Eisbären Berlin – in acht Tagen zum CHL-Achtelfinale

2.November 2026CHL, DEL

Die Eisbären Berlin treffen in acht Tagen, am 10. November 2026 auf den finnischen Gegner KooKoo Kouvola. Erstmalig reist die Berliner Mannschaft unter der Führung von Head-Coach Èric Dubois nach Finnland. „Es war eine kleine Herausforderung für uns, herauszufinden, wie wir nach Kouvola reisen werden“, so Èric Dubois. Berlins CHL Top-Scorer Leonhard Pföderl freut sich davor erst einmal auf die Deutschland-Cup Pause: “das haben wir uns verdient“, resümiert er.

Während KooKoo Kouvola derzeit in der finnischen Liiga Tabelle das Schlusslicht (Platz 17) bildet, stehen die Eisbären Berlin auf dem ersten Tabellenplatz der PennyDEL. In der CHL-Tabelle sieht das jedoch anders aus, dort stehen die Finnen auf dem 12ten und die Berliner auf dem 5ten Platz.

Am Dienstag in einer Woche geht es nun für die Eisbären Berlin in die Stadt mit 450 Seen und der größten Elch-Population Finnlands. Ausgetragen wird das erste Achtelfinale CHL-Spiel in der Lumon Areena in Kouvola. Zum Rückspiel geht es am 18.11.26 in den „Welli“ (Wellblechpalast) Berlin.

Neuer Trainer, neue Hoffnung für KooKoo Kouvola

Vor knapp 4 Wochen, am 7.10.2026, feuerten die Finnen ihren Cheftrainer Jouko Myrrä. Nach mehr als zwei Handvoll Niederlagen wurde der Coach durch den ehemals in Augsburg hinter der Bande stehenden Kai Suikkanen ausgewechselt. In Augsburg konnte Suikkanen sich nicht durchsetzen, nach nur zweieinhalb Monaten wurde er dort wieder entlassen. Seit seinem Trainerdasein in Finnland führte Kai Suikkannen seine Mannschaft viermal zum Sieg, kassierte allerdings sieben Niederlagen. Ob und wie er seine Mannschaft KooKoo Kouvola voranbringen wird, bleibt abzuwarten.

Mit einem Sieg gegen die Adler Mannheim (5:2) zog der finnische Trainer jedenfalls in das CHL-Achtelfinale ein. Bei einem intensiven Start erzielten die Finnen die ersten 3 Tore der Partie, erst dann konnten die Adler etwas für sich ausrichten. Es folgte ein weiterer Führungstreffer für die Finnen, nachfolgend ein Anschlusstreffer von Mannheim. Nur 30 Sekunden vor Spielende setzten die Finnen den Deckel drauf und machten das fünfte Tor.

Eisbären gewannen auch letztes CHL-Hauptrundenspiel

Die Hauptrunde der CHL schlossen die Eisbären mit einem knappen Sieg gegen den EC-KAC ab. Im ersten Drittel zogen sich ergebnislose Torchancen für beide Mannschaften durch die Spielzeit. Liam Kirk und Frederik Tiffels setzten dem im zweiten Drittel ein Ende und legten den Spielstand auf 2:0. Erst in der fünfzigsten Minute erzielte Thomas Hundertpfund für die Klagenfurter den Anschlusstreffer. Spannend blieb es bis zur Schluss-Sirene, der Sieg blieb zuhause bei den Eisbären.

Leonhard Pföderl ist derzeitiger CHL Top-Scorer der Eisbären Berlin. Mit 5 Toren und 2 Assists erspielte er sich 7 Punkte. Erzielt hatte er bisher je zwei Tore gegen den HC Davos, die Moser Medical Graz 99ers und ein Tor gegen die Herning Blue Fox. Beim Spiel gegen den EC Red Bull Salzburg setzte der 33-jährige wegen gesundheitlichen Gründen aus. Gegen den EC-KAC konnte der gebürtige Bad Tölzer für seine Berliner Mannschaft kein Tor einfahren. Was dem Stürmer bisher in der CHL gut gelang, blieb in der PennyDEL noch etwas hintenangestellt, dort setzte er die schwarze Scheibe bislang zweimal in das Netz.

Fans beider Mannschaften dürfen sich auf Spiele zweier stark und intensiv spielenden Mannschaften freuen. Welches Team es in das Viertelfinale schaffen wird, zeigt sich nach der Deutschland-Cup Pause.

Leonhard Pföderl: „Es waren in der DEL bisher weniger Torchancen für mich dabei, gefolgt von vielen Latten-Treffern. Ab und zu fliegen sie rein, ab und zu nicht. Das Ziel ist, in die nächste Runde zu kommen. Das ist möglich und dafür werden wir nach der Pause wieder angreifen.“ Wie hält es sich es sich mit der Vorfreude zum Achtelfinale? „Momentan hält sich die Vorfreude noch in Grenzen. Jetzt machen wir erstmal Pause, das haben wir uns verdient. Ich glaube wir freuen uns alle. Ich habe noch nie gegen KooKoo Kouvola gespielt, das ist mal wieder etwas Neues und es werden sicher gute Spiele.“
Wie ist die Umstellung von den CHL Spielen zu PennyDEL Spielen, gibt es gravierende Unterschiede? Kai Wissmann: „Das kann man so pauschal nicht sagen. Es kommt immer darauf an, gegen wen wir in der Champions League spielen. Schweden und Finnland hatten wir noch nicht als Gegner, aber die spielen ein etwas anderes Eishockey: eher den Puck halten, Puckbesitz, sie chippen den Puck nicht so gerne tief. In der DEL ist es eher etwas nordamerikanischer geprägt. Die österreichischen Teams, gegen die wir bisher gespielt haben, spielen auch ähnlich wie wir. Wir werden vom Trainer gut vorbereitet, schauen Videos an, wissen was der Gegner macht und was uns erwartet. So wissen wir auch was zu tun ist.“
Èric Dubois: „Es war eine kleine Herausforderung für uns, um herauszufinden, wie wir nach Kouvola reisen werden. Selbstverständlich muss man die Kosten und auch Reisekosten beachten. Bisher haben die Eisbären noch keinen CHL Wettbewerb gewonnen. Deshalb sind wir mit hohen Ambitionen in die Champions Hockey League gestartet und möchten so weit kommen, wie es möglich ist.“
Fakten: Die Eisbären Berlin haben noch kein CHL Finale gewonnen.

CHL Eisbären Berlin vs. EC-KAC. Leonhard Pföderl und Andreas Eder spielen Gegner beim taktischen Forechecking aus. Foto: Patricia Gradl

 

Bericht von: Patricia Gradl | Foto: Patricia Gradl

Eishockey-Online Network

Medidaten | Kontakt | Impressum | copyright 2008-2024 eishockey-online