
Kölner Haie sichern sich Matchpuck gegen Schwenningen
Es bleibt eng, intensiv – und am Ende erneut mit dem besseren Ausgang für die Gäste: Die Schwenninger Wild Wings liefern den Kölner Haien über weite Strecken ein Duell auf Augenhöhe, müssen sich jedoch dank eines eiskalten Schlussdrittels mit 2:4 geschlagen geben. Köln stellt damit in der Serie auf Matchpuck und kann bereits am Dienstag alles klar machen.
Früher Wirkungstreffer – und die schnelle Antwort
Die Partie begann aus Sicht der Hausherren nahezu perfekt: Gerade einmal 43 Sekunden waren gespielt, als Kyle Platzer mit einem präzisen Abschluss zur frühen 1:0-Führung traf. Ein Auftakt nach Maß – doch die Antwort der Haie ließ nicht lange auf sich warten.
Mit zunehmender Spielzeit fanden die Gäste besser in die Partie, erspielten sich erste offensive Akzente und belohnten sich in der 5. Minute: Dominik Bokk nutzte einen schnellen Gegenstoß und traf frei aus dem Slot zum 1:1.
In der Folge entwickelte sich ein intensives, aber ausgeglichenes erstes Drittel. Chancen gab es auf beiden Seiten – etwa durch Kaski im Powerplay oder Szwarz direkt vor der Linie – doch beide Torhüter hielten ihre Teams im Spiel.
Viel Kampf, wenig Tore – Mitteldrittel ohne Ertrag
Auch im zweiten Abschnitt blieb das Spiel von hoher Intensität geprägt. Schwenningen übernahm zunächst das Momentum, setzte vor allem im Powerplay immer wieder Nadelstiche. Karachun, Uvira und Platzer hatten gute Möglichkeiten, doch Kölns Schlussmann Juvonen zeigte sich mehrfach auf der Höhe.
Auf der Gegenseite kamen auch die Haie zu gefährlichen Abschlüssen – Storm traf den Außenpfosten, Bokk scheiterte frei vor Eriksson. Trotz der Chancen blieb es jedoch beim 1:1, da beide Defensivreihen kompromisslos arbeiteten und die Partie zunehmend von Zweikämpfen geprägt war.
Ein Pfostentreffer der Wild Wings kurz vor Drittelende unterstrich, wie knapp die Partie war – und ließ erahnen, dass im Schlussabschnitt Kleinigkeiten entscheiden würden.
Kölner Doppelschlag bricht Schwenningen das Genick
Und genau diese Kleinigkeiten nutzten die Haie eiskalt aus. Binnen 60 Sekunden schlug der Hauptrundensieger doppelt zu: Zunächst traf Brady Austin aus spitzem Winkel zur Führung (45.), ehe Tanner Kero nur Augenblicke später nach einem Bullygewinn auf 1:3 erhöhte (46.).
Schwenningen zeigte jedoch Moral. Tyson Spink verwandelte einen Penalty sicher zum 2:3 (49.) und brachte die Wild Wings zurück ins Spiel. In der Schlussphase drängten die Hausherren auf den Ausgleich, die Spink-Zwillinge hatten diesen sogar auf der Kelle.
Doch Köln verteidigte mit viel Einsatz – und machte schließlich den Deckel drauf: Maximilian Kammerer traf ins leere Tor zum 2:4-Endstand.
Matchpuck für die Haie – Schwenningen unter Druck
Unterm Strich war es erneut ein Spiel auf Messers Schneide – mit dem besseren Ende für die Haie, die im entscheidenden Moment ihre Chancen konsequent nutzten. Für die Wild Wings bleibt die Erkenntnis, absolut konkurrenzfähig zu sein – aber auch, dass in den Playoffs Kleinigkeiten gnadenlos bestraft werden.
Köln hingegen steht nun mit dem Rückenwind eines starken Schlussdrittels vor dem Serienabschluss: Am Dienstag haben die Haie die Chance, den Sack zuzumachen. Schwenningen braucht hingegen die perfekte Antwort um die Serie nochmals nach Schwenningen zu holen.
Stimme zum Spiel – Danny O’Regan:
„Wir haben jetzt drei Spiele gezeigt, in denen wir voll dabei waren und Chancen hatten, zu gewinnen. Bei drei so engen Spielen, sind die Ergebnisse natürlich umso enttäuschender. Jocke war großartig heute und wir haben viele Sachen richtig gemacht. Wenn man Köln aber nur ein bisschen was gibt, dann bestrafen sie das eiskalt. 0:3 ist natürlich hart jetzt, aber wir wollen die Serie auf jeden Fall nochmal nach Schwenningen holen.“
Bericht von: BM | Foto: Archivbild/citypress
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