
Karachun wird zum Matchwinner – Wild Wings belohnen sich für starke Moral
Die Schwenninger Wild Wings verabschieden sich mit einem hart erkämpften Erfolgserlebnis in die Länderspielpause. Nach zwei enttäuschenden Auswärtsauftritten und einem zwischenzeitlichen Rückstand im Schlussdrittel bewies die Mannschaft von Steve Walker gegen die Krefeld Pinguine Moral und sicherte sich einen 4:3-Heimsieg nach Verlängerung. Alexander Karachun wurde mit zwei späten Treffern zum entscheidenden Mann. Der Erfolg dürfte den Neckarstädtern nach einer bislang durchwachsenen Saisonphase guttun.
Schwenningen findet gut in die Partie
Die Gäste aus Krefeld erwischten zunächst den besseren Start und versuchten, die Wild Wings früh unter Druck zu setzen. Doch die Hausherren fanden schnell ihren Rhythmus und erspielten sich zunehmend eigene Möglichkeiten. Boaz Bassen verpasste bereits in der zweiten Spielminute nur knapp die Führung. Auch Curtis Valk und Alexander Karachun sorgten in der Folge für Gefahr vor dem Krefelder Gehäuse. Auf der Gegenseite zeigte sich Joacim Eriksson aufmerksam und verhinderte einen frühen Rückstand.
In der 15. Spielminute belohnte sich Schwenningen schließlich für den engagierten Auftritt. Philip Feist setzte sich mit einer starken Einzelaktion durch die neutrale Zone durch und bediente Kyle Platzer, der zum 1:0 abschloss. Der Führungstreffer verlieh den Gastgebern zusätzliches Selbstvertrauen. Mit weiteren guten Möglichkeiten gingen die Wild Wings verdient mit der knappen Führung in die erste Drittelpause.
Krefeld antwortet – Valk bringt Schwenningen erneut in Führung
Der Mittelabschnitt begann für die Mannschaft von Steve Walker denkbar ungünstig. Eine vierminütige Unterzahl brachte die Gastgeber zunehmend unter Druck. Zwar verteidigten die Wild Wings zunächst konsequent, doch in der 25. Minute nutzte Phil Varone die Überzahlsituation zum 1:1-Ausgleich. Krefeld übernahm daraufhin phasenweise die Spielkontrolle und stellte die Schwenninger Defensive vor einige Herausforderungen.
Dennoch fanden die Neckarstädter die passende Antwort. In der 31. Minute bediente Platzer seinen Sturmpartner Curtis Valk, der die Scheibe sehenswert zur erneuten Führung im Krefelder Tor unterbrachte. Wenig später jubelten die Schwenninger bereits über einen vermeintlichen dritten Treffer durch Håkon Hänelt, doch nach Videoprüfung blieb die Entscheidung auf dem Eis bestehen: kein Tor. In der Schlussphase des Drittels war es vor allem Eriksson, der mit wichtigen Paraden die knappe 2:1-Führung in die zweite Pause rettete.
Krefeld dreht das Spiel – Karachun rettet die Wild Wings
Im Schlussabschnitt drohte den Wild Wings die Partie innerhalb weniger Minuten vollständig zu entgleiten. Erneut gerieten die Hausherren in Unterzahl und mussten in der 44. Minute durch Adam Payerl den Ausgleich hinnehmen. Nur knapp zwei Minuten später schlug derselbe Spieler erneut zu und brachte die Pinguine erstmals mit 3:2 in Führung. Die Schwenninger hatten damit innerhalb kürzester Zeit eine gute Ausgangsposition verspielt und standen plötzlich mit dem Rücken zur Wand.
Doch anders als bei den jüngsten Niederlagen fanden die Wild Wings diesmal eine Antwort. Die Mannschaft erhöhte den Druck und erspielte sich insbesondere durch Mirko Höfflin und Philip Feist mehrere hochkarätige Möglichkeiten. Krefelds Schlussmann Juha Jatkola verhinderte mit starken Paraden zunächst den Ausgleich. Auf der Gegenseite hielt Eriksson seine Mannschaft mit einer wichtigen Rettungstat im Spiel. Als Steve Walker schließlich den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, wurde der Mut belohnt. Nach einer Hereingabe von Thomas Schemitsch traf Alexander Karachun in der 59. Minute zum viel umjubelten 3:3 und rettete die Hausherren in die Verlängerung.
Verlängerung: Karachun setzt den Schlusspunkt
Auch in der Overtime blieb die Begegnung spannend. Zunächst hatte Philip Feist den Siegtreffer auf dem Schläger, scheiterte jedoch erneut am starken Jatkola. In der 63. Spielminute war es schließlich Alexander Karachun, der mit einem energischen Vorstoß die Krefelder Defensive überwand und die Scheibe zum entscheidenden 4:3 im Tor unterbrachte. Mit seinem zweiten Treffer des Abends sicherte der Angreifer den Wild Wings den Zusatzpunkt und sorgte für einen versöhnlichen Abschluss vor der Länderspielpause.
Bericht von: BM | Foto: Archivbild / citypress
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