Durchwachsenes Heimspiel der Eisbären mit Sieg gegen die Augsburger Panther

23.Oktober 2026DEL

Mit nur 16 Gegentoren starteten die Eisbären in das elfte Saisonspiel 2026/2027. 
Jonas Neffins Fangquote lag zu diesem Zeitpunkt noch bei 97,3%. Die des Gästegoalies Tobias Ancicka stand vor dem Spiel noch bei 89,7% und somit auf Rang 9 in der Tabelle.
 
Eric Dubois setzte Jonas Neffin als Schlussmann ein. Weiter unter den Starting Six war neben Korbinian Geibel, Eric Mik, Yannick Veilleux und Markus Vikingstad auch der 18-jährige Tobias Krestan aufgestellt.

 

Andreas Eder scheitert mit One-Timer

45 Minuten vor der Prime-Time konnten die Augsburger Panther den Eröffnungs-Bully für sich entscheiden. Mit einem Pass von Kyle Wood zu Cameron Wright ging es umgehend zu Jonas Neffin, dieser verschloss rechtzeitig die untere Ecke. Anschließend holte sich Cameron Wright mit einer Stockschlag-Aktion gegen Ty Ronning eine kleine Strafe ein. In die Überzahlsituation starteten die Berliner mit einer guten Formation. Ronning versuchte sich umgehend am Tor, Leonhard Pföderl scheiterte allerdings wie sein Kollege an Augsburgs Schlussmann, Tobias Ancicka. Andreas Eder probierte es mit einem One-Timer, welchen Gästegoalie Ancicka ebenfalls abhalten konnte.
 
Während die Berliner Mannschaft sich im Angriffsdrittel festspielte, konnten sich die Augsburger immer wieder gut befreien. Mit Druck nach vorne riss Liam Kirk die Scheibe an sich und brachte sie in Richtung Tor. An der Fanghand kam er aber nicht vorbei. Während die Eisbären gut im Forechecking waren, befreiten sich die Fuggerstädter gut. Noel Hoefenmayer testete vor dem ersten Powerbreak noch einmal Jonas Neffin, dieser parierte jedoch hervorragend.
Augsburg setzte sich nach der kurzen Pause umgehend im Angriffsdrittel fest. Jimmy Lambert und Cameron Wright brachten die Scheibe erfolglos zu Jonas Neffin.
 

Tobias Krestan mit traumhafter Torchance

 

Bei einem traumhaften Angriff nahm Tobias Krestan die Scheibe an seine Kelle und versuchte sich an einem Schlagschuss. Der Puck prallte allerdings ungünstig an der Schulter von Ancicka ab. An diesem Goalie war vorerst kein Vorbeikommen für die Berliner Eisbären.
Eric Mik zog wegen Haltens eine kleine Strafe ein und wanderte auf die Strafbank.
Mit dem Willen, das erste Tor zu setzen, bissen sich die Panther im Angriffsdrittel fest. Yannik Veilleux unterbrach die erste gefährliche Aktion der Augsburger. Hoefenmayer traf die Scheibe nicht richtig, was es für Jonas Neffin ein Leichtes machte, den Puck abzuhalten. Das verschenkte Powerplay an die Augsburger überstanden die Eisbären Tor-unbeschadet. Mit einem 0 zu 0 Spielstand ging es für beide Mannschaften in die Kabine.

 

Zweites Drittel mit Erfolg

 

Den ersten Puck-Drop des zweiten Drittels gewannen die Augsburger erneut für sich. Schnell riss Liam Kirk die Scheibe an sich, sein Schussversuch landete aber nicht im Netz. Auch ohne Tor brachten die 14.200 Zuschauer die ausverkaufte Uber Arena zum Beben. Während die Augsburger versuchten, das Spiel aggressiver aufzuziehen, verteidigte Berlin gut. Manuel Wiederer brachte seine Scheibe zu Hördler anstatt zum Tor und verpasste somit die Chance zum Abändern des Spielstands.
Jonas Neffin ließ sich nicht beirren und legte einige Schlüssel-Safes an den Tag. Yannick Veilleux sammelte noch eine Strafe wegen Hakens und bescherte den Augsburgern ein erneutes Überzahlspiel. Berlins Schlussmann blieb visiert und hielt jeden einzelnen Torversuch der Augsburger ab. Im zwei gegen zwei machten sich die Berliner auf den Weg zum Gegentor. Schnell ging es zurück in das eigene Drittel der Hauptstädter und die größte Torchance der Augsburger folgte. Wright verpasste das Tor nur um einen kleinen Hauch, Adam Smith sicherte die schwarze Scheibe, als Jonas Neffin sich im Tor wieder aufrichtete.
Alexander Blank warf sich einem Schuss von Ty Ronning dazwischen und verhinderte einen neuen Spielstand.
Die Oberhand des Spiels war von nun an klar den Augsburgern zuzuschreiben. Die Pucks, welche nicht ihren Weg zum Tor fanden, endeten bei Jonas Neffin.
Nach dem zweiten Powerbreak fanden die Gäste mehr Möglichkeiten, um das Spiel für sich zu entscheiden. Trotz guter Chancen fanden sie allerdings keinen guten Abschluss.
 

