Das Rätsel ist gelüftet: Dackel Teckl wird das offizielle Maskottchen der Heim-WM in Deutschland 2027

1.September 2026DEB, International, Nationalmannschaft

Die Heim-Weltmeisterschaft 2027 kann ihr offizielles Maskottchen verkünden: Es handelt sich um den Dackel Teckl. Kaum sind 55 Jahre seit den Olympischen Sommerspielen 1972 in München vergangen, als dort der Dackel Waldi seinen Einstand als Olympia-Maskottchen feierte und internationale Berühmtheit erlangte.

Nun wurde für die Eishockey-Weltmeisterschaft im eigenen Land wieder diese Hunderasse auserwählt. Wie damals wird mit dem Dackel ein Klischee verbunden getreu dem Motto „des Deutschen liebstes Haustier“. Zumindest galt dies 1972 für den Olympiastandort München.

Mit Teckl entschied sich die IIHF-Eishockey-Weltmeisterschaft 2027 für eine Hunderasse, die wie kaum eine andere mit dem Gastgeberland verbunden wird. Der Dackel greift dieses bekannte Bild des Gastgeberlandes auf: Traditionsbewusstsein und Gemütlichkeit – dies aber kombiniert mit einem Augenzwinkern und einem modernen Charakter.

Primäre Zielsetzung war es, ein Maskottchen mit hohem Wiedererkennungswert, das sowohl auf und neben dem Eis sowie in den Arenen rund um das Turnier funktioniert, ins Leben zu rufen. Selbstredend spielte die spätere Umsetzung als Live-Maskottchen in den Stadien bei der Gestaltung ebenfalls eine zentrale Rolle.

Der Dackel ist eine Figur, mit der sich wunderbar spielen lässt: Er gilt als typisch deutsch, hat vielleicht sogar ein etwas spießiges Image und ist gleichzeitig unglaublich sympathisch und charakterstark. Genau diesen vermeintlichen Widerspruch wollten wir mit Teckl humorvoll auflösen. Auch der Name trägt dieses Augenzwinkern in sich: Dackel, Teckel und Dachshund bezeichnen dieselbe Hunderasse, wobei ‚Teckel‘ vor allem aus der Jägersprache bekannt ist.“, erklärt Gröbner, Geschäftsführer des Organisationskomitees Eishockey-Weltmeisterschaft 2027.

Mit Teckl haben wir ein Maskottchen gefunden, das einen unverkennbaren Bezug zum Gastgeberland besitzt und gleichzeitig einen starken eigenen Charakter mitbringt. […]. Dazu kommt: Der Hund als bester Freund des Menschen passt wunderbar zum ‚Festival of Friendship‘. Genau diese Mischung macht ihn zu einer Figur, mit der wir Fans jeden Alters erreichen“, so das Resümee von Gröbner.

Der sympathische, sehr selbstbewusste und auch mal freche Dackel zeichnet sich per se insbesondere durch Zähigkeit, Beweglichkeit und Widerstandsfähigkeit aus. Dies wird durch seinen muskulösen Körperbau, seine aufrechte Kopfhaltung und seinen aufmerksamen Gesichtsausdruck untermauert. Hier spiegeln sich allseits nötige Tugenden der Protagonisten auf dem glatten Parkett wider: Eishockeyspieler müssen stets mit voller Konzentration agieren, immer den Fokus auf den Puck richten, dem sie ständig hinter her sind: dies alles in Kombination mit der perfekten Hand-Augen-Schlägerkoordination.

Teckl bzw. Dackel sind nicht zurückhaltend, sondern erweisen sich in der Regel als mutig, intelligent, eigenwillig und betont menschenorientiert. Diese Hunde streben nach Herausforderungen, welche sie dank ihres ausgeprägten Jagdtriebs gerne in die Tat umsetzen. Eishockeyspieler müssen per se neugierig und auch frech sein, um den Kampf um die Scheibe zu gewinnen.

Der Dackel avancierte bereits zur prägenden Kultfigur in der deutschen Comedy TV-Serie „Hausmeister Krause“: dank des Spruchs der Hauptfigur „Alles für den Dackel, alles für den Club“ wurde ihm die Verehrung seiner Rasse auch humoristisch zuteil bis hin zum geflügelten Wort unter Dackelfans.

Dackel Teckl eignet sich sicher perfekt, als typisch deutscher Botschafter bei der bevorstehenden Heim-WM 2027 eine charmante Rolle zu spielen und die Fans aus allen teilnehmenden Nationen zu begeistern. 

So manche Kinder indes werden sich wohl etwas verwundert ihre Augen reiben, warum nicht das neue seit Ende 2024 amtierende Maskottchen des DEB, Horst für die WM rekrutiert wurde? Der Nachfolger von Urmeli hätte sicher gut zum Standort Mannheim gepasst, wo ja die Adler ihre Heimspiele austragen.

Anmerkung der Redaktion: In diesen Bericht fließt auch die persönliche Meinung des Autors mit ein.

Bericht von: Hermann Graßl | Foto: DEB

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