
Eisbären Berlin sichern sich drei hart erkämpfte Punkte gegen Adler Mannheim
Das Topspiel des 43. Spieltage war das Treffen der Rekordchampions aus Berlin und Mannheim. Dabei grüßten die Eisbären vor Spielbeginn von der Spitze, während es für die Adler Mannheim stand ein ganz wichtiges Wochenende an, will man noch Platz sechs erreichen.
Bergmann schockt Ex-Team
Ausgerechnet der Ex Adler Lean Bergmann erwischte die Adler Mannheim nach 22 Sekunden auf dem falschen Fuß. Veilleux kam im Forecheck an den Puck und bediente der freistehenden Bergmann, der den Puck direkt ins Tor schoss. Der Beginn dürfte beiden Coaches nicht sonderlich gefallen haben. Die neutrale Zone war für beide Teams ohne große Gegenwehr zu überwinden, so dass sich viel Tempo entwickeln konnte. Chancen gab es auf beiden Seiten, wobei die besseren auf Berliner Seite waren. Mit zunehmender Dauer wurde die neutrale besser zugestellt, so dass sich die Torchancen bis zum Ende des Drittels reduzierten.Drei Tore und zwei Pfostentreffer
Bis zu einem doppelten Pfostentreffer der Berliner in der 28. Spielminute durch Tiffels war defensive auf beiden Seiten Trumpf. Zuvor brachte selbst ein Powerplay zu Beginn des zweiten Drittels den Hauptstädter nincht viel ein. Die Trainer hatten wohl ihre Mannschaften in der Pause entsprechend neu ausgerichtet. Etwas überraschend trafen die Gäste zum Ausgleich. Wiederer saß auf der Strafbank, als Gilmour von der blauen Linie abfeuerte. Den Rebound von Hildebrand verwertete Ryan MacInnis zu seinem ersten Saisontor. Lange hielt das Unentschieden nicht. Mannheim etwas zu forsch im Forechecking, erzielte Veilleux bei einem drei auf zwei Konter die erneute Führung. Das Spiel nahm richtig Fahrt auf, denn es dauerte wieder nicht lange ehe der nächste Treffer fiel. Mannheim setzte sich in der Berliner Zone fest, als Gaudet vor dem Tor an den Puck kam und quer auf den Torschützen John Gilmour legte. Es folgte eine kuriose Szene. Byron hatte den Puck ans Dreieck geschossen und der Abpraller ging zunächst aus Eis, dann auf den Schoner von Brückmann und von dort nur Zentimeter am Tor vorbei. Ein weiterer Puck fand durch Holzer den Weg an den Pfosten. Glück für Brückmann und seine Adler Mannheim in diesen beiden Situationen.
Tiffels macht den Siegtreffer
Zu Beginn des dritten Abschnittes entwickelten die Gastgeber viel Druck in der Adler Zone. Mannheim tat sich schwer und hatte nur selten Entlastung, wenn gleich sie defensiv gut standen und trotz des Druckes nicht viele Chancen zu ließen. Nach knapp acht Minuten wurde der Druck jedoch zu groß. Eder brachte den Puck ins Drittel, ließ für Byron liegen und der spielte auf den mitgelaufenen Freddie Tiffels, der Brückmann keine Chance ließ. Natürlich versuchten die Kurpfälzer wieder zu antworten. Durch Eisenmenger hatten sie auch eine gute Möglichkeit, jedoch verzog dieser knapp am Tor vorbei. Drei Minuten vor Schluss, brannte es noch einmal lichterloh. Kühnhackl, zweimal Gilmour und Bennett, als Mannheim schon mit einem Mann mehr auf dem Eis agierten, vergaben jeweils. Die Adler Mannheim hätte sicher zumindest einen Punkt verdient gehabt, mussten sich aber am Ende knapp geschlagen geben.Stimmen zum Spiel
Ryan MacInnis: “Klar war es eine harte Niederlage. Es ging in die richtige Richtung. Wir müssen weiter machen.”
Lean Bergmann: “Für mich sind die Adler die zweitbeste Mannschaft nach uns. Je länger das Spiel ging, desto besser kamen wir ins Spiel und haben unser Spiel durchgebracht.”
Eisbären Berlin – Adler Mannheim 3:2 (1:0;1:2;1:0)Tore:1:0 |1.| Lean Bergmann (Veilleux)1:1 |30.| Ryan MacInnis (Gilmour, Fischbuch) PP2:1 |32.| Yannick Veilleux (Bergmann, Geibel)2:2 |33.| John Gilmour (Gaudet, Hännikainen)3:2 |48.| Frederik Tiffels (Byron, Eder)Zuschauer: 14200
Bericht von: M_H | Foto: City-press
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