
Pre-Season Turnier in Landshut: Köln schlägt Krefeld zu Null, Oslo war für Landshut eine Nummer zu groß
Der EV Landshut organisierte ein hochkarätiges Vorbereitungsturnier mit drei renommierten Clubs: die Kölner Haie, die Krefeld Pinguine und der norwegische Meister aus Oslo waren zu Gast in der VR-Bank Landshut Arena.
Krefeld Pinguine gegen Kölner Haie – Shutout für Juvonen dank klarem 4 zu 0 Sieg von Köln
Im ersten Match besiegte Krefeld den norwegischen Meister aus Oslo am Ende deutlich und freute sich auf das erste Derby gegen den Rivalen aus Köln nach langer Abstinenz in der höchsten deutschen Spielklasse. Die Haie traten sicherlich mit einer gehörigen Portion Wut nach ihrer gestrigen Pleite gegen den Gastgeber an und sannen auf Wiedergutmachung. Die letzte Begegnung in der DEL fand am 8.3.2022 statt, welche die Haie siegreich gestalteten. Die beiden Freundschaftsspiele im Jahr 2025 und 2023 gewann ebenfalls Köln.
Geniestreich von Bokk, Press legt nach
Wie würden die Haie im Derby gegen die Pinguine auftreten? Urgestein und Ikone Moritz Müller stand heute wieder im Line-Up und sollte für die nötige Stabilität in der Defensive sorgen. Man war auch gespannt, wie sich die Neuverpflichtung des Kanadiers Stuart Percy bei Krefeld bemerkbar machte. In der 11. Spielminute zirkelte Dominik Bokk die Scheibe unhaltbar in den Winkel und brachte die Haie in Führung. Köln legte in der 16. Spielminute in Person von Robin Press nach, Mo Müller gab den wertvollen Assist.
Krefeld bleibt am Drücker
Die Kölner Haie nahmen den Schwung aus dem ersten Drittel nahtlos mit. Köln wollte definitiv kein Deja-vu erleben und einen soliden Vorsprung erneut aus der Hand geben. Es gab dann mal eine längere Drangphase der Krefeld Pinguine, denen später das Gestänge half, nicht weiter in Rückstand zu geraten. Eine Top Chance von Santos konnte Juvonen glänzend vereiteln, was dem Schützen ein verdientes Lob an den Goalie wert war.
Köln mit vier Tore Führung
Die Partie blieb weiter spannend, weil Krefeld stets sein Heil in der Offensive suchte. Die Pinguine hätten sich durchaus schon ihren ersten Treffer verdient gehabt. Doch es kam anders, denn in der 43. Spielminute erhöhten die Haie durch Frederik Storm auf 0 zu 3. Es gab Parallelen zum Match gegen Landshut, aber die Haie hatten nicht vor, sich die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Was hatte Krefeld noch entgegenzusetzen? Die Crunch Time brach bald an und auch ein weiteres Powerplay konnte man nicht nutzen. Bei doppelter Überzahl markierte Dominik Bokk den vierten Kölner Treffer. Es sah ganz nach einem Shutout für Keeper Juvonen aus.
Krefeld Pinguine – Kölner Haie 0:4 (0:2|0:0|0:2)
Tore:
0:1 |11.| Dominik Bokk
0:2 |16.| Robin Press (Mo. Müller, Kammerer)
0:3 |43.| Frederik Storm (MacInnis, Sennhenn)
0:4 |59.| Dominik Bokk (Press, Tyrväinen) PP2
Haupt-Schiedsrichter: Gawlik / Kohlmüller
EV Landshut gegen Valerenga Oslo – Gastgeber zieht gegen norwegischen Meister den Kürzeren
Der Gastgeber und Turnierausrichter, der EV Landshut sorgte am Vortag für mächtig Furore und bezwang nach scheinbar aussichtslosem drei Tore Rückstand den Favoriten aus Köln nach fulminanter Aufholjagd noch knapp mit 4 zu 3 nach Penaltyschießen. Die Mannschaft um Headcoach Uwe Krupp wollte mit gleicher Energie gegen Oslo nachlegen und den zweiten Sieg beim Turnier „dahoam“ einfahren.
