
Neustart gelungen: Tyler Haskins Grizzlys besiegen Ingolstadt
In der Eis Arena zu Wolfsburg empfingen die heimischen Grizzlys am 48. Spieltag den ERC Ingolstadt.
Paukenschlag in Wolfsburg! Headcoach Mike Stewart wurde zusammen mit seinem Co-Trainer entlassen! Als Nachfolger wurde Tyler Haskins rekrutiert, der selbst viele Jahre in Wolfsburg agierte und dort zur Club Legende mutierte. Man durfte gespannt sein, wie die Grizzlys diesen Re-Start ausgerechnet gegen den ERC Ingolstadt meistern würde.
Fliegauf: „Die Ergebnisse nach der Pause waren ausschlaggebend, der Bus schien in die falsche Richtung zu fahren. Es war nicht das, was wir uns vorgestellt hatten, schon in der Pause dachten wir über die Zukunft nach. Mit Tyler Haskins hatte ich einen intensiven Austausch. Mit Stewart gab es kein neues Vertragsangebot. Bzgl. Mannschaft und Umfeld wollten wir einen neuen Schub geben und langfristig denken. Es war keine leichte Entscheidung für mich. Das Sportliche war hier ausschlaggebend. Tyler ist eine Club Legende, sehr detailverliebt, und hat klare Vorstellungen über unseren Game Plan. Wir suchen wieder unsere Identität und DNA.“
Der ERC Ingolstadt reiste mit einem Derbyerfolg gegen Nürnberg in den hohen Norden und wollte sich das Heimrecht für die bevorstehenden Playoffs zurückholen. Hierfür bedurfte es eines Sieges, um die vor ihnen rangierenden Münchener zu überholen. Die Panther setzten auf ihre stärkste Offensivpower der Liga.
Grizzlys Wolfsburg geben Ton an
Es war das Duell der Autostädte und die Grizzlys traten heute im blauen Aktionstrikot zugunsten ihres Hauptsponsors VW an. Neu Coach Haskins setzte gleich ein Zeichen, in dem er seinen Goalie Dustin Strahlmeier als klare Number One ins Tor beorderte, der bereits 21 Spiele hintereinander bestritt. Wolfsburg schien für Ingolstadt ein Lieblingsgegner zu sein, denn bislang hatten die Oberbayern alle drei Begegnungen siegreich gestalten können. Gäste Keeper Devin Williams musste bereits früh zwei Mal eingreifen.
Wolfsburg musste an seiner mangelhaften Chancenverwertung arbeiten, weil man hier zuletzt viel liegen gelassen hatte. Justin Feser kannte als Ex-Ingolstädter den heutigen Gegner in und auswendig und konnte sicher wertvolle Impulse geben. Die Hausherren übten mächtig Druck auf das Gehäuse von Williams aus und waren dem Führungstreffer sehr nahe. Man haderte erneut mit dem Chancenwucher. Die Partie lief gemächlich an, nahm aber mittlerweile auch dank der Wolfsburger Intensität so richtig Fahrt auf.
Der ERC Ingolstadt kam langsam besser rein und Strahlmeier musste Mitte des ersten Drittels sein Können zeigen, doch die Grizzlys belohnten sich für ihren hohen Aufwand in der 16. Spielminute mit dem verdienten Führungstreffer in Person von Jimmy Lambert.
Last Second Goal der Grizzlys
Zu Beginn des Mittelabschnitts gelang dem ERC Ingolstadt der schnelle Ausgleich durch Austen Keating. Das Spiel wog hin und her und war von vielen Strafzeiten gekennzeichnet, hauptsächlich auf Seiten der Gäste, bei denen Preto gleich zwei Mal hintereinander in der Kühlbox Platz nehmen musste. Nachdem auch Powell in der 40. Spielminute eine zwei Minuten Strafe absitzen durfte, netzte Tyler Gaudet eine Sekunde vor der Drittelsirene zum vielumjubelten Führungstreffer für die Grizzlys Wolfsburg ein. Ein echtes Herzschlagmatch.
Justin Feser trifft gegen Ex-Club
Im Schlussabschnitt erwiesen sich die Grizzlys Wolfsburg als effizient und treffsicher, denn in der 47. Spielminute markierte der Ex-Panther Justin Feser den dritten Treffer der VW-Städter und Matt White sorgte mit seinem Empty Netter kurz vor Schluss für einen perfekten Einstand ihres neuen Headcoach Tyler Haskin. Mit diesem Erfolg konnte der Turnaround geschafft werden und die Wolfsburger schnupperten wieder etwas Luft nach oben zu Platz sieben, wo noch die Eisbären Berlin rangierten.
Grizzly Wolfsburg – ERC Ingolstadt 4:1 (1:0|1:1|2:0)
Tore:
1:0 |16.| Jimmy Lambert (Choupani)
1:1 |22.| Austen Keating (Powell, Preto)
2:1 |40.| Tyler Gaudet (White, Lynch) PP1
3:1 |47.| Justin Feser (Chrobot)
4:1 |59.| Matt White (Pfohl, Machacek) EN
Haupt-Schiedsrichter: Hunnius (GER) / Palkovi (HUN)
Zuschauer: 3.122
Bericht von: Hermann Graßl | Foto: City-Press GmbH
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