
Hinten stark, vorne effektiv – Berlins Unterschied gegenüber den Straubing Tigers in Spiel 4
Es gibt in den Playoffs immer wieder die sogenannten Unterschiedsspieler. In dieser Serie scheint es so, als ob es wieder einmal Noebels und Ronning sind. Es kommt nicht von irgendwo, dass ausgerechnet diese beiden Spieler in den letzten beiden Spielen für die entscheidenden Tore verantwortlich waren. Für Straubing wird die Luft nun sehr dünn und so schwer es scheint, aber um dieses Berlin noch zur Verzweiflung zu bringen, muss man nochmal eine Schippe drauflegen und das Powerplay stark verbessern.
Auf Noebels und Ronning ist verlass
Das erste Drittel war von den Spielanteilen her völlig ausgeglichen. Der Spielstand war es aber nicht und das hatten sich die Tigers mit einem zu laschen Abwehrverhalten selber zuzuschreiben. Die Niederbayern mussten zwei vermeidbare und am Ende entscheidende Gegentreffer hinnehmen. Beim 1:0 durch Marcel Noebels war der lange Pfosten nicht abgedeckt und beim 2:0 durch Ty Ronning war es genauso. Dabei kennt man das Spiel der Berliner, die immer von der Seite den Puck quer vor das Tor bringen. Doch die Abstände hinten waren zu weit auseinander. Auf Straubinger Seite hatte Zimmermann die beste Chance, denn auch bei sechs Minuten Powerplay brachten die Tigers nichts zustande.
Straubing wird gefährlicher
Im zweiten Abschnitt präsentierte sich das Team von Coach Woodcroft entschlossener. Die Zweikämpfe wurden immer mehr gewonnen und der Druck auf Goalie Stettmer konnte erhöht werden. Dennoch stand die Abwehr der Eisbären und für die Stürmer der Gäste war es schwer, sich in die entscheidende Schussposition zu bringen. Berlin konterte in der eigenen Halle und hatte durch Bergmann und Pföderl weitere Tore auf dem Schläger. Henrik Haukeland, der an den beiden Toren nichts machen konnte, reagierte mit seinen schnellen Reflexen wie gewohnt sicher.
Tigers versuchen alles
Straubing wehrte sich gegen die drohende Niederlage nach Kräften und legte sogar noch eine Schippe drauf. Das letzte Powerplay für die Niederbayern verlief genauso erfolglos wie alle anderen zuvor. Einen großen Aufreger gab es, als Ty Ronning vermeintlich zum 3:0 traf. Das Tor wurde aber nach Videobeweis aberkannt. Das wiederum weckte den Ehrgeiz der Tigers noch mehr. Das Tor um Stettmer wurde regelrecht belagert. Goalie Haukeland wurde fünf Minuten vor Ende des Spiels vom Eis genommen, um mit sechs Mann den zwei Tore Rückstand aufzuholen. Tyler Madden besorgte eine Minute vor dem Ende das 2:1 und die Hoffnung lebte bis zur letzten Sekunde, aber Berlin kämpfte sich über die Zeit zum Sieg.

Ab der ersten Sekunde ging es vor dem Tor zur Sache
Stimmen zum Spiel:
Manuel Wiederer (Eisbären): “Die Spezieal Teams haben gut funktioniert heute und es war ein sehr solides Spiel von uns. Wir sind seit dem ersten Spiel wach geworden und haben uns in der Serie immer weiter gesteigert. Der Einsatz stimmt und am Donnerstag wollen wir die Serie beenden.”
Mike Connolly (Tigers): “Haukeland war unglaublich heute und hat uns im Spiel gehalten. Das Tor hätten wir natürlich früher machen müssen. Unsere Aktionen sind für den gegnerischen Torhüter viel zu einfach zu entschärfen. Am Donnerstag sind wir zu Hause und werden wieder alles geben mit den Fans im Rücken.”
Straubing Tigers – Eisbären Berlin: 2:1 (2:0 | 0:0 | 0:1)
1:0 |06.| Marcel Noebels (Ronning, Pföderl)
2:0 |10.| Ty Ronning (Kirk, Wissmann)
2:1 |60.| Tyler Madden (Halloran, Merkley)
Zuschauer: 14.200
Bericht von: Markus Altman | Foto: Citypress
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