Straubing Tigers zerlegen Eisbären Berlin zum Playoff-Auftakt

24.März 2026DEL

 

Die Straubing Tigers legten eine Start in die Playoffs hin, wie noch nie zuvor. Drei Tore binnen zwei Minuten brachten den Niederbayern den nötigen Rückhalt gegen den amtierenden deutschen Meister. Berlins Abwehr war zu diesem Zeitpunkt den Namen nicht wert. Vorne war man etwas besser, doch Chance um Chance wurde zu leicht vergeben. Straubing zog auch in den beiden weiteren Abschnitten ruhig und stabil ihr Spiel auf und konnte den Vorsprung immer weiter ausbauen. Zu Spiel zwei geht es am Freitag in die Hauptstadt, bei der die Gäste ein anderes Gesicht zeigen müssen.

 

Traumstart Tigers

Als der Puck zum ersten mal in diesem Viertelfinale das Eis berührte, stand es keine zwei Minuten später schon 3:0 für die Tigers. Nach dem ersten Schuss auf Goalie Stettmer, den er noch an die Latte lenken konnte, war er gegen Tim Fleischer machtlos. Die Führung nach nur 44 Sekunden baute Tyler Madden nach weiteren 44 Sekunden auf 2:0 aus. Den Niederbayern gelang ein sehenswerter Spielzug, indem sie die gesamte Abwehr der Berliner auseinander nahmen. Der Torjubel war noch nicht richtig vorbei, da zappelte der Puck erneut im Netz. Tim Brunnhuber netzte aus spitzem Winkel von der rechten Seite ein. Die Gäste waren völlig von der Rolle und brachten Härte ins Spiel. Ein Faustkampf von Adrian Klein gegen Yannick Veilleux endete unentschieden. Berlin zeigte sich dennoch vor dem Tor von Haukeland, aber entweder war die Nummer eins der Tigers Endstation oder sie vergaben ihre Möglichkeiten zu leichtfertig. Straubing traf noch zweimal die Latte und einmal den Pfosten. Daher waren die Hauptstädter noch gut bedient mit dem 3:0 Rückstand.

Straubing legt nach

Alle Augen am Pulverturm richteten sich zu Beginn des zweiten Abschnitts auf die Eisbären. Das Team von Coach Serge Aubin wollte eine Reaktion zeigen, auf das erste schwache Drittel. Doch es kam anders. Edeltechniker Merkley tankte sich durch die Abwehr, bediente im Fallen noch Danjo Leonhardt, der prompt das 4:0 erzielen konnte. Damit war der Aufschwung der Berliner schon wieder gestoppt. Woodcrofts Team zeigte danach seine Klasse. Kein Spieler der Tigers ließ sich auf die Scharmützel der Berliner ein, die natürlich ihrerseits zu härteren, aber niemals unfairen Mitteln griffen. Auffällig war im Spiel der Tigers, dass man auch keine risikoreichen Aktionen mehr startete, in denen die Gäste zum Kontern eingeladen worden wären. So brachten die Hausherren eine komfortable vier Tore Führung in die Kabine.

 

 

 

                 Lange dauerte es nicht bis zwischen Straubing und Berlin die Fäuste flogen – (Veilleux – Klein)


Kein Aufbäumen mehr

Die Gäste ergaben sich nach Tor Nummer fünf von Nick Halloran ihrem Schicksal und hatten kaum noch den Drang, dem Playoff-Start den Stempel aufzudrücken. Zumindest dem erhofften Shut Out von Goalie Henrik Haukeland machten die Berliner einen Strich durch die Rechnung. Liam Kirk gelang kurz vor Ende der Ehrentreffer. Damit geht Spiel eins hochverdient an die Niederbayern. Dennoch werden dem amtierenden deutschen Meister beste Chancen auf den Einzug ins Halbfinale angerechnet. Die Truppe von Aubin ist mit allen Wassern gewaschen und kann mit Rückschlägen umgehen wie kaum eine andere Mannschaft in der Liga.

 

Straubing Tigers – Eisbären Berlin: 5:1 (3:0 | 1:0 | 1:1)

1:0 |01.| Tim Fleischer (Brunnhuber, Green)
2:0 |02.| Tyler Madden (Halloran, Hede)
3:0 |02.| Tim Brunnhuber (Klein, Merkley)
4:0 |23.| Danjo Leonhardt (Merkley)
5:0 |42.| Nick Halloran (Madden, Brandt)
5:1 |55.| Liam Kirk (Wissmann, Veilleux) – PP 1

Zuschauer: 5.635 (Ausverkauft) 

 

Bericht von: Markus Altmann | Foto: Citypress

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