Straubing Tigers fahren im Derby gegen Ingolstadt ersten Dreier ein

25.September 2026DEL


Die Fans der Straubing Tigers mussten heute viel Geduld zum Derby mitbringen. Ingolstadt stemmte sich sehr lange gegen einen Treffer. Alle Tigers Tore fielen im letzten Drittel. Dabei war auch das 1000. Tor in der DEL durch Spencer Kersten. Insgesamt war es ein hartes und bis kurz vor Schluss ein faires Derby gegen Ingolstadt. Am Ende wurde, als die Partie durch die Tore von Beaudin, McKenzie, Rees und Kersten entschieden war, eine größere Schlägerei durch ein vorangegangenes Foul von Agostino ausgelöst. Das nahm dem Anhang der Niederbayern aber nicht mehr die Freude am verdienten Heimsieg. 

 

Schnelle Führung 

Der Puck selbst war noch kalt, da zappelte er auch schon im Netz der Tigers. Goalie Skarek der auch heute wieder starten durfte, wehrte den ersten Schuss noch ab. Der Puck blieb aber vor dem Tor liegen und Tyler Madden konnte zusammen mit Adrian Klein Daniel Schmölz (1.) nicht davon abhalten, den Puck über die Linie zu bringen. Straubing antwortete mit schnellen Spielzügen, die man bis vor das Tor von Jonas Stettmer brachte. Aber einmal war man nicht präzise genug im Abschluss und ein anderes mal stand Stettmer parat. Skarek musste bei Kontern der Oberbayern eingreifen und verhinderte gegen Riley Barber einen höheren Rückstand. 

Chancen aber keine Tore 

Der zweite Abschnitt gleichte dem ersten nur, dass es keine weiteren Tore gab. Die Niederbayern drängten weiter nach vorne und kamen ein ums andere mal gefährlich vor das Gehäuse von Stettmer. Der gebürtige Straubinger im Dress der Panther machte seine Sache aber sehr ordentlich. Die beste Möglichkeit bei einem Konter verspielten die Hausherren selbst, als Halloran den mitgelaufenen Beaudin nicht sah. Ingolstadt hatte keine große Drangphase, setzte aber immer wieder kleine Nadelstiche. Ansonsten war man in der Abwehr beschäftigt. 

 

 

Zweikämpfe um jeden Zentimeter gab es viele zwischen Straubing und Ingolstadt – Foto: City-Press

 

Die Tigers bewiesen auch im letzten Abschnitt Moral. Die ersten 40 Minuten waren durchaus kräftezehrend, aber der Drang nach vorne blieb bestehen und wurde belohnt. JC Beaudin gelang der hochverdiente Ausgleich, nachdem Nicolas Beaudin kurz zuvor vergeben hatte. In diesen Lauf kam ein passgenaues Zuspiel von Loibl auf Tyler McKenzie, der die 2:1 Führung für sein Team erzielte. Das Spiel wurde dramatisch, weil Ingolstadt im letzten Überzahlspiel des Abends nochmal richtig aufdrehte. Sheen mit einem Volley-Schuss und Powell hätten den Ausgleich machen müssen. Der ERC nahm früh den Torhüter vom Eis und wurde gleich zweimal bestraft. Die Entscheidung führte Jamie Rees herbei und Spencer Kersten traf ebenfalls ins leere Tor. Kenny Agostino hatte seine Nerven danach nicht mehr Griff und teilte zwei harte Checks gegen Rees aus. Dafür ging er vorzeitig in die Kabine. 

Straubing hat nun die ersten Punkte eingesammelt und wird am Sonntag vom unangefochtenen Tabellenführer aus Nürnberg erwartet. Ingolstadt kann sich zu Hause gegen die Adler Mannheim wieder rehabilitieren, die ihrerseits heute souverän gegen Krefeld siegten.

Stimmen zum Spiel:

Mark French (ERC): “Wir haben gewusst, dass es heute hart werden wird, gingen dann auch zuerst in Führung. Straubing wurde ab dem zweiten Drittel Spielbestimmender und hat am Ende verdient gewonnen. Jonas Stettmer war heute unser Bester und konnte uns solange wie möglich im Spiel halten.”

Craig Woodcroft (Tigers): “Beide Teams hatten im ersten Spiel ihre Chancen. Was mir heute von meinem Team gut gefallen hat, war die Widerstandsfähigkeit nach dem Rückstand. Nach dem Rückstand sind wir ruhig geblieben und haben unser Momentum bekommen. Jakub Skarek war heute mental sehr stark und hat viele gute Szenen gehabt.”

Straubing Tigers – ERC Ingolstadt: 4:1 (0:1 | 0:0 | 4:0)

0:1 |01.| Daniel Schmölz
1:1 |46.| JC Beaudin (Duszak, N. Beaudin) 
2:1 |51.| Skyler McKenzie (Loibl, N.Beaudin)
3:1 |57.| Jamie Rees (Halloran, Brandt) – EN
4:1 |58.| Spencer Kersten (Varejcka, Daschner) – EN

Zuschauer: 4.932

Bericht von: Markus Altmann | Foto: City-Press

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