Kurzer Prozess: Ice Tigers zu stark für die Grizzlys

31.Oktober 2026DEL

Grusel-Stimmung bei den Ice Tigers, jedoch keineswegs wegen der aktuellen sportlichen Situation. Die Mannschaft von Mitch O´Keefe ist aktuell der engste Verfolger des Deutschen Rekordmeisters der Eisbären Berlin und das absolut verdient. Nach dem kleinen Oktober-Tief (vier Niederlagen in Serie) starteten die Franken wieder voll durch und setzten sich mit drei aufeinanderfolgenden Siegen wieder in der Top-Gruppe der PENNY DEL fest. Und wieso die Ice Tigers nun auch die Grizzlys Wolfsburg selbstverständlich bezwingen können klärt sich in den nächsten Absätzen.

Nürnberg schlägt Wolfsburg destruktiv – Noah Samanski mit vier Toren!

Was bekommen die jungen Tiger zum Essen?

Noah Samanski wurde nicht ausschließlich zum Tore schießen verpflichtet, dennoch hinterließen seine bisherigen Treffer immer einen bleibenden Eindruck beim Gegner. So auch bei den Grizzlys, die gegen das gallige Nachsetzen und dem darauffolgenden Treffer des 21-jährigen nichts tun konnten als zuzuschauen (4.). Über die jungen Wilden in Nürnberg spricht aktuell sowieso jeder, Tore eines jungen Spielers befeuern die Gesprächsthemen nur noch mehr und das ist auch gut so. Und gerade als ich diesen Satz geschrieben habe traf wieder ein junger Wilder für die Lebkuchenstädter, wieder Noah Samanski. Wunderschöne Tore mit der Rückhand kann der gebürtige Erdinger, zumindest zeigte er das am ersten Spieltag gegen die Augsburger Panther. Wie schön und präzise die scheibe unter der Latte einschlagen kann, durften die Niedersachsen selbst erleben (12.). Aber auch Neuzugänge schlagen in Nürnberg ein. Zumindest kann man das mit einer ziemlich hohen Quote bestätigen. So auch Jackson Cates, der seinerseits immer wichtige Treffer beisteuert und sich auf jedem Spielberichtsbogen bemerkbar macht. Sein Schuss durch die Beine von Hannibal Weitzmann erhöhte den Spielstand früh auf 3:0 aus Sicht der Nürnberger (13.). Damit nicht genug – die jungen Wilden trafen weiter. Diesmal Nürnbergs Top-Scorer Thomas Heigl. Ja ihr lest richtig Thomas Heigl ist der Top-Punktesammler der Tiger. Ganze 16 Punkte konnte der Tölzer schon beisteuern und an Tore von Thomas Heigl wie zum 4:0 (20.) dürfen sich die Ice Tigers Fans ab sofort gewöhnen.

Der Zug hat keine Bremse

Im Fahrgestell der Ice Tigers hatte Mannschaftsbetreuer Ralf Neiß wohl offensichtlich die Bremsenmontierung vergessen. Denn die von ihm betreuten Franken machten ungestört weiter. Der nächste Einschlag gelang in Überzahl: Tyler Spezia netzte nach starker Vorarbeit von Greg Meireles und Will Dufour nicht nur zum 5:0 ein sondern auch zu seinem fünften Saisontreffer in der noch jungen Spielzeit der Deutschen Eishockey Liga (29.). Um ein komplettes Entertainment-Paket beim Eishockey geliefert zu bekommen gehört natürlich auch ein Faustkampf dazu. Den entschieden ebenfalls die Ice Tigers für sich. Nach Trefferpunkten konnte Josef Eham Keaton Thompson wortwörtlich schlagen.

Nun aber weiter mit den weiteren Programmpunkten, beziehungsweise den Toren. Wieder schlug der Puck im Wolfsburger Gehäuse zum halben Dutzend ein. Owen Headrick beendete völlig frei vor dem Tor seine Durststrecke und sicherte sich seinen ersten Saisontreffer (34.). Nach dem zweiten Spielabschnitt wiesen die Ice Tigers sechs Tore, 21 Schüsse und eine Schusseffizienz von 28,57 % auf. Wieder mal ein Spitzenwert, der die Form der Franken nur noch dicker unterstrich.

Lasst die Hüte fliegen!

Lange dauerte es nicht ehe sich die Ice Tigers auch im dritten Drittel mit einem weiteren Tor anmeldete. Und ja die Überschrift hat etwas mit diesem Tor zu tun: Noah Samanski traf und traf und traf gleich dreimal. Mit dem 7:0 schnürte der Youngster seinen ersten DEL-Hattrick und ließ sich folgerichtig von der gesamten Arena in Nürnberg feiern (44.). Kurz darauf hatte Wolfsburg ebenfalls Lust zumindest ein Tor zu schießen. Keaton Thompson bugsierte das Spielgerät wuchtig unter die Latte und betreib damit Ergebniskosmetik. Den alten Abstand wieder herzustellen war sich, natürlich, Noah Samanski nicht zu schade. Sein Schuss aus der Drehung fand den Weg vorbei an Freund und Feind und dann letztendlich auch ins Netz hinter Dustin Strahlmeier (47.). Wolfsburg stellt schon lange keinen Angstgegner für die Ice Tigers da, so ließ sich das auch dem Endergebnis entnehmen. Die Ice Tigers setzen sich mit dem vierten Sieg in Serie als weiter oben fest und machen ihren Anspruch auf die Top 6 nur noch deutlicher.

Nürnberg Ice Tigers – Grizzlys Wolfsburg 8:1 (4:0;2:0;2:1)

Tore:
1:0 |4.|Noah Samanski (Josef Eham, Timo Bakos)
2:0 |12.| Noah Samanski (Timo Bakos, Josef Eham)
3:0 |13.| Jackson Cates (Thomas Heigl, Evan Barratt)
4:0 |20.| Thomas Heigl (Evan Barratt, Jackson Cates)
5:0 |29.| Tyler Spezia (Greg Meireles, Will Dufour)
6:0 |34.| Owen Headrick (Austin Magera, Greg Meireles)
7:0 |44.| Noah Samanski (Owen Headrick, Timo Bakos)
7:1 |45.| Keaton Thompson (Robert Lynch)
8:1 |47.| Noah Samanski (Marcus Weber, Owen Headrick)

Zuschauer:6471

Bericht von: Luca Schindler | Foto: City-press/Archiv

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