
Straubing siegt knapp gegen Frankfurt bei Tom Pokels Rückkehr an den Pulverturm
“Ich bin nicht mehr in Straubing, aber Straubing ist immer noch in mir.” Mit diesem Satz beendete Tom Pokel die Pressekonferenz nach dem Spiel. Am Tag der Rückkehr des ehemaligen Tigers Dompteur mit seinen Frankfurter Löwen gab es für den ehemaligen Coach keine Punkte zu holen. Straubing gab in den ersten vierzig Minuten die Richtung vor, aber Frankfurt wusste sich zu helfen und mit den Fernschüssen setzten sie ihre Nadelstiche. Im letzten Drittel wurde es bis zur Sirene spannend, denn Frankfurt blieb am Drücker in der Crunchtime. Beide Trainer würdigten nach dem Spiel die Leistung des jeweils anderen.
Straubing gibt den Ton an
Straubing legte gleich vom Start weg eine Schippe drauf und schnürte Frankfurt in der Defensive ein. Das erste Powerplay für die Tigers dauerte exakt fünf Sekunden. Zac Leslie packte regelgerecht einen Hammer aus. Die Gastgeber blieben dran und zwangen Goalie Pantkowski zu Fehlern. Einen davon nutzte Skyler McKenzie im Nachschuss. Von den Löwen kam nicht viel nach vorne, aber dieser eine Schuss von Maksim Matushkin war von Goalie Haukeland nicht zu sehen. So ging es mit einem 2:1 in die Kabinen.
Frankfurt bleibt hartnäckig
Es ergab sich weiterhin ein ähnliches Bild wie im ersten Abschnitt. Straubing hatte das Spiel im Griff und erhöhte auf 4:1. Zuerst erzielte Simon Seidl sein erstes Tor in der DEL und kurz danach kam wieder ein Blueliner von Zac Leslie durch. Hier war Pantkowski die Sicht verdeckt. Genauso erging es seinem Gegenüber bei den Toren drei und vier der Gäste. Zuerst fälschte Jonathan Uba den Schuss von Wirt ab und Maksim Matushkin kam erneut mit einem verdeckten Schuss durch. So brachten sich die Tigers zum letzten Drittel wieder in arge Bedrängnis.
Bis zur letzten Sekunde
Den Hausherren gelang ein Blitzstart. Frankfurts Verteidigung war sich uneinig, da konnte Justin Scott helfen. Allein vor Pantowski machte er das wichtige 5:3. Eigentlich hätte es das Spiel der Tigers beruhigen können. Das Team von Tom Pokel hatte aber gute Argumente und durch den Antreiber Maksim Matushkin wurden die Löwen mutiger und schafften erneut den Anschlusstreffer durch Linus Fröberg. Es war der zweite Erfolg im Powerplay für die Gäste. Alles fokussierte sich auf die Crunchtime, in der es hoch her ging. Henrik Haukeland zeigte hervorragende Reflexe und ließ kein weiteres Tor mehr zu.

Ehre, wem Ehre gebührt. Unter tosendem Applaus bedankten sich die Tigers bei Tom Pokel (mitte)
Stimmen zum Spiel
Tom Pokel (Löwen): “Ich möchte mich zuerst für die Ehrung heute hier an diesem Ort, am Pulverturm bedanken. Vor allmen bei Jason Dunham, Gabi Sennebogen, den Fans und den Spielern die heute auf dem Eis standen und die ich über lange Zeit begleiten durfte. Straubing hat mir damals die Chance in der DEL gegeben und wer hätte gedacht, dass es über 8 Jahre werden. Ich bin sehr stolz, dass ich zusammen mit Rob Leask hier etwas aufbauen konnte und mit Craig Woodcroft hat ein sehr guter Coach das Team übernommen. Zum Spiel kann ich sagen, dass wir kämpfen und alles geben, aber immer wieder unglückliche Gegentore hinnehmen müssen. Der Wille, alles zu verteidigen, war da, aber der Puck hat doch immer einen Weg in unser Tor gefunden. Wir werden daraus lernen und haben uns auch weiter entwickelt. Wir spielen intensiver und körperbetont. Von daher sehe ich uns auf einen guten Weg. Heute habe ich auf der anderen Seite eine gute und schnelle Straubinger Mannschaft gesehen und gratuliere Craig zum Sieg. Es ist ein schönes Erlebnis hier zu sein und ich bin mit dem Auftritt meines Teams zufrieden.”
Craig Woodcroft (Tigers): “Man kann Tom nur gratulieren für seine Arbeit, die er hier all die Jahre geleistet hat. Frankfurt hat heute das beste Spiel von den vieren gegen uns gezeigt und man kann die Handschrift von Tom sehr gut erkennen. Im ersten Drittel sind wir sehr gut aus der Kabine gekommen aber im zweiten Abschnitt hat Frankfurt dann so gespielt, wie wir es uns eigentlich vorgenommen haben. Das schnelle Tor im letzten Drittel war sehr wichtig und man konnte sehen wie hart die Löwen am Ende noch einmal gepusht haben. Es war nicht sehr schön wie dieser Sieg heute zustande kam, aber das Ergebnis ist wichtiger.”
Straubing Tigers – Löwen Frankfurt: 5:4 (2:1 | 2:2 | 1:1)
1:0 |06.| Zac Leslie (Hede, Beaudin) – PP 1
2:0 |10.| Skyler McKenzie (Leslie, Brandl)
2:1 |13.| Maksim Matushkin (Fröberg, Brace)
3:1 |24.| Simon Seidl (Klein, Loibl)
4:1 |32.| Zax Leslie (Halloran, Hede)
4:2 |35.| Jonathan Uba (Wirt, Dunham)
4:3 |38.| Maksim Matushkin (Fröberg) – PP 1
5:3 |42.| Justin Scott (Fleischer, Varejcka)
5:4 |49.| Linus Fröberg (Matushkin) – PP 1
Zuschauer: 5.208
Bericht von: Markus Altmann | Foto: Citypress
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