 

Lang ersehnter Befreiungsschlag

 

In der 35ten Minute dann endlich der Befreiungsschlag: Jonas Müller legte die Scheibe auf Yannick Veilleux´s Kelle. Veilleux hämmerte den Puck per One-Timer nahezu perfekt in den Slot. Das lang überfällige erste Tor dieser Partie war endlich gemacht, neuer Spielstand 1 zu 0. Der frisch aufgelegte Spielstand verlieh den Berlinern einen deutlichen Rückenwind. Weitere gefährliche Torchancen folgten auf beiden Seiten.
Eine angezeigte, aber nicht abgepfiffene Strafe brachte den Fuggerstädtern einen Vorteil: nur eine Minute vor der nächsten Drittelpause erzielte Cameron Wright das 1 zu 1.
Sekunden später gerieten die Mannschaften aneinander. Während die Schiedsrichter versuchten, sich um die ein oder anderen Streithähne zu kümmern, nahm Andreas Eder es selbst in die Hand. Zum Abkühlen schob er D.J. Busdeker ganz lässig weg von dem Gerangel.
 
 

 

150. Scorerpunkt für Liam Kirk

 

Hitzig kamen die Spieler zurück in das letzte Drittel der Partie. Zum dritten Mal gewannen die Panther das Bully. Frederik Tiffels konnte seinen Schuss auf das Tor nicht verwerten. Leo Pföderl kam mit einem wrap-around um die Ecke, die Scheibe kam an Ancicka nicht vorbei. Schnelle Abschlüsse auf beiden Seiten erhöhten die Fangquoten der Goalies. Das Spielgeschehen wurde im letzten Drittel um einiges körperlicher. Der Wille, in Führung zu gehen, war den Berlinern deutlich anzusehen. 
Liam Kirk machte seine Traumvorlage schlechthin, mit einem sehenswerten Pass zu Manuel Wiederer. Dieser musste nur noch die schwarze Scheibe in das Tor schieben. Die Führung war ausgebaut, das 2 zu 1 gemacht. Für Liam Kirk wurde der Assist zum 150. Scorerpunkt in der Deutschen Eishockey Liga.
Tobias Krestan baute mit seinem zweiten potenziellen Saison-Tor die Führung weiter aus, doch das Tor wurde nach dem Videobeweis wieder zurückgenommen. Genannt wurde hierfür eine Torhüterbehinderung. 
Jonas Müller tauschte hinter Jonas Neffins Tor eine Nettigkeit mit Noel Hoefenmayer aus. Eric Hördler und Sebastian Zwickl gerieten ebenfalls aneinander, die beiden durften zum Abkühlen in die Strafbox. 
Spannend verliefen die letzten Minuten des Spiels, gefährliche Situationen änderten an der Torsituation jedoch nichts. Mit einem 2 zu 1 für die Eisbären ging das elfte Saisonspiel zu Ende.
 
 
 
 
 
Liam Kirk Eisbären Berlin

Liam Kirk                                                                                                                                                  Foto: Patricia Gradl                                           

 
Èric Dubois: „Es gibt ein paar Siege während der Saison, welche man nicht unbedingt verdient zu gewinnen. Einer davon war heute Abend. Am Ende des Tages, wenn man sich nicht gut genug auf ein Team vorbereitet, ist jeder Gegner imstande zu gewinnen. Kein Team wird zu einem Spiel nach Berlin fahren, um dort nicht sein Bestes zu geben. Deshalb werden wir daran arbeiten, um unsere Erfolge in Berlin aufrechtzuhalten.”
Fakten: Die Eisbären Berlin haben derzeit die wenigsten Gegentore in der Penny DEL. Einzig Berlin selbst hat jemals so wenig Gegentore erhalten wie jetzt. Berlin ist weiterhin auf Tabellenplatz 1 mit 26 Punkten. Liam Kirk feiert 150. Scorerpunkt in der DEL.
 
Eisbären Berlin – Augsburger Panther 2:1 (1:0 | 1:1 | 2:1)
1:0 |35.| Yannick Veilleux (Jonas Müller)
1:1 |40.| Cameron Wright (Alec McCrea)
2:1 |46.| Manuel Wiederer (Liam Kirk) 
Zuschauer: 14.200

Bericht von: Patricia Gradl | Foto: Patricia Gradl

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