Blitzstart des EV Landshut
Gegen den norwegischen Meister behauptete sich Landshut beim letztjährigen Dolomiten Cup knapp mit 2 zu 1. Das war ein gutes Omen. Die Legende Alois Schloder übergab vor dem offiziellen Puck Einwurf noch eine wertvolle Spende für den EVL-Nachwuchs, eine höchst wertschätzende Geste des NHL-Hall of Fame Mitglieds!
Auftakt nach Maß! Früh klingelte es im Kasten von Oslo, denn in der 2. Spielminute netzte David Stieler zum ersten Mal ein. Das gab Sicherheit und ließ auf einen erfolgversprechenden Abend hoffen. Goalie Philipp Dietl erwies sich als verlässlicher Rückhalt, konnte jedoch den Ausgleich in der 11. Spielminute durch Mathis Olimb nicht verhindern. Es war ein von Physis geprägtes Match, in dem nun Oslo optisch mehr den Ton angab, aber Landshut gute Chancen vergab.
Oslo dreht die Partie
Mit einem leistungsgerechten Remis ging es in den Mittelabschnitt. Keeper Dietl musste stets auf der Hut sein und praktizierte selbst nötige Ausflüge weit aus seinem Torraum hinaus mit Bravour. Er musste aber in der 27. Spielminute erneut hinter sich greifen, als Ken Andre Olimb geschickt in die Maschen abfälschte. Das heimische Powerplay hatte trotz solider Ansätze noch Luft nach oben. Landshut haderte mit seinem Chancenwucher und musste sich wieder längeren Druckphasen von Valerenga entgegenstemmen. Oslo zog in der 40. Spielminute durch Ponthus Westerholm bei eigenem Powerplay auf zwei Tore davon.
Oslo lässt nicht nach
Es schien eine Mission impossible für die Hausherren zu werden, doch die gestrige Aufholjagd war Motivation genug, das Match doch noch zu kippen. Das Bemühen war dem EVL definitiv nicht abzusprechen, man biss sich allzu oft an der stabilen Defensive der Norweger fest bzw. zog zu viele Strafen, von der die nächste zum vierten Tor für Oslo führte. In der 45. Spielminute trug sich Ponthus Westerholm erneut in die Torschützenliste ein. Oslo dominierte weitgehend die Partie, der EV Landshut kämpfte indes weiter leidenschaftlich.
Ein drei Tore Rückstand war ja für den EVL nichts Neues an diesem Wochenende, nichts war unmöglich, doch die Minuten verrannen. Bei doppelter Überzahl zog Uwe Krupp seinen Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers: ungewohnte Konstellation mit sechs gegen drei zu agieren. Oslo überstand diese brenzlige Situation und Landshut spielte weiter ohne Dietl. Aller Mut wurde letztlich nicht belohnt, denn Pathrik Westerholm traf ins verwaiste Tor. Den Schlusspunkt setzte Vaino mit dem sechsten Treffer für seine Norweger.
EV Landshut – Valerenga Oslo 1:6 (1:1|0:2|0:3)
Tore:
1:0 |02.| David Stieler (Mayer, Dersch)
1:1 |11.| Mathis Olimb (K.A. Olimb, Nilsen) PP1
1:2 |27.| Ken-Andre Olimb (M. Olimb, Määttänen)
1:3 |40.| Ponthus Westerholm (Karterud, Westerholm) PP1
1:4 |45.| Ponthus Westerholm (Larsson, Modigs) PP1
1:5 |56.| Pathrik Westerholm EN
1:6 |59.| Vaino (Koch, K. Olimb) PP1
Haupt-Schiedsrichter: Schütz / Gebei
Zuschauer: 1.586
Bericht von: Hermann Graßl | Foto: “Christine Vincon / EV Landshut”
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