
Mannheim schickt Bremerhaven in die Sommerpause
Nach dem Sieg der Nordmänner in Spiel 4, gab es heute ein weiteres Do or Die Spiel für die Gäste. Erneut startete Hungerecker im Tor der Bremerhavener. Mannheim auf der anderen Seite wollten natürlich den Sack zu machen und den Kölner Haien ins Halbfinale folgen. Für den verletzten O’Donnell kam Neuzugang Alex Ruuttu ins Lineup.
Leichte Vorteile für Mannheim
Von Beginn an waren die Hausherren tonangebend. Bremerhaven aber stellte sich defensiv gut auf. So gab es für Mannheim bei aller Überlegenheit nur eine wirklich nenenswerte Chance, als Nick Mattinen knapp über den Kasten aus dem Slot schoss. Offensiv ging bei den Gästen bis zu einer Strafe in der achten Spielminute gegen Mannheim erstmal nichts. Hier wurde Franzreb immerhin ein wenig gefordert. Nach der Überzahl war der anfängliche Druck der Gastgeber spürbar geringer. Auffällig war auch, dass es weitaus weniger Nickligkeiten gab wie in den Spielen zuvor. Kurz vor der Pause hatte Alex Ehl noch eine große Möglichkeit den ersten Treffer zu erzielen, fand aber in Hungerecker seinen Meister.
Vier Tore im zweiten Drittel
Nach 39 Sekunden schlug der Karawanken Express das erste Mal in der Serie zu. Jeglich bediente von hinterm Tor seinen Partner Urbas, der eiskalt unter die Latte traf. Bremerhaven gab der Treffer sichtlich Aufwind. Selbst ein Adler Powerplay verlief relativ ereignislos. Mannheim wirkte angeschlagen und ratlos. Eine überraschende Alleingang von Justin Schütz, der zwar den Puck nicht im Tor unterbringen konnte, brachte immerhin wieder ein wenig Leben in sein Team. Bremerhaven überstand ein weiteres Unterzahlspiel und traf knapp vier Minuten vor dem Drittelende ein zweites Mal. Andy Miele war der umjubelte Torschütze nach überragender Vorarbeite von Smith. Ganz wichtig war der Anschlusstreffer nur eine Minute später. Solow fälschte einen Gilmour Schlenzer im Powerplay erfolgreich ab. Mannheim war wieder im Spiel und nutzte dies gnadenlos aus. Matthias Plachta schaffte 9 Sekunden vor Schluss noch den Ausgleich.
Mannheim dreht das Spiel
Erneut gab es eine kalte Dusche für die Adler Mannheim zu Drittelbeginn. Nick Jensen traf etwas glücklich per Nachschuss zu Führung. Die Kurpfälzer reagierten mit teils wütenden Angriffen. Hungerecker rettete einmal in höchster Not gegen Kälble. Auf der anderen Seite hielt Franzreb gegen Friesen sein Team im Spiel. Zwölf Minuten vor dem Ende leistete sich Bremerhaven zwei Strafen, so daß es zu einem etwa 90 sekündigen fünf gegen drei kam. Top Verteidiger Mattinen ließ sich das natürlich nicht nehmen und machte den wichtigen Ausgleich. Die Spannung in der Halle war spürbar und Kris Bennett war es der die Halle zum Explodieren brachte. Leon Gawanke schoss in Richtung Hungerecker, wo Bennett goldrichtig zum Abfälschen stand. Fischtown stand nun vor dem Saisonaus trotz zweimaliger Führung. Tom Kühnhackl’s Tor eine Minute später, wurde direkt abgewunken und er selbst jubelte erst gar nicht weil sein Schläger deutlich zu hoch war. Natürlich nahm Coach Alex Sulzer dann seinen Torhüter vom Eis um bei sechs gegen fünf sich in die Overtime zu retten. Am Ende aber half es nichts, Mannheim gewinnt Spiel fünf und zieht ins Halbfinale ein.
Stimmen:
Jan Urbas: “Es war unser bestes Spiel, wir haben als Team gespielt. Am Ende aber müssen wir Mannheim zum Sieg gratulieren.”
Alex Sulzer: “Ich möchte den Adlern zum Gewinn der Serie gratulieren. Wir haben heute 60 Minuten gut gespielt, wir waren dran das Spiel für uns zu entscheiden. Ich bin stolz auf die Mannschaft.”
Marc Michaelis: “Die Serie hat Spaß gemacht, wir haben einige gute Spiele gezeigt. Wir haben es uns heute etwas schwer gemacht. Bremerhaven hat gut verteidigt, aber wir haben zu richtigen Zeit die Tore gemacht.”
Adler Mannheim – Fischtown Pinguins Bremerhaven 4:3 (0:0;2:2;2:1)
Tore:
0:1 |21.| Jan Urbas (Jeglic, Bruggisser)
0:2 |36.| Andy Miele (Smith, Jensen)
1:2 |37.| Zach Solow (Gilmour, Plachta) PP
2:2 |40.| Matthias Plachta (Gawanke, Schütz)
2:3 |42.| Nick Jensen (Smith, Abt)
3:3 |51.| Nicolas Mattinen (Gawanke, Schütz) PP
4:3 |56.| Kris Bennett (Gawanke, Esposito)
Zuschauer:13600
Mannheim gewinnt die Serie 4:1
Bericht von: M_H | Foto: City-press
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