
Straubing und Schwenningen bieten ein Spektakel auf hohem Niveau
Es war ein Spiel auf Augenhöhe, in dem sich beide Teams nichts schenkten. Die Spannung war zum Greifen nah und lange wusste man nicht, wer den Pulverturm als Sieger verlassen wird. In einer stets fair geführten Partie ging es ständig hin und her. Straubing baut in der neuen Saison den Pulverturm wieder zu einer Festung auf und ist in der Liga der einzige Club, der zu Hause noch keinen einzigen Punkt abgeben musste.
Mehr Chancen für die Tigers
In der flotten Begegnung zwischen Platz zwei und fünf gab es im ersten Drittel mehr Chancen für die Niederbayern. Ein Powerplay zu Beginn blieb ohne Erfolg, wurde aber zum Warmschiessen für Goalie Joacim Eriksson genutzt. Schwenningen sorgte immer wieder für Entlastungsangriffe, die meistens von der Abwehr der Tigers unterbunden wurden. Einmal jedoch kam Mirko Höfflin durch, aber Henrik Haukeland im Tor der Gastgeber blieb in diesem Duell der Sieger. Mit dem 0:0 zur Pause wechselte man die Seiten.
Überlegenheit ohne Tore
Wie spannend ein torloses Unentschieden im Eishockey auch nach vierzig Minuten sein kann, zeigten beide Teams eindrucksvoll. Straubing konnte die erste Hälfte des Abschnitts phasenweise dominieren. Minutenlang setzten sich die Gäubodenstädter in der defensiven Zone der Gäste fest. Torhüter Eriksson zeigte eine Parade nach der anderen. Das Tor der Wild Wings schien wie vernagelt. Aber auch die Schwenninger kamen zu ihren teils guten Möglichkeiten.

Wie überwindet man Joacim Eriksson?
Nach 57:52 Minuten und unzähligen Paraden von Joacim Eriksson wurde der Anhang der Tigers von Filip Varejcka erlöst. Dieses Tor bedeutete den fünften Heimsieg im fünften Heimspiel für die Straubing Tigers. Was für Straubing Freude pur bedeutete, war für die Gäste mehr als bitterlich. Auch sie waren im letzten Abschnitt einem Treffer mehrmals sehr nahe gekommen. Herauszuheben nach diesem Spiel sind beide Goalies, die sich gegenseitig nichts schenkten und den gut 5.000 Eishockeyfans am Pulverturm ein Eishockey-Spektakel boten.
Stimmen zum Spiel:
Steve Walker (Wild Wings): “Beide Teams haben sich einem harten Kampf gestellt. Es war von Beginn an ein schnelles Spiel, in dem beide ihre Chancen hatten. Im letzten Drittel hatten beide Mannschaften den Sieg auf dem Schläger und ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden.”
Craig Woodcroft (Tigers): “Ich habe das Spiel ähnlich gesehen. Beide Torhüter haben sehr stark gespielt. Wir haben die Geduld nicht verloren und uns bis zum Schluss auf den Sieg fokussiert. Für den Blutdruck war das Spiel sicherlich nicht förderlich.”
Straubing Tigers – Schwenninger Wild Wings: 1:0 (0:0 | 0:0 | 1:0)
1:0 |58.| Filip Varejcka (Daschner)
Zuschauer: 5.005
Bericht von: Markus Altmann | Foto: Citypress
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