelpack – halbes Dutzend auf dem Scoreboard
Was hatte Headcoach Steve Walker noch im Köcher, um an diesem Abend vielleicht doch noch was Zählbares mitzunehmen? Mit Aufholjagden waren die Wildgänse ja vertraut, deshalb mussten die Frackträger auf der Hut sein und ihren Matchplan beibehalten. Schwenningen zeigte eine beherzte Auswärtspartie, doch der Spielstand spiegelte nicht das wahre Kräftemessen wider.
Doch es kam noch schlimmer für die Gäste, denn Marcel Müller verbuchte seinen zweiten Treffer des Abends getreu dem Motto, „wenn es mal läuft, dann läuft es halt“. Kaum zu glauben, denn in der 55. Spielminute machten die Krefeld Pinguine das halbe Dutzend voll in Person von Tim Schütz. Die Pinguine legten mit diesem famosen Heimsieg den Grundstein für das bevorstehende Traditionsderby gegen Köln in der Yayla-Arena.
Lange ist es her, denn 2020 gab es den letzten Shutout Sieg von Krefeld gegen Schwenningen! Die beiden Kontrahenten trafen vier Tage später erneut aufeinander, dieses Mal in Schwenningen. Diese Back to Back Games wiesen schon einen vorgezogenen Playoff Charakter auf.
Trivellato: „Krefeld war heute super kaltschnäuzig, wir hatten keinerlei Durchschlagskraft, noch nicht einmal ein dreckiges Tor ist uns gelungen. Wir wollen keine Ausreden suchen. Wir müssen das aufarbeiten und dieses Spiel aus unseren Köpfen eliminieren.“
Müller Marcel: „Es fühlt sich natürlich gut an. Es war im Endeffekt ein bisschen zu hoch. Wir müssen genauso weiterspielen, damit auch die anderen drei Reihen Tore schießt. Ich freue mich auf das Spiel gegen Köln am Freitag und es wird ein besonderes Spiel werden. Wir müssen hinter sicher stehen und vorne effektiv sein.“
Krefeld Pinguine – Schwenninger Wild Wings 6:0 (1:0|3:0|2:0)
Tore:
1:0 |20.| Max Gildon (Schütz, Suess)
2:0 |32.| Marcel Müller (Hauf, Dybowski)
3:0 |34.| Max Santos (Newton, Vandane)
4:0 |39.| Max Newton (Santos, Vandane)
5:0 |50.| Marcel Müller (Hauf, Vandane)
6:0 |55.| Tim Schütz (Suess)
Haupt-Schiedsrichter: Cespiva (GER) / Ansons (LAT)
Bericht von: Hermann Graßl | Foto: City-Press GmbH